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Ostprignitz-Ruppin Auf der Suche nach der Zukunft fürs Jahnbad
Lokales Ostprignitz-Ruppin Auf der Suche nach der Zukunft fürs Jahnbad
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00:17 17.10.2016
Das einst prachtvolle Jahnbad stammt aus dem Jahr 1927. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Nun will die Stadtverwaltung Nägel mit Köpfen machen. Seit Jahren beklagen Stadtverordnet den Zustand des Neuruppiner Jahnbades. Einst war die Badeanstalt am Ruppiner See ein Aushängeschild für Neuruppin. Beliebt ist das Freibad nach wie vor – allerdings ist der denkmalgeschützte Bau inzwischen ganz schön heruntergekommen.

Dort müsse schnellstmöglich etwas getan werden, warnte Pro-Ruppin-Mann Andreas Dziamski in der Stadtverordnetenversammlung in dieser Woche erneut. Wenn die Stadt nicht bald etwas unternimmt, um das Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen, könnte es zu spät sein, fürchtet er. Dziamski sorgt sich vor allem um den Zustand der 30 Jahre alten Dachsteine.

Die Badeanstalt war Anfang des 20. Jahrhunderts ein Aushängeschild für Neuruppin. Beliebt ist das Jahnbad nach wie vor – aber eigentlich viel zu groß nur als Freibad. Quelle: Peter Geisler

In den vergangenen Monaten hatte er immer wieder gefordert, dass die Stadt endlich handelt. Baufachleute der Stadtverwaltung hatten das Gebäude deshalb genau unter die Lupe genommen und geben Entwarnung: Das Dach ist weiter dicht, der Dachstuhl trocken.

Dass ein großer Plan her muss, um das Haus endlich wieder zu Schmuckstück zu machen, was es einst war, ist aber auch Bürgermeister Jens-Peter Gode bewusst. Für 2017 will die Stadtverwaltung deshalb eine Studie in Auftrag gegeben, die klären soll, was aus dem Jahnbad einmal werden könnte. Klar ist: In seiner einstigen Größe wird es eigentlich für den Badebetrieb heutzutage nicht mehr gebraucht. Allein die Zahl der Umkleidekabinen ist riesig.

Von der Studie erhofft sich Maik Buschmann viel. „Ich denke, das ist eine gute Sache“, sagt der Amtsleiter für Kultur und Sport bei der Klausurtagung der Abgeordnete zum Haushalt 2017. Mit den 30 000 Euro „können wir eine ganze Menge machen“.

Verschönerungsverein rät, auch den Stadtpark einzuplanen

Dabei sollen die Gutachter nicht allein die Badeanstalt beleuchten. „Der Verschönerungsverein hat angeregt, dass man den Stadtpark ins Gesamtkonzept einbezieht“, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde; auch er hält das für sinnvoll. Und vielleicht könnte mit dem Geld auch gleich noch geklärt werden, wie viele offizielle Badeanstalten die Stadt Neuruppin eigentlich braucht, sagt der Rathauschef.

Er spielt dabei auf den Dauerzwist zwischen der Stadtverwaltung und dem Ortsbeirat von Alt Ruppin über das Seebad auf der Alt Ruppiner Habinsel an. Die Alt Ruppiner sehen das als offizielle Badeanstalt und fordern jedes Jahr aufs Neue, dass die Stadt sie endlich wieder in Schuss bringt. Im Rathaus würde man das Bad aber wohl am liebsten zu einer „Liegeweise“ herunterstufen so wie die Badestellen in den anderen Ortsteilen. Bei einer Badeanstalt müsste sich die Stadt um einen Betreuer oder Rettungsschwimmer kümmern, eine Liegewiese ist viel billiger.

Für Golde könnte die Antwort auf diese Frage Teil des Gesamtkonzeptes sein – ebenso wie der Uferwanderweg, der demnächst vom Neuruppiner Seetorviertel in Richtung Alt Ruppin weitergebaut werden soll.

Von Reyk Grunow

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