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Auf die Bühne, fertig, Schöller!

Kampehl Auf die Bühne, fertig, Schöller!

Das Team hinter den Kulissen bekommt der gewöhnliche Schöller-Festspielbesucher nicht zu Gesicht. Wenn nun am Freitagabend mit „Landeier – oder Bauern suchen Frauen“ in Kampehl Eröffnung ist, hat es sein Werk schließlich längst vollbracht. Dabei sind drei der Helfer in dieser Gruppe aus Technikern und Bühnenbauern eine besondere Erwähnung wert: Anas, Assan und Bashar.

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Das Team mit Schloss Kampehl im Hintergrund.

Kampehl. Mit Händen und Füßen verständigen sie sich, aber auch mit Schraubenschlüssel und Akkubohrer. Einer hilft dem anderen. Doch jetzt ist erst mal Mittagspause für den 25-jährigen Anas Sahrif aus Palästina, den 34-jährigen Iraner Assan Daghaghzadeh und den gleichaltrigen Bashar Ofsaia aus Syrien. Auch all die anderen Helfer legen ihre Werkzeuge beiseite. Die meiste Arbeit ist ja längst geschafft. Die Bühne für das am Freitag in Kampehl beginnende Prignitz-Ruppiner Komödienfestival, die nunmehr 7.  Schöller-Festspiele, steht.

Für die in Neustadt untergebrachten Flüchtlinge Anas, Assan und Bashar ist diese kleine Tätigkeit willkommene Abwechslung zum eher eintönigen Alltag in ihrem Wohngebiet, wie sie sagen. „Ich half voriges Mal schon mit, die Leute sind nett hier“, erzählt Anas in gebrochenem Deutsch. Wie Festspielleiter Peter Schroth sagt, hatte es sich schon voriges Jahr bewährt, sie als Helfer einzubinden. So könnten sie leichter Kontakte zu anderen aufbauen, ihr Sprache verbessern. Ein gutes Dutzend Leute braucht es schließlich, bis die Bühne steht. Hinzu kommen vier professionelle Techniker aus Senftenberg – ist doch das Festival nach wie vor eine Kooperation mit dem Staatstheater Cottbus und der Neuen Bühne Senftenberg.

Anas (l), Assan und Bashar (r) beim Bühnenbau

Anas (l.), Assan und Bashar (r.) beim Bühnenbau.

Quelle: Matthias Anke

Das Gestühl samt Tribüne wurde erneut aus der unweit entfernten Lindenau-Halle herbeigeschafft. Das Technikerzelt stellt die Zernitzer Dorfgemeinschaft bereit. Und der Bühnengrundriss ist derselbe wie zuletzt im Neustädter Gestüt. Auch optisch stehe die Anlage der bisherigen in nichts nach. So werden Strohballen sie auch im Kampehler Schlosspark komplettieren. Damit wollte das Helferteam bis Mittwochabend fertig sein.

Zurück zu den Wurzeln nach Kampehl

Neben den Technikern werden nun auch die Schauspieler in Kampehl untergebracht, wo die Festspiele einst begannen. Als sich in Neustadt zuletzt Probleme bei der Unterbringung der Akteure abzeichneten, war es laut Peter Schroth daher eine „leichte Entscheidung“, zu diesen Wurzeln nach Kampehl zurückzukehren.

Dort ist für diesen Donnerstag vorgesehen, das Gastspielbühnenbild einzubauen. Mitgebracht wird es von der „Comödie Dresden“. Diese eröffnet das Festival mit „Landeier – oder Bauern suchen Frauen“. Nach Licht- und Tontests geht es Freitagabend um 19.30 Uhr los. Das bis 21. August folgende Programm findet sich im Internet unter www.schoeller-festspiele.de.

Von Matthias Anke

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