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Auf neuen Lebenswegen in der Knatterstadt

Kyritz Auf neuen Lebenswegen in der Knatterstadt

Zum vierten „Markt der regionalen Möglichkeiten“ wurde am Wochenende ins Kyritzer Altstadtzentrum eingeladen. Auftakt war am Freitag eine Lesung in Bluhms Hotel. Am Sonnabend lockten Stände von nachhaltig, ökoligisch und regional wirtschaftenden Unternehmen und Projekten.

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Der Iraner Alireza Rasti war zu Besuch in Kyritz und ließ spontan seine „Daf“, eine persische Rahmentrommel, erklingen.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Markttag ist nicht gleich Markttag in Kyritz. Schon gar nicht, wenn er an einem Sonnabend stattfindet. Zum nunmehr vierten sogenannten „Markt der regionalen Möglichkeiten“ wurde am Sonnabend ins Kyritzer Altstadtzentrum eingeladen. Er war erstmals Teil der Berlin-Brandenburger „Wandelwoche“, einer Reihe landesweiter Aktionstage zum Thema alternativer Lebensformen und solda­rischen Miteinanders. Der Kyritzer Markt bildete zugleich den krönenden Abschluss dieser Woche.

Auftakt in der Knatterstadt war bereits am Freitagabend. In „Bluhms Hotel“ las der Berliner Autor und Journalist Fabian Scheidler vor gut 50 Leuten aus seinem Buch „Das Ende einer Megamaschine“, in dem er unter anderen den Zerfall des Kapitalismus zum Thema macht. Inka Thunecke, Geschäftsführerin der Heinrich Böll-Stiftung Brandenburg, moderierte die Lesung, in deren Anschluss sich eine offene und angeregte Disskussion zwischen dem Autor und dem Publikum entspann.

Silvia Last (l) und Jenny Karl aus Kyritz stellen Deko  her und  verpacken ihre kreativen Geschenk-Ideen mitunter auch  in  Selbstmach-Boxen

Silvia Last (l.) und Jenny Karl aus Kyritz stellen Deko her und verpacken ihre kreativen Geschenk-Ideen mitunter auch in Selbstmach-Boxen.

Quelle: André Reichel

Der Markt wurde am Folgetag um Punkt 10 Uhr eröffnet. Das über allem stehende Thema lautete: „Wie wollen wir leben?“. In diesem Sinne gab es viele Stände mit nachhaltig, ökologisch und regional wirtschaftenden Unternehmen und Projekten. Die von Stefan Lehmann initiierte Umweltagentur Kyritz, der Naturbauhof aus Roddahn, der Tauschring Neuruppin, das Reparaturcafé Kyritz und der Ökohof Waldgarten aus Barenthin sind nur einige Beispiele. Musik machte die Gruppe „Eisenbahn Wittstock “. In verschiedenen Workshops konnten sich die Teilnehmer im Comic-Zeichnen oder in Selbstverteidigung probieren. „Es waren viele interessante Akteure und Besucher auf dem Markt“, sagte Mitinitiator Dietmar Miehlke am Ende zufrieden.

Der Markt der Möglichkeiten entstand aus einer Initiative um Dietmar Miehlke, Sarah Reinecke, Frank Wesenberg und weiteren Mitstreitern, nachdem vor fünf Jahren in Kyritz über ein Klimaschutzkonzept diskutiert worden war. Seit dem vergangenen Jahr nennt sich dieser lose Bund „Prignitz Wandeln“. Alljährlich fand seit 2013 jedes Jahr der „Markt der regionalen Möglichkeiten“ statt, mit deren Neuauflage somit auch 2017 wieder zu rechnen sein wird.

Von André Reichel

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