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Auf zum großen Reinemachen

Wittstock Auf zum großen Reinemachen

Damit ihr Ort oder ihre Stadt wieder flott wird, nahmen am Samstag zahlreiche Wittstocker und Bewohner der umliegenden Dörfer am Frühjahrsputz teil. Neben Laub und Ästen sammelten sie auch Unrat auf und befreiten ein Denkmal vom Pflanzenbewuchs. Jeder Helfer hatte so seine ganz eigene Motivation, mitzumachen.

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Die Mitglieder des Seniorenverbands sind seit zehn Jahren auf dem Parkplatz vor der alten Bischofsburg fleißig.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Bereits um 9 Uhr waren sie am Samstag auf den Beinen, die vielen fleißigen Helfer beim diesjährigen Frühjahrsputz in Wittstock und einigen seiner Ortsteile. „Das war mal ursprünglich als Dankesaktion für die Stadt gedacht“, erklärte Waltraud Prüter vom Wittstocker Seniorenverband, die mit sieben weiteren Verbandsmitgliedern den Parkplatz an der alten Bischofsburg säuberte. Weil die Stadt dem Verband damals das Torbogenhaus zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt hatte, seien die Senioren beim Frühjahrsputz vor zehn Jahren auf dem Spielplatz am Kyritzer Tor aktiv geworden. „Im Laufe der Jahre hat sich das dann zum Parkplatz hin verlagert“, sagte Prüter.

Auch die Kleinsten halfen mit

Auch die Kleinsten halfen mit.

Quelle: Christian Bark

Mit dabei war auch wieder Giesela Korth. „Ich kenne das noch als Subbotnik aus DDR-Zeiten“, berichtete sie. Damals sei die Teilnahme selbstverständlich gewesen. Heute finde der Reinemachaufruf immer weniger Helfer. Dabei habe er doch neben einem stärkeren Gemeinschaftsgefühl noch weitere Vorteile. „Damit machen wir unsere Stadt noch schöner und halten uns obendrein fit“, betonte Giesela Korth. Im übrigen werden einige der Senioren auch ohne Frühjahrsputz in der Stadt tätig. „Ich greife auch so manchmal zur Harke“, sagte Waltraud Prüter.

Auch in den Ortsteilen wurde geputzt

Zur Harke und anderem Arbeitsgerät griffen auch 24 Mitglieder des Fördervereins zum Erhalt der historischen Stadtmauer, des Volleyballvereins „Baulöwen“ sowie ihre Freunde und Verwandten. Am Gröpertor befreiten sie das Friesen-Jahn-Körner-Denkmal vom Pflanzenbewuchs. „Wir sind jetzt schon das sechste Mal dabei“, berichtete der Fördervereinsvorsitzende Jürgen Pawlitta. Die Helfer seien immer an den Wall- und Grabenanlagen der historischen Altstadt aktiv. So zupften zum Beispiel die „Baulöwen“ Josefine Weidner und Sebastian Drogies Moos und Gras von der Stadtmauer und sammelten Äste und Laub weg.

Am Bleichwall war die Jugendfeuerwehr mit Fegen und Mülleinsammeln beschäftigt

Am Bleichwall war die Jugendfeuerwehr mit Fegen und Mülleinsammeln beschäftigt.

Quelle: Christian Bark

Am Bleiwall hinter der Tourist-Information fegten Mitglieder der Jugendfeierwehr und Ordnungsamtsmitarbeiter den Parkplatz und sammelten Unrat auf. Für die jungen Feuerwehrleute war der Einsatz Teil ihrer Ausbildung, wie Jugendwartin Jennifer Dürkoop erklärte. Die Teilnahme sei eine Möglichkeit, das begehrte Abzeichen „Jugendflamme 3“ zu erhalten.

In Zootzen waren Anwohner im ganzen Dorf beschäftigt

In Zootzen waren Anwohner im ganzen Dorf beschäftigt. Darunter am Friedhof (Foto), am Kirchplatz, bei der Feuerwehr und entlang der Dorfstraße.

Quelle: Christian Bark

Weitere Helfer waren nach Auskunft von Wittstocks Stadtsprecher Jean Dibbert am Parkplatz vor der alten Post, am Bahnhof, in der Röbeler Vorstadt sowie in den Ortsteilen Fretzdorf, Siebmannshorst und Zootzen aktiv. In Zootzen kümmerten sich die Feuerwehr um ihr Gelände, Anwohner um den Kirchplatz, die Dorfstraße sowie um den Friedhof. „Nächsten Samstag machen wir Osterfeuer, da soll alles schön sein“, sagte Ortsvorsteherin Irmgard Ritzmann. An die 25 Zootzener seien fleißig dabeigewesen, ihr Dorf zu verschönern. Darunter zum ersten Mal die sechsjährige Mia Voigt. „Ich helfe meiner Freundin“, zeigte sie auf die achtjährige Joleen Kozok, die bereits zum zweiten mal beim Frühjahrsputz dabei war. Und gemeinsam macht das Reinemachen auch viel mehr Spaß, stellten beide Freundinnen fest.

Während sich die Helfer in der Kernstadt mittags am Marktplatz kostenlos mit Eintopf versorgen konnte, gab es in Zootzen Würstchen mit Brot zur Stärkung, die Irmgard Ritzmann verteilte. „Wir fahren nicht extra nach Wittstock, um zu essen“, sagte die Ortsvorsteherin. Für das Dankeschön sei immer Geld aus der Kulturpauschale da.

Von Christian Bark

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