Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Aufnahmestopp für Samtpfötchen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Aufnahmestopp für Samtpfötchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 30.08.2015
Bevor der vorhandene Katzenbestand nicht merklich reduziert wurde, können keinen neuen Tiere aufgenommen werden. Quelle: dpa-Zentralbild
Anzeige
Herzsprung

Das Tierheim in Herzsprung nimmt keine Fundkatzen mehr an. Es wurde ein Aufnahmestopp verhängt. Grund: Die Kapazitäten sind erschöpft. Tierheim-Chefin Andrea Berthold wird noch deutlicher: „Wir wurden zugebombt“ mit Fundkatzen“, sagt sie. Mitunter hätten Katzenbesitzer ihre Tiere auch einfach als Fundkatzen ausgegeben, um sie billig loswerden zu können. Auf den Kosten jedoch sei das Heim sitzen geblieben – unter anderem Futter, Tierarzt, Impfungen, Strom für Wärmelampen, Unterhaltskosten. Auch das Gehege müsste eigentlich ausgebessert werden, denn der Maschendraht hat bereits gelitten. Für festere Platten aus Draht fehle aber das Geld, sodass momentan nur notdürftig geflickt werden konnte.

Aktuell beherberge das Heim zwischen 40 und 45 sogenannter Vermittlungskatzen, also recht zutrauliche Tiere, die sich auch rasch an einen neuen Besitzer gewöhnen würden. Mit dieser Zahl sei das Limit erreicht, das das Veterinäramt zulässt, so die Bertholds. Hinzu kämen noch rund 120 bis 130 verwilderte Katzen, die an Futterstellen versorgt werden und dabei auch unter Beobachtung stehen. Um zu verhindern, dass die Situation finanziell aus dem Ruder läuft und womöglich auch noch Ärger mit dem Veterinäramt droht, musste die Notbremse gezogen werden. Das heißt, zunächst einmal müssten die vorhandenen Katzen größtenteils vermittelt werden, bevor der Aufnahmestopp wieder aufgehoben werden kann, sagt René Berthold vom Tierheim. Wie lange das dauern wird, sei schwer abzuschätzen, weil sich Katzen schwieriger vermitteln ließen als Hunde. „Wer eine Katze möchte, holt sie sich meist von einem Bauernhof.“ Der Tierschutzverein Wittstock und Umgebung bedauert den Aufnahmestopp. Das wurde auf der jüngsten Zusammenkunft im B3-Center deutlich. Denn auch der Verein habe dem Tierheim in Absprache mit dem Ordnungsamt ab und an Fundkatzen übergeben.

Das Katzengehege im Tierheim Herzsprung. Quelle: Björn Wagener

Das Einzugsgebiet des Tierheimes reiche bis nach Fehrbellin. Die meisten Katzen jedoch kämen aus dem Raum Wittstock. Deshalb sei die Dossestadt auch die einzige Kommune, mit der die Aufnahme von Fundkatzen vertraglich geregelt worden sei.

Tierheimchef René Berthold: Zugebombt mit Fundkatzen. Quelle: Björn Wagener

Die Stadt Kyritz habe ab und zu Futter gespendet, wenn Katzen aus dem dortigen Stadtgebiet aufgenommen wurden, sagt René Berthold. Und aus der Gemeinde Heiligengrabe seien generell kaum Tiere angekommen. Deshalb ist die Stadt Wittstock der wichtigste Partner, wenn es darum geht, die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Noch in dieser Woche solle es einen Termin geben, um zu klären, wie es nun weitergehen könnte und sich solche Probleme künftig vermeiden ließen.

Wie eine solche Lösung aussehen könnte, da möchte René Berthold nicht vorgreifen. Nur so viel: Möglicherweise könnte darauf hingewirkt werden, das Katzen-Limit fürs Tierheim heraufzusetzen.

Die Stadt Wittstock will sich erst nach diesem Gespräch dazu äußern, wie es in Sachen Fundkatzen weitergehen könnte, teilt Ordnungsamtsleiter Holger Schönberg auf MAZ-Nachfrage mit.

Von Björn Wagener

Bundesweit stehen Flüchtlingsunterkünfte in Flammen. Der Mob demonstriert. Mit dem Brand in Nauen hat der Terror in dieser Woche Brandenburg erreicht. Wie gut Asylsuchende dagegen in Neustadt aufgenommen werden, zeigte sich jetzt bei einem Anwohnerfest im Wohngebiet Vogelsang.

29.08.2015
Ostprignitz-Ruppin Neue Fassaden für Wendebauten - Sanierung in der Kyritzer Innenstadt

Die kommunale Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft will zwei Häuser in der Kyritzer Innenstadt mit insgesamt 30 Wohnungen instandsetzen und modernisieren lassen. Trotz der Kosten von rund 450 000 Euro sollen die Mieten unverändert bleiben. Der Fertigstellungstermin ist unklar.

29.08.2015
Ostprignitz-Ruppin Bundestagsabgeordnete spendet in Wittstock - Hilfe für Rettungshunde

„Dieses Engagement müsste eigentlich viel mehr gefördert werden“, sagte Kirsten Tackmann am Mittwoch auf dem Trainingsplatz der Rettungshundestaffel Brandenburg mit Sitz in Wittstock. Die Bundestagsabgeordnete lehnt die Diätenerhöhung ab. Dennoch nimmt sie das Geld an, um es an engagierte Menschen weiterzugeben.

29.08.2015
Anzeige