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Auftakt der Waldjugendspiele im Forst Boberow

Rheinsberg Auftakt der Waldjugendspiele im Forst Boberow

Mehr als 470 Schüler testen in diesem Jahr ihre Geschicklichkeit und ihr Waldwissen bei den Waldjugendspielen. Der Auftakt der Spiele fand am Donnerstag im Forst Boberow statt. In der kommenden Woche werden die Spiele im Neuruppiner Stadtpark fortgesetzt.

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Fünftklässler der Rheinsberger Salvador-Allende-Grundschule versuchen ein Stück Birkenholz abzusägen. Das Stück soll zehn Zentimeter dick sein – und gerade geschnitten. Gar nicht so einfach.

Quelle: Frauke Herweg

Rheinsberg. Die Säge bockt. Je mehr Emelie und Ramzan sich bemühen, desto stärker krümmt sich das dünne Sägeblatt. „Nur ziehen, nicht drücken“, rät Forstwirt Bernd Koschenz. „Wenn ihr schiebt, wellt sich die Säge und ihr kommt nicht mehr voran.“ Wenig später sind die Zehn- und der Elfjährige ein eingespieltes Team. Die Säge gleitet scheinbar mühelos durch das helle Birkenholz. Fast volle Punktzahl für die Fünftklässler der Rheinsberger Salvador-Allende-Grundschule.

Zum Auftakt der diesjährigen Waldjugendspiele absolvierten am Donnerstag fast 100 Schüler einen Aufgabenparcours im Forst Boberow bei Rheinsberg. An 17 Stationen konnten die Schüler ihre Geschicklichkeit oder ihr Waldwissen testen. Fünftklässler aus Rheinsberg, Lindow und Flecken Zechlin nahmen am ersten Spieltag teil. Ab der kommenden Woche finden die Spiele auch im Neuruppiner Stadtpark statt. Insgesamt sind in diesem Jahr im Landkreis mehr als 470 Kinder aus 23 Klassen angemeldet. Landesweit beteiligen sich etwa 4000 Fünftklässler an den Spielen der zwölf Brandenburger Oberförstereien.

Station „Waldbau“

Station „Waldbau“: Wissen rund um den Wald ist gefragt.

Quelle: Frauke Herweg

Die Waldjugendspiele sollen schöne Erlebnisse im Wald bieten – zugleich aber auch Wissen rund um den Forst abfragen. „Was kann man an den Ringen der Bäume ablesen?“, fragt Forstwirt Bernd Koschenz nach der Säge-Aufgabe. „Und warum sind diese Ringe mal hell und mal dunkel?“

Für die Fünftklässler der Allende-Schule keine Herausforderung. Die Ringe zeigen das Alter an – und die dunklen Ringe stammen aus den Wintermonaten, in denen die Nährstoffe im Baum gefroren waren. Das wissen sie. Schwieriger ist nur die Frage, ob es auch Bäume ohne Jahresringe gibt. Etwas ratlos gucken sich die Schüler an. Knifflig auch die „Nasenbär“-Station. Die Jugendliche sollen erkennen, was so gut in den kleinen, weißen Döschen riecht. Kaffee. Pfefferminze. Knoblauch. Das ist leicht. Den Geruch von Baumharz zu erkennen, ist jedoch ungleich schwerer.

Brandenburg hatte Waldpädagogik zur Dienstaufgabe gemacht

Als erstes Bundesland hatte Brandenburg die Waldpädagogik ganz offiziell zur Dienstaufgabe gemacht. Neben zahlreichen Themenwanderungen, Müllaufräumaktionen im Wald oder AGs an den Schulen sind auch die Waldjugendspiele fester Bestandteil dieser Waldpädagogik. Landesweit finden die Waldjugendspiele in diesem Jahr zum 18. Mal statt. „Sie sind ein wertvoller Baustein im Mosaik der Umweltbildung“, sagte Brandenburgs A­grar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde, die zur Eröffnung der Spiele in den Forst Boberow gekommen war.

In einem Workshop hatten Mitarbeiter der Oberförstereien im vergangenen Jahr Ideen für die Waldjugendspiele ausgetauscht. „Man muss auch ein bisschen rausfinden, welche Spiele funktionieren und welche nicht“, sagt die Leiterin der Oberförsterei Neuruppin, Annett Engelmann. Um die Spiele weiter spannend zu machen, denken sich die Macher in jedem Jahr einige neue Aufgaben aus. In diesem Jahr etwa ein Angelspiel, bei dem neben Geschicklichkeit auch ein wenig Glück vonnöten ist.

Wie kommen die Bäume in den Wald?

Waldwissen war dagegen bei der „Waldbau“-Station gefragt. „Ihr seht hier vor euch große Buchen, dicke Buchen, dünne Buchen“, sagt Uwe Engelmann. „Doch wie sind diese Bäume dahin gekommen?“ Wildschweine könnten die Samen transportiert haben, schlagen einige Schüler vor. Doch Engelmann schüttelt den Kopf. „Nein die fressen die Bucheckern lieber auf.“

Von Frauke Herweg

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