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Ausbildung bestimmt Feuerwehrzuschuss

Neustadt Ausbildung bestimmt Feuerwehrzuschuss

Das Amt Neustadt überarbeitet seine Regeln für die finanzielle Unterstützung der Ortsfeuerwehren. Gemäß der am Montag verabschiedeten neuen Satzung werden ab kommendem Jahr Ausbildungsstunden und Lehrgänge zum Kriterium für die Höhe der Zahlungen.

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Ausbildung zählt: Im Amt Neustadt sind Zuschüsse für die Feuerwehren künftig an die geleisteten Trainingsstunden gebunden.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Das Amt Neustadt reformiert die Verteilung von Zuschüssen an die Feuerwehren. Bei seiner Sitzung am Montag verabschiedete der Amtsausschuss eine entsprechende neue Satzung. Sie sieht unter Umständen deutlich höhere Zahlungen aus dem Amtshaushalt an die einzelnen Feuerwehren vor.

Neben den speziellen monatlichen Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger wie Wehrführer, Jugend- oder Gerätewarte wurden bisher bereits feste jährliche Zuschüsse pro Wehr (2200 Euro) und pro Jugendfeuerwehr (1200 Euro) gezahlt. Inzwischen schätzt man allerdings ein: „Die Gewährung der Zuschüsse entspricht nicht mehr den Anforderungen und sollte reformiert werden.“

Zahlung abhängig von Ausbildungsstunden

Die Amtsverwaltung, Vertreter der Gemeinden und der Feuerwehren verständigten sich darauf, dass die Zahlungen künftig von den jeweils geleisteten Ausbildungsstunden der Aktiven abhängig gemacht werden sollen. „Wir streben eine gerechtere Verteilung der Unterstützung an“, betonte Amtsdirektor Dieter Fuchs auf MAZ-Nachfrage. „Es soll auch die Ausbildungsbereitschaft der Kameraden honoriert werden.“

Die Qualifikation der aktiven Einsatzkräfte hat seit Jahren ständig an Bedeutung gewonnen. Gründe sind beispielsweise die immer komplexere Einsatztechnik (Fahrzeuge, Kommunikationsgeräte, Atemschutz) und die zunehmenden Anforderungen bei technischen Hilfeleistungen. Das Löschen von Bränden ist längst nur noch ein Teilgebiet der Feuerwehrtätigkeit.

Ortsfeuerwehren bekommen Zuschüsse

So soll es mit dem Zuschuss des Amtes Neustadt künftig ablaufen: Sobald ein Aktiver mindestens 30 Ausbildungsstunden geleistet hat, erhält seine Ortsfeuerwehr dafür 30 Euro jährlich. Für weniger gibt es nur 50 Cent pro Stunde. Wenn alle 164 Feuerwehrleute im Amt Neustadt das Ausbildungsminimum erreichen, gäbe es also 4920 Euro. In der Realität wäre es wohl deutlich weniger. Legt man die Ausbildungsstunden des Jahres 2015 zu Grunde, kämen nur 2570 Euro zusammen.

Zusätzlich werden für jedes Mitglied der Jugendfeuerwehr 20 Euro im Jahr an die Ortsfeuerwehren gezahlt. Das entspricht bei aktuell 61 Kindern und Jugendlichen insgesamt 1220 Euro.

Außerdem sollen Prämien für den erfolgreichen Abschluss von Lehrgängen gewährt werden – je nach Art und Dauer zwischen 10 und 100 Euro pro Teilnehmer. Das Amt rechnet mit jährlichen Ausgaben von rund 2300 Euro. Ähnlich will das Amt bei der erfolgreichen Teilnahme an Leistungstests und Wettkämpfen vorgehen, wobei hier zum Teil die komplette teilnehmende Gruppe bedacht wird. Auf welche Gesamtsumme das hinausläuft, ist allerdings noch weitgehend unklar. Über die Verwendung der leistungsabhängigen Zuschüsse entscheiden die einzelnen Wehren eigenständig. Die neue Satzung soll Anfang 2018 in Kraft treten.

Neustädter rückten am häufigsten aus

Auch abseits von Training und Ausbildung haben die Feuerwehren des Amtes gut zu tun. Sie rückten in diesem Jahr bereits zu 39 Einsätzen aus. Am häufigsten waren die Neustädter mit dabei (31-mal). „Wir haben auf jeden Fall eine Steigerung drin“, sagt Amtswehrführer Heino Arndt. „So viele Einsätze hatten wir manchmal in einem ganzen Jahr.“

In Kyritz und Wusterhausen ist die finanzielle Unterstützung der Feuerwehreinheiten nicht Bestandteil der Aufwandsentschädigungssatzung. Sie ist auch nicht an den Ausbildungsaufwand der Aktiven gebunden. Stattdessen werden die Einnahmen aus Feuerwehreinsätzen (Gebühren) zumindest zum Teil an die Wehren weitergeleitet. Mehr Einsätze führen dort damit zu höheren Zuschüssen.

Von Alexander Beckmann

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