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Ausbildungsbeginn verzögert sich

Neuruppin Ausbildungsbeginn verzögert sich

Für zwölf Azubis aus Neuruppin und Umgebung ist die Zukunft ungewiss. Die Schüler hätten am Montag regulär ihre Ausbildung beginnen sollen – hängen nun aber wegen formaler Unstimmigkeiten zwischen dem Arbeitsamt und der Gemeinnützigen Gesellschaft für regionale Sozialentwicklung in der Luft. Beide Seiten sehen den Fehler beim jeweils anderen.

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Sitz der GGS in der Fehrbelliner Straße in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Nach der Berufsvorbereitung direkt in die Ausbildung: Diesen Plan hatten zwölf Jugendliche, die in den vergangenen Monaten eine sogenannte inklusiv begleitete betrieblich-kooperative Berufsausbildung bei der Gemeinnützigen Gesellschaft für regionale Sozialentwicklung (GGS) absolviert haben. Statt jedoch wie geplant nach einem berufsvorbereitenden Jahr am Montag mit ihrer Ausbildung zu beginnen, sind die Schüler mit Eltern und Ausbildern in der Arbeitsagentur Neuruppin zusammengekommen.

Die Schüler haben einen Reha-Status und damit laut Teilhabegesetz Anspruch auf ein persönliches Budget. Dieses soll die Ausbildung behinderter Menschen mit Förderbedarf ermöglichen und stellt sicher, dass die Betriebe ihren Azubis Stützlehrer, Sozialarbeiter oder Berufsbegleiter an die Seite stellen können. Das Problem: Bisher hat die Arbeitsagentur das Budget für die zwölf zukünftigen Azubis blockiert. Solange die Förderung nicht erfolgt, kann die Ausbildung jedoch nicht starten, weil die Betriebe eine ordentliche Ausbildung nicht gewährleisten können.

Unterlagen der GGS nur unzureichend ausgefüllt

Auch Bianka Salzwedel ist am Montag mit ihrem Azubi Matthias März nach Neuruppin gekommen. Der 16-Jährige will in Salzwedels „Hotel Röbler Thor“ in Wittstock eine Ausbildung zum Koch absolvieren. Für den schulischen Teil will Salzwedel über das Förderbudget einen Stützlehrer engagieren – was sich wegen Differenzen zwischen der Arbeitsagentur und der GGS nun aber verzögert. „Die Jugendlichen sind motiviert und wollen die Ausbildung“, sagt Salzwedel.

Nach ihrem Gespräch mit einem zuständigen Sachbearbeiter macht sich Ernüchterung breit. „Es ist wie erwartet, das Schreiben der GGS ist nicht ausreichend“, erzählt die Hotelchefin.

Welche Angaben bei den Förderanträgen konkret fehlen, erläutert Melanie Speck, Sprecherin der Arbeitsagentur: „Wir benötigen unter anderem Qualifikationsnachweise des beauftragten Personals, außerdem Angaben zum Betreuungsschlüssel der GGS. Auch muss eine Kostenkalkulation vorgelegt werden, anhand derer wir die Höhe des persönlichen Budgets bestimmen können.“ Im Juni sei ein erstes Gespräch mit der GGS geführt worden, um die gegenseitigen Erwartungen zu klären. Ein weiteres Gespräch sei der GGS jetzt angeboten worden.

Leidtragende sind Azubis und Unternehmen

Die GGS ihrerseits sagt, dass sie eine genaue Personalplanung erst vornehmen könne, wenn sie von der Arbeitsagentur die Zusage über den Förderbetrag und dessen Höhe habe. GGS-Koordinator Dietrich Sander bedauert, dass die formalen Probleme nun auf dem Rücken der Azubis und der Betriebe ausgetragen werden.

Bianka Salzwedel hofft jetzt auf eine schnelle Reaktion der GGS – will aber nebenbei auch nach anderen Möglichkeiten schauen, Matthias’ Ausbildung schnell beginnen zu lassen. „Vielleicht kann ich über andere Förderungen einen freiberuflichen Stützlehrer anstellen“, sagt sie.

Von Josephine Mühln

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