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Ostprignitz-Ruppin Ausbildungstag der Jugendfeuerwehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ausbildungstag der Jugendfeuerwehr
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00:16 10.08.2016
Der Feuerwehrnachwuchs wurde nicht nur in der Techniklehre unterwiesen, . . . Quelle: Wagener
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Wittstock

Aus dem Smartphone klingt „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees, aber niemand tanzt. Denn hier soll vor allem etwas gelernt werden – nämlich die richtige Herzdruckmassage. Nach und nach versuchen sich die Kinder an einer Puppe, nachdem Rettungsassistent und Feuerwehrkamerad Sven Käther ihnen den richtigen Druckpunkt zwischen den Brustwarzen gezeigt hatte. Und dann können die Bee Gees womöglich tatsächlich Leben retten, „denn der Takt von „Stayin’ Alive“ ist ziemlich genau auch der richtige Rhythmus für eine Herzdruckmassage“, sagt Käther.

. . . sondern auch in wichtigen Lektionen der Ersten Hilfe nach beispielsweise einem Motorradunfall ... Quelle: Wagener

Der kleine Exkurs in Erster Hilfe war am Sonnabend Bestandteil der Ganztagsausbildung für die Mitglieder der Wittstocker Jugendfeuerwehr. Fünf Kinder – drei Jungen und zwei Mädchen – beteiligten sich daran. Insgesamt habe die Jugendfeuerwehr 35 Mitglieder, sagt Stadtjugendfeuerwehrwartin Jennifer Dürkoop. Sechs Kinder hatten sich angemeldet, eines wieder abgesagt. Angeleitet wurde der Feuerwehrnachwuchs außer von Sven Käther und Jennifer Dürkoop auch von den weiteren Jugendwarten Kevin Schmidt, Oliver Gebert und Silvio Hartwig. Geübt wurde zudem, wie nach einem Motorradunfall der Helm richtig vom Kopf des Verletzten abgenommen werden sollte. Dabei gebe es die Einhelfer- und die Zweihelfermethode.

Löschangriff auf dem Bleichwall

Leichter ist es mit zwei Helfern. Denn dann kann einer den Kopf stützen, während der andere die Handflächen vorsichtig zwischen Gesicht und Helminnenseite schiebt, den Nacken stützt und den Helm Stück für Stück nach oben schiebt. Gar nicht so einfach, wie sich am praktischen Beispiel zeigte. Darüber hinaus lernten die Kinder in der Fahrzeughalle, wie ein Verletzter möglichst schonend auf eine Trage geschoben und dort fixiert werden kann. Gegen Mittag ging es dann auf dem Bleichwall weiter. Dort lernten die Kinder unter anderem, wie eine Schaumkanone funktioniert, ein Löschangriff vonstatten geht, ein Unfallfahrzeug mit Holzblöcken und Keilen stabilisiert oder auch, wie eine Unfallstelle mit Warnkegeln gesichert wird.

Für Hans Ryrko aus Rossow steht fest, dass er später zur aktiven Truppe gehören möchte. Schon jetzt bescheinigen ihm die Ausbilder einen guten Wissensstand. Seine Schwester Helen und ihre Freunddin Lena Rex sind sich da noch nicht so sicher. Lena möchte einmal Ärztin werden, Helen Tierärztin.

. . . oder auch dem Rhythmus für die Herzdruckmassage. Quelle: Wagener

Die Nachwuchsgewinnung für die Wittstocker Feuerwehr fängt schon früh an. Für Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren gibt es die Floriangruppe. Ihr gehören zurzeit zehn kleine Feuerwehrleute an. „Wir haben sogar eine Warteliste“, sagt Jennifer Dürkoop. Die Angehörigen der Jugendfeuerwehr sind in zwei Altersgruppen geteilt – von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Jahren. Ab dem 5. September finden die Ausbildungen für den gesamten Nachwuchs – Floriangruppe und Jugendfeuerwehr – jeweils montags statt. Die Floriangruppe kommt im zweiwöchigen Rhythmus am Gerätehaus zusammen, die Jugendfeuerwehrgruppen jede Woche. Neben der Ausbildung kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz. So wurde am Sonnabend gegrillt, und es gab Snacks und Getränke für Zwischendurch – schließlich sind ja Ferien.

Von Björn Wagener

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