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Ausgezeichnete Ausbildung in Strubensee

IHK prämiert Haus Schönbirken Ausgezeichnete Ausbildung in Strubensee

Seit 15 Jahren werden im Haus Schönbirken ehemals drogenabhängige Jugendliche zum Koch ausgebildet. Dafür, dass bislang 100 Prozent der Prüflinge bestanden haben, wurde der Betrieb nun ausgezeichnet. Ausbilder Volker Tabatt – von Anfang an dabei – ist stolz auf die Anerkennung.

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IHK-Präsidentin Beate Fernengel überreichte die Auszeichnung an das Team des Haus Schönbirken.

Quelle: Mischa Karth

Strubensee. Das Haus Schönbirken ist am Donnerstag von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam für seine vorbildliche Ausbildung junger Köche ausgezeichnet worden. Damit darf sich die Einrichtung, die ehemals Drogenabhängigen eine berufliche Perspektive bietet, als eines von sechs Unternehmen in Westbrandenburg in diesem Jahr „Top-Ausbildungsbetrieb“ nennen. „Für uns ist es ein Weg, den Unternehmen zu danken, die die Ausbildung in Brandenburg möglich machen“, sagte Wolfgang Spieß, IHK-Bereichsleiter für Bildung.

Chefkoch und Ausbilder Volker Tabatt, der in 15 Jahren 15 Jugendliche zur erfolgreichen Prüfung geführt hat, nahm die Auszeichnung stolz entgegen. Ein Grund für die Bestehensquote von 100 Prozent bei den Azubis sei, dass der Verein Tannenhof Berlin-Brandenburg als Träger voll hinter der Ausbildung stehe. Außerdem habe man eine Küche, „die top dafür ausgestattet ist“, so Tabatt. Nicht zuletzt müsse man als Ausbilder auch ein bisschen verrückt sein – gerade in einer Branche, „die nicht so rosig ist.“ Orientieren dürfe man sich nicht an den Fernsehköchen, sondern am „guten Mittelmaß“. Dazu sei viel Einsatz auch neben dem Alltagsgeschäft nötig.

Zusammen mit dem Chef freuten sich Jungkoch Pascal Rosenberg (21) aus Gutengermendorf (Oberhavel) und der Auszubildende Benjamin Horn (19) aus Lychen (Uckermark). „Aktuell haben wir wieder in jedem Jahr einen Azubi, darunter eine Dame im ersten Lehrjahr“, sagte Tabatt. Zugleich werde es auch im Haus Schönbirken schwieriger, junge Menschen zu finden, die bereit seien, die harte Arbeit des Kochs aufzunehmen. Tabatt appellierte auch an die IHK, an den Rahmenbedingungen – vor allem in Sachen Bezahlung – mitzuschrauben.

Von Mischa Karth

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