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Ostprignitz-Ruppin Ausnahme: Lions und Rotarier dürfen werben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ausnahme: Lions und Rotarier dürfen werben
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00:17 18.07.2016
Auch an den Ortseingängen von Neuruppin dürfen der Rotary Club, der Lions Club und der Lions Club „Effi Briest“ jetzt Schilder aufstellen. In anderen Städten stehen solche Schilder schon lange. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Der Neuruppiner Lions Club, der Lions Club „Effi Briest“ und der Rotary Club bekommen das exklusive Recht, an den Ortseingängen von Neuruppin für sich zu werben. Nach langer Diskussion haben die Stadtverordneten jetzt beschlossen, dass die drei Serviceclubs unter den offiziellen Willkommensschildern der Stadt eigene Tafeln anbringen dürfen, um darauf hinzuweisen, dass es in der Fontanestadt Lions- und Rotary-Mitglieder gibt.

Eigentlich sind solche Hinweistafeln in Neuruppin untersagt. Die Werbesatzung der Stadt macht strenge Vorgaben, wer wo und in welcher Form für sein Anliegen werben darf. Damit die Lions und die Rotarier auf ihre Clubs aufmerksam machen können, brauchten sie grünes Licht der Stadtverordneten.

Die Clubs müssen alle Kosten selbst tragen

Die Kosten für die Werbetafeln tragen die Clubs selbst. Sie hatten Neuruppin sogar 3000 Euro für Unterhalt und Pflege angeboten. Trotzdem war die Erlaubnis umstritten. Der Bauausschuss war zwar dafür, der Hauptausschuss lehnte das Anliegen aber ab.

In der Stadtverordnetenversammlung warb Bürgermeister Jens-Peter Golde noch einmal intensiv für die Idee. Golde ist selbst Lions-Mitglied und erhofft sich von den Schildern einen gewissen Werbeeffekt für die Stadt. Lions und Rotary Clubs gibt es weltweit, die Organisationen haben Millionen Mitglieder, die soziale, kulturelle und gemeinnützige Projekt in aller Welt unterstützen. Wer sieht, dass er in der Fontanestadt Gleichgesinnte findet, entscheidet sich vielleicht zu einem Besuch in der Stadt, obwohl er den so gar nicht geplant hatte, so Golde.

Warum dürfen andere Vereine nicht auch werben?

Einige Stadtverordnete blieben skeptisch: Warum sollen ausgerechnet diese drei Clubs werben dürfen? Müsste man dieses Recht dann nicht auch andere Vereinen einräumen, fragte etwa Klaus-Dieter Miesbauer (SPD). Seine Fraktionskollegin Hannelore Gußmann widersprach: „Ich finde, dass man diesen Vergleich gar nicht erst anstellen sollte.“ Lions und Rotarier arbeiteten selbstlos und seien schon deshalb mit anderen Vereinen nicht gleichzusetzen.

Die Abgeordneten stimmte schließlich für die Schilder. Unter einer Maßgabe, die Paul Schmudlach (Linke) formuliert hat: Die Clubs müssen auf Dauer für den Unterhalt ihrer Schilder aufkommen, der Stadt dürfen keinerlei Kosten entstehen. Die angebotenen 3000 Euro dafür lehnten die Neuruppiner Stadtverordneten ab.

Von Reyk Grunow

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