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Ostprignitz-Ruppin Im März soll der Aussichtsturm stehen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Im März soll der Aussichtsturm stehen
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17:50 23.01.2019
So wird vermutlich der Naturbeobachtungsturm am Sielmannhügel in der Kyritz-Ruppiner Heide aussehen. Er ist knapp 15 Meter hoch und soll eine gute Sicht über die Heide bieten. Quelle: Quelle: IB Miebach; Fotomontage: Landkreis OPR, Sebastian Buss
Neuruppin

Bis Ende März soll der rund 15 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Sielmannhügel in der Kyritz-Ruppiner Heide stehen. „Ich hoffe, dass wir sogar noch etwas schneller sind“, sagte Daniel Renz am Dienstag. Renz ist Bauleiter der Firma Schaffitzel in Sulzdorf (Baden-Württemberg), die den Turm errichten wird.

Firma aus Baden Württemberg baut den Turm

Das mehr als 100 Jahre alte Familienunternehmen hat Erfahrungen mit solchen Projekten. 2008 hat es für die Gemeinde Rechberghausen (Baden-Württemberg) einen ähnlichen, zwölf Meter hohen Turm errichtet, der auf dem ersten Blick einem Getreidesilo oder einem römischen Wachturm gleicht. Die Gemeinde ist stolz auf ihren Aussichtsturm, den sie Luftikus genannt hat. Mehrfach wurde er für seine Gestaltung ausgezeichnet. Denn die Holzverkleidung des Turms öffnet sich nach oben hin und lässt ihn dadurch zur Kuppe hin transparent erscheinen.

So ähnlich wird in wenigen Wochen auch der Aussichtsturm in der Kyritz-Ruppiner Heide aussehen. Die Arbeiten dafür haben in der vergangenen Woche mit dem Ausheben der Baugrube begonnen. Mit vor Ort war auch der Kampfmittelräumdienst – die Sprengexperten sollten sofort eingreifen können, wenn bei den Erdarbeiten, die eine Firma aus Wusterhausen übernommen hatte, Munition entdeckt wird. Das sei aber nicht der Fall gewesen, sagte Daniel Renz.

Fundament am Sielmannhügel

Der Bauleiter hofft, dass in der nächsten Woche das Fundament für den Aussichtsturm am Sielmannhügel gesetzt werden kann. Das war zwar eigentlich bereits für diese Woche geplant. Aber wegen des Frostes mussten die Arbeiten kurzerhand verschoben werden.

Keinen Einfluss hat das Wetter indes auf das Vormontieren des Turmes. Das wird derzeit bereits in Süddeutschland vorbereitet. Demnach sollen vier der insgesamt acht Seitenflächen des Turmes schon vormontiert werden. Die eigentliche Montage in der Heide soll dann maximal drei Wochen dauern, so Daniel Renz. Die Seitenflächen erhalten dann noch die Art Vorhang aus Brettlamellen, der den Turm so luftig aussehen lässt.

Besucher auf dem Bombodrom

Froh darüber, dass die Arbeiten beginnen, ist die Sielmann-Stiftung, die etwa 4000 Hektar im südlichen Bereich des einstigen Truppenübungsplatzes betreut – einst als Bombodrom bekannt. „Der elegante hölzerne Turm wird Besuchern demnächst einen außergewöhnlichen Rundblick über die riesige Heidefläche bieten“, sagt Elisabeth Fleisch von der Stiftung. Kein Dach werde den Ausblick versperren, so dass auch Sternengucker freie Sicht auf den Nachthimmel haben werden.

Nicht barrierefrei

Einziges Manko: Der Turm ist nicht barrierefrei. Zwar hatte es dafür einen Vorschlag von Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde gegeben, der auch prämiert worden war. Doch die Kosten für diese Variante waren einfach zu hoch.

Auch die Kosten für den jetzigen Turm liegen mit rund 250 000 Euro höher als gedacht. Grund: Der Kreis hatte die Ausschreibung wiederholen müssen, da sich für 215 000 Euro keine Firma fand. Das Land fördert den Turm mit rund 190.000 Euro, der Kreis ist mit rund 50.000 Euro dabei.

Von Andreas Vogel

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