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Ausstellung „Abenteuer Farbe“ eröffnet

Koppenbrück Ausstellung „Abenteuer Farbe“ eröffnet

44 Arbeiten von Ute König sind in einer neuen Ausstellung zu sehen, die am Sonnabend in Koppenbrück (Amt Neustadt) eröffnet worden ist. „Abenteuer Farbe“ lautet der Titel der Exposition in der „Galerie im Grünen“. Ute König malt ihre Bilder fast ausschließlich in der freien Natur. „Ich brauche die Atmosphäre“, sagt sie.

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Ute König (rechts) zeigt ihre Bilder in einer neuen Ausstellung in Koppenbrück.

Quelle: Renate Zunke

Koppenbrück. Eine Autokarawane bewegte sich am Sonnabendnachmittag in Richtung Koppenbrück. In der beschaulichen Wiesenstraße des Ortes wurden dann die Parkmöglichkeiten immer knapper. Anziehungspunkt war die „Galerie im Grünen“ von Ute König. Sie eröffnete im Jahr 2012 diesen Ort der Kunst, entstanden aus einem ehemaligen Stall inmitten der Wiesen. Dessen nun ausgebauter Heuboden bietet viel Platz und Licht, um Bilder auszustellen.

44 ihrer jüngsten Werke präsentierte die Neustädterin am Sonnabend den zahlreichen Kunstinteressierten, und die zeigten sich sehr beeindruckt. „Deine Bilder sind ein Traum“, schrieb Helga Hinz aus Kyritz ins Besucherbuch. Und das will etwas heißen. Immerhin kommen diese Worte von einer Frau, die einen Namen in der einheimischen Kunstszene hat. Sie malt selbst und gibt Kurse in Sachen Malerei.

Ein milder Schleier lag über der Havel

Ute König malt seit ihrer Schulzeit, angeleitet von ihrer einstigen Kunsterzieherin Reinhilde Dech. Beide Frauen inspirierten sich auch später gegenseitig. Doch Ute König ist immer konsequent ihren eigenen künstlerischen Weg gegangen. Sie malt fast ausschließlich in der freien Natur. „Ich brauche die Atmosphäre“, sagt sie. „Sanfte Havel“ hat sie zum Beispiel eines ihrer Bilder genannt, das versinnbildlicht, wie Atmosphäre eingefangen wurde. Ute König erinnert sich noch genau an den Augenblick: „Es war Oktober. Alles war so dunstig, ein milder Schleier lag über der Havel. Trotzdem schien die Sonne. Es war eine wunderschöne Stimmung, als dieses Bild entstand.“

Sowieso findet die Malerin viele ihrer Motive in der unmittelbaren Umgebung und meint: „Das Wasser in unserer Landschaft ist einfach inspirierend.“ Architektur lässt sich viel besser darstellen, wenn man sie nicht von einem Foto abmalt, ist sich Ute König ebenfalls sicher. So würde man die Perspektiven besser erkennen.

Der „Kings Canyon“ in Australien war ein Motiv in Australien

Der „Kings Canyon“ in Australien war ein Motiv in Australien.

Quelle: Renate Zunke

Diese Arbeitsweise hat sie auch bei ihren Skizzen aus Australien praktiziert. Hier war sie vor zwei Jahren in einem Wohnwagen unterwegs – mit Schwester Elke, einer Neuruppinerin, und Bruder Eckhard, der seit 25 Jahren in Australien lebt. Mit von der Partie waren die jeweiligen Ehepartner. „Zu sechst waren wir unterwegs, und die Frau meines Bruders, eine Australierin, führte uns zu den schönsten Orten“, berichtet Ute König. Die dann mit Marmormehl gemalten Bilder hängen nun in der Ausstellung und fanden am Sonnabend viele Bewunderer.

Die jüngsten Bilder der Ausstellung entstanden vor 14 Tagen in Gülpe im Havelland. Hier besucht Ute König oft Malkurse der freischaffenden Künstlerin Jordis Hammer und tauscht sich mit anderen Malfreunden aus. Techniken zu vervollkommnen, sich in der Malerei weiterzuentwickeln, das ist der selbstkritischen Frau, die beruflich als Unternehmerin tätig ist, sehr wichtig.

Studienreise nach Prag

So hat sie in der letzten Maiwoche dieses Jahres eine Studienreise nach Prag unternommen. Hier nahm sie an einem Lehrgang des anerkannten Aquarellmalers Alvaro Castagnet teil. Danach reiste sie mit der Schwester nach Hiddensee. Sie sagt: „Auf der Insel konnte ich gleich umsetzen, was ich in Prag aufgenommen habe.“ Auch diese Bilder finden sich nun in der „Galerie im Grünen“.

Nicht ohne Grund hat Ute König die Exposition in Koppenbrück „Abenteuer Farbe“ genannt. „Bilder, mit Marmormehl gemalt, sind ein Abenteuer“, weiß die Künstlerin. „Du machst es rüber, wäscht es wieder ab, manchmal bis zu zehn Schichten. Dann kommt der Aha-Effekt.“ Ganz bewusst gestaltete sie die Ansichten von Dresden und der Neustädter Kreuzkirche in dieser Technik nicht farbig. „Die Bilder sollten nicht zu kitschig aussehen“, erklärt sie. Sie wirken besonders eindrucksvoll auf den Betrachter und lenken gerade wegen ihrer Einfarbigkeit auf das Wesentliche.

Die Ausstellung „Abenteuer Farbe“ mit Bildern von Ute König kann noch an den zwei kommenden Sonnabenden (9. und 16. Juli) besichtigt werden. Dann ist die Galerie im Koppenbrücker Wiesenweg 7 von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Wer die Galerie im Grünen in ­Koppenbrück ­außerhalb dieser Öffnungszeiten besichtigen möchte, kann sich unter Tel.  033970/1 38 16 in der Zeit von 8 bis 18 Uhr bei Ute König melden.

Diese Ansicht (Ausschnitt) der Neustädter Kreuzkirche fand viele Bewunderer

Diese Ansicht (Ausschnitt) der Neustädter Kreuzkirche fand viele Bewunderer.

Quelle: Renate Zunke

Von Renate Zunke

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