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Ausstellung über Gas und Strom

Wittstock Ausstellung über Gas und Strom

Mit 300 Exponaten bieten die Museen Alte Bischofsburg in ihrer neuen Sonderausstellung „Lichtblicke“ einen Rückblick auf die frühen Zeiten der Elektrifizierung und der frühen Nutzung von Stadt- und Erdgas. Die meisten stellte der Perleberger Sammler Roberto Bölter zur Verfügung, das Museum ergänzte mit Eigenem und zeitgenössischen Fotos.

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Roberto Bölter erklärt den Gasriecher in der Ausstellung zum Erd- und Stadtgas.

Quelle: Claudia Bihler

Wittstock. Eigentlich wäre es eine Gaslaterne gewesen, die der stellvertretende Ostprignitz-Ruppiner Landrat Werner Nüse entzündet hätte. Doch weil das der Leiterin der Museen Alte Bischofsburg, Antje Zeiger, dann am Mittwochabend vor mehr als 100 Gästen zu gefährlich war, waren es „nur“ Petroleumlampen, die für einen Blick aufs Licht anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Lichtblicke“ sorgten.

Das tat dem Interesse der Gäste an der Ausstellung mit rund 300 Exponaten aus dem Fundus des Perleberger Sammlers Roberto Bölter und dem des Wittstocker Museums jedoch keinen Abbruch. Nüse hielt den Eröffnungsvortrag. „Erst bei vollständiger Dunkelheit wurden die Lampen in den frühen Jahren der Gasversorgung in den Häusern entzündet“, begann er seine Einleitungsrede, die die Gäste durch die Geschichte von der frühen öffentlichen Energieversorgung bis zu den heutigen Tagen führte.

Die Herstellung von Stadtgas aus Holz oder Kohle beschrieb er ebenso wie die Straßenbeleuchtung in Wittstock: Hatte es 1950 lediglich 19 Straßenlaternen gegeben, die als „Leitlichter“ aufgestellt waren, gibt es heute 1700 Lichter allein in der Wittstocker Innenstadt. Antje Zeiger ergänzte: „Die Wittstocker standen früher buchstäblich im Dunkeln.“

 Werner Nüse sorgt für einen Lichtblick zur Ausstellungseröffnung

Werner Nüse sorgt für einen Lichtblick zur Ausstellungseröffnung.

Quelle: Claudia Bihler

Zu hören gab es viel Wissenswertes, etwa zum Patent-Rennen rund um die Glühlampe. An dem hatten sich Erfinder aus vielen Staaten beteiligt, bevor es schließlich der amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison für sich entscheiden konnte.

Dann lud das Museum in die Ausstellung, zu der der Sammler Roberto Bölter gerne Auskunft gab. Er stellt nicht zum ersten Mal im Wittstocker Museum aus. Schon vor einigen Jahren zeigte er Stücke aus seinem offenbar unerschöpflichen Fundus bei der Ausstellung „Kienspan und Karbid. Bölter: „Das ist ja mein eigentliches Sammelgebiet.“ Neben all dem anderen, das er in nunmehr 40 Jahren Sammelleidenschaft zusammengetragen hat. Auch diesmal zeigte Bölter einige Teile aus der „Vorzeit“: Petroleum- und Spirituslampen sowie Gefäße.

Der Erdgasbereich ist aber eine weitere Sammelleidenschaft des Perlebergers. Er plant dazu auch eine Buchveröffentlichung. Über großvolumige Zähler bis zum einfach konstruierten, dafür aber kunstvoll verzierten Gasheizkörper lässt Bölter die Besucher staunen. Für Ältere gaben die Exponate Anlass zu Erinnerungen. Bölters eigene Lieblingsstücke sind die Gaslampen, die keinen Glühfaden wie ihre elektrischen Gegenstücke aufwiesen, sondern über einen Glühstrumpf zum Leuchten gebracht wurden.

Oder auch der gasbetriebene Zigarrenanzünder einer Gaststätte, an dem die Herren in der Vergangenheit erst die Spitzen ihrer Havannas schneiden und sie dann auch gleich entzünden konnten.

 Der historische Friseursalon war ein Besuchermagnet

Der historische Friseursalon war ein Besuchermagnet.

Quelle: Claudia Bihler

Ein schweres Kohlebügeleisen ist ausgestellt, das elektrische Pendant ist bereits wesentlich leichter. Ein Instrument hat sich jedoch von der Petroleumzeit bis zur frühen Elektrifizierung kaum verändert: Die Brennscheren, mit denen sich modebewusste Damen über die Jahrhunderte Locken brennen ließen.

Wie bei vielen anderen Gegenständen zeigt die Ausstellung dabei die technische Entwicklung anhand von Exponaten, ergänzt werden diese mit zeitgenössischen Fotografien ihrer Anwendungsumgebung.

Geöffnet ist die Ausstellung noch bis zum 25. September zu den gewohnten Öffnungszeiten des Wittstocker Museums.

Von Claudia Bihler

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