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Ausstellung zur Stadtgeschichte

Neuruppin Ausstellung zur Stadtgeschichte

Das Hortgebäude in Gildenhall ist ein historischer Schauplatz: in ihm befand sich einst das Atelier von Hans Lehmann-Borges, der zur Kunsthandwerker-Genossenschaft gehörte, die Anfang der 1920er Jahre in Gildenhall gegründet wurde. Für die Ausstellung „Handwerk zwischen gestern und übermorgen“, die am 24. Juli startet, ist daher ganz bewusst dieser Ort gewählt.

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Hendrik Schink, Mario Zetzsche (M.) und Cornelia Lambriev-Soost bereiten die Ausstellung in Gildenhall vor.

Quelle: Vogel

Neuruppin. An ein wichtiges Kapitel der Neuruppiner Stadtgeschichte soll ab 24. Juli mit einer Ausstellung an einem ungewöhnlichen Ort gedacht werden – dem Hort am See in Gildenhall.

„Wir wollten unbedingt an einen Originalschauplatz“, sagte gestern die freie Kulturmanagerin Cornelia Lambriev-Soost. Das Hortgebäude ist ein Originalschauplatz: Die Räume waren einst das Atelier von Hans Lehmann-Borges (1879 – 1945). Der Bildhauer gehörte zur Kunsthandwerker-Genossenschaft, die sich Anfang der 1920er Jahre in Gildenhall gründete und die nach den Prinzipien des Bauhauses und des Deutschen Werkbundes arbeitete. Dabei ging es darum, die gewerbliche Arbeit und die Kunst mitein­ander zu verknüpfen.

„Das war ein unglaublich spannender Prozess“, sagte Lambriev-Soost. Denn die Idee wurde zunächst kritisch beäugt. Anerkannt wurde sie erst, als auch Aufträge bei Handwerkern in der Region blieben, sagte Mario Zetzsche, Kulturmanager im Neuruppiner Rathaus. Mehrere Zeugnisse künden noch heute davon, wie das Sparkassengebäude sowie die Feuerwache in der Schinkelstraße oder die große Villa in der Bahnhofstraße aussahen, die einst als Sitz der SED-Kreisleitung, später als Arbeitsamt genutzt wurde und in der nun das Diakonische Werk Wohnungen für Senioren und eine Tagespflege errichten will.

Fünf Wochen will die Ausstellung „Handwerk zwischen gestern und übermorgen“ im Hort in Gildenhall an die Künstlerkolonie am Rande von Neuruppin erinnern. Etwa 80 Prozent der Ausstellungsstücke stammen dabei aus Privatbesitz, die erstmals öffentlich gezeigt werden, sagte der Keramiker Hendrik Schink. Der Rheinsberger gehört neben Lambriev-Soost und Zetzsche zu den Organisatoren der Schau.

Zusätzlich sind vier Stelen auf dem Schulplatz geplant, die auf weitere Beispiele der damaligen Handwerkskunst verweisen: etwa die als Reformschule errichtete Schule am Weinberg in Alt Ruppin oder Gebäude in der Blumenstraße, die zwischen 1921 und 1925 errichtet wurden. Zur Eröffnung der Ausstellung, die auch von der Initiative Kulturland Brandenburg gefördert wird, hat sich Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) angesagt.

Von Andreas Vogel

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