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Ausstellungseröffnung in der Klosterkirche

Neuruppin Ausstellungseröffnung in der Klosterkirche

Werke des Malers Franz Marc können sich Bewohner und Besucher Neuruppins seit Freitag in der Klosterkirche ansehen. Unter den Ausstellungsobjekten sind Reproduktionen von Zeichnungen, Aquarellen und Postkarten des Künstlers.

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Neuruppins langjähriger Pfarrer, Heinz-Joachim Karau, und Elfi Minke gehörten zu den interessierten Ausstellungsbesuchern.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Die blauen Pferde gehören wohl zu seinen bekanntesten Motiven – sie haben Franz Marc populär gemacht. Für ihn waren Tiere das Sinnbild für eine paradiesische Welt, für das Leben im Einklang mit der Natur.

Am 4. März jährte sich der Todestag des deutschen Malers und Grafikers Franz Marc zum 100. Mal, am 4. März 1916 ist er in der Schlacht bei Verdun in Frankreich gefallen. Aus diesem Anlass zeigt die Evangelische Kirchengemeinde Neuruppin jetzt in der Klosterkirche Kunstdrucke von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen des Künstlers, der am 8. Februar 1880 in München geboren wurde.

Was es genauer mit der Farbe Blau und den Pferden auf sich hat, darüber klärte die Kunsthistorikerin Anita Beloubeck-Hammer die rund 60 Besucher auf, die am Freitagabend zur Vernissage gekommen waren. Dass die Referentin für die Kunst der klassischen Moderne am Berliner Kupferstichkabinett und Autorin zahlreicher Kunstpublikationen sich die Zeit nahm, um zur Ausstellungseröffnung nach Neuruppin zu kommen, freute Pfarrerin Susanne Graap besonders. „Es war nur ein Telefonat nötig und schon bekam ich die Zusage ,ja ich komme’“, sagte sie am Freitag zur Begrüßung der Gäste.

Für die Besucher gab es an diesem Abend einen Rundumschlag in Sachen Kunst. Dabei ging es nicht nur um Expressionismus, Farbharmonien und Primärfarben, sondern auch um das Geistige in der Kunst und das Gefühlsleben des Malers, der nur 36 Jahre alt wurde.

Im Alter von 20 Jahren verspürte der junge Mann eine Berufung zum Maler und begann an der Münchener Akademie zu studieren. Ein Glücksfall für die Nachwelt, denn eigentlich wollte Franz Marc ursprünglich Pfarrer werden.

In Frankreich entdeckte er die Bilder Edouard Manets und Vincent van Goghs, später freundete er sich mit August Macke an und lernte Wassily Kandinsky kennen. Die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Eindrücke und schöne Formen traten nun in den Hintergrund, das innere Gefühlsleben sollte angesprochen werden. Der freie Umgang mit Farbe und Form war den Künstlern wichtig, die Suche nach dem Ursprünglichen begann.

Als Franz Marc die Boheme-Schriftstellerin Else Lasker-Schüler kennenlernt, beginnt eine wundersame Korrespondenz. Er schickt ihr bemalte Postkarten und erhält poetische Briefe und Karten zurück. Sechs dieser Kartengrüße sind nun in der Klosterkirche zu sehen. Zu den Ausstellungsobjekten gehören neben zahlreichen Aquarellen auch Zeichnungen, die im „Skizzenbuch aus dem Felde“ enthalten sind.

Die Vernissage bot nicht nur etwas für die Augen, sondern auch für die Ohren. Das Neuruppiner Streichquartett spielte unter anderem ein Concertino für Cembalo und Streicher. Der 83 Jahre alte Komponist, Lothar Graap, war ebenfalls unter den Gästen.

Hinweis: Am Montag, 4. Juli, um 19.30 Uhr hält Günter Rieger in der Klosterkirche einen Vortrag zu Franz Marc und dem „Blauen Reiter“, am 18. Juli läuft um 20 Uhr ein Dokumentarfilm zu Franz Marc.

Von Cornelia Felsch

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