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Ostprignitz-Ruppin Autobahnmeister rücken dem Eis zu Leibe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Autobahnmeister rücken dem Eis zu Leibe
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02:17 16.01.2016
Auf dem Gelände der Autobahnmeisterei in Wittstock werden die acht Streufahrzeuge im Drei-Stunden-Takt aufgefüllt. Uwe Conrad (links) und sein Team haben sich gut auf den Winter vorbereitet. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Knapp 15 Minuten dauert es, dann ist einer der sechs großen Laster der Autobahnmeisterei Wittstock mit sechseinhalb Tonnen Streusalz beladen. Gemeinsam mit einem weiteren Fahrzeug geht es vom Hof auf die A 19 oder die A 24. „Die Laster fahren versetzt hintereinander und können so die Fahrbahn in einer Breite von knapp elf Metern bestreuen“, erklärt der Leiter der Autobahnmeisterei, Uwe Conrad.

An Bord haben die Streufahrzeuge meist eine Feuchtsalzstreuung mit 30 Prozent Salzlösungszugabe. „Das Feuchtsalz bleibt besser auf der Fahrbahn haften und ist somit weniger dem Wind ausgesetzt“, sagt Conrad. Welches Salz ein welcher Form eingesetzt wird, hänge von der Temperatur ab. Bei zehn Grad Minus könne es mit dem Feuchtsalz auch kritisch für die Ventile der Streumaschine werden.

Seit den ersten Streueinsätzen Mitte November vergangenen Jahres hat die Autobahnmeisterei Conrad zufolge bereits 640 Tonnen Salz verbraucht. In den zwei großen Hallen auf dem Gelände, die nach Bedarf regelmäßig aufgefüllt werden, lagern jeweils 1000 Tonnen Streusalz. „Seit dem harten Winter vor fünf Jahren haben wir nachgerüstet“, berichtet der Meistereileiter. Damals hätten nur 1200 Tonnen zur Verfügung gestanden.

Fahrzeuge im Zwei-Schichtensystem unterwegs

Allgemein zeigt sich Uwe Conrad recht zufrieden mit der Arbeit seiner Mitarbeiter. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt er. Im Herbst seien zehn Kilometer Schneezaun verlegt und die Streusalzlager bereits im Sommer aufgefüllt worden. Geringer Verschleiß an den insgesamt acht Räum- und Streufahrzeugen sowie geringer Krankenstand unter den Mitarbeitern des Winterdienstes stimmen den 56-Jährigen optimistisch, auch den für Ende der Woche angesagten sinkenden Temperaturen in Verbindung mit Schnee- und Schneeregen Herr zu werden.

An seinem Computer können Conrad und seine Mitarbeiter die Messwerte des Deutschen Wetterdienstes sowie eigener Messstationen entlang der Autobahnen auswerten und gegebenenfalls schnell reagieren. Ohnehin solle im Zwei-Schicht-System zwischen 6.30 und 18.30 Uhr versucht werden, die Straßen so sicher wie möglich oder zumindest befahrbar zu halten. „Befahrbar heißt, dass die Straße nicht gesperrt werden muss. Die Fahrbahn muss jedoch nicht schwarz sein“, verweist Conrad auf eine Definition aus seinem Vorschriftenkatalog.

Vorschrift sei auch, dass die beiden Streufahrzeuge so wenig Abstand wie möglich zwischen sich ließen. Das erhöhe zum einen den Streuerfolg und zum anderen erschwere es das Überholen durch andere Autos. „Streufahrzeuge dürfen nicht überholt werden“, gibt Conrad zu bedenken.

Bei extremem Eisregen stoße aber auch der Streudienst an seine Grenzen, das sei aber zuletzt vor fünf Jahren der Fall gewesen. „Nervös werde ich höchstens bei langandauerndem Frost unter minus zehn Grad in Verbindung mit Niederschlägen“, sagt er.

Die Autobahnmeisterei Wittstock

Acht Streu- und Räumfahrzeuge stehen dem Winterdienst der Autobahnmeisterei zur Verfügung.

34 Mitarbeiter, darunter zwei Kfz-Schlosser, arbeiten im Zwei-Schichtensystem der Meisterei. Zehn Mitarbeiter übernehmen jeweils eine Schicht.

Auf 184 Kilometern Autobahn (Hin- und Rückstrecke) streuen die Fahrzeuge. Zwischen Neuruppin-Süd und Suckow auf der A24 und zwischen Wittstock und Belower Wald auf der A19.

Drei Staffeln Räum- und Streufahrzeuge befahren die Streckenabschnitte A19, A24 sowie das Dreieck Wittstock.

Von Christian Bark

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