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Ostprignitz-Ruppin Autorin las über die Mecklenburgische Schweiz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Autorin las über die Mecklenburgische Schweiz
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00:17 20.03.2017
Jutta Schlott las am Donnerstagabend aus ihrem Tagebuch über Wanderungen in Mecklenburg. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Die Schweriner Buchautorin Jutta Schlott ist in Wittstock keine Unbekannte. Schon zu DDR-Zeiten war sie regelmäßig zu Besuch in der Dossestadt und hielt Lesungen, blickte die Leiterin der Wittstocker Bibliothek, Georgia Arndt, am Donnerstagabend zurück. Diesmal war Jutta Schlott für eine Lesung aus ihrem Buch „Zu Fuß durch die Mecklenburgische Schweiz – Blauer Mond September – Ein Tagebuch“ an die Dosse gekommen. Es war ihre erste Teilnahme an der Veranstaltungsreihe „Live um 6“.

Bibliotheksleiterin Georgia Arndt (l.) bedankte sich mit Blümchen. Quelle: Christian Bark

Bevor Jutta Schlott loslegte, geriet sie erstmal ins Schwärmen. „Wittstock ist wirklich eine tolle Stadt zum Leben geworden“, lobte sie die voranschreitende Sanierung der historischen Altstadt. Doch nicht weniger ins Schwärmen konnten die Zuhörer bei ihren Schilderungen über die Erlebnisse in der Mecklenburgischen Schweiz geraten. Freilich waren sie und ihr Mann nicht gänzlich zu Fuß unterwegs gewesen, das autofreie Ehepaar ließ sich auch von Taxifahrern und Regionalzügen kutschieren, trotzdem gehörten kilometerlange Tagesmärsche durch die Natur zum Tagesrhythmus. „Wir gingen niemals, um Kilometer oder Strecke zu machen“, betonte die Autorin jedoch. Zugreisen nach Teterow waren lebensnotwendig, da es rund um ihr Quartier, einem Bootshaus am Malchiner See, keine Einkaufsmöglichkeiten gab. Und wenn, dann mussten sie viel Geduld mitbringen, wie Schlotts Szene eines stundenlangen Wartens auf einen mobilen Laden zeigte.

Veranstaltungsreihe „Live um 6“

Seit Januar 2016 gibt es die Lesereihe „Live um 6“ in der Wittstocker Bibliothek. Sie gilt als Ergänzung zu den Veranstaltungsreihen „Grüner Salon“ und „Literaturcafé“.

Im Fokus der Lesereihe stehen Sachthemen. Termin ist einmal im Monat an einem Donnerstag ab 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Dafür begab sich die Autorin mit ihrem Mann auf Entdeckungstour im südlichen Mecklenburg, beobachtet Milane, Kühe und die schier endlose Weite der Landschaft. Dort wirkten Menschenbauten fast wie zufällig und kurzfristig ins Bild gesetzt, beschrieb sie ihre Eindrücke. Dabei machte sie sich auch Gedanken über eine Verbesserung der Lage in der dünn besiedelten Region. So schlug sie vor, aus den Resten des Schlosses Remplin bei Malchin wieder eine Begegnungsstätte für Kultur zu machen. Das Gebäude zu sanieren, ohne dem Phantom historischer Authentizität hinterherzujagen.

Jutta Schlott signierte nach der Lesung ihre Bücher für die Wittstocker Besucher Quelle: Christian Bark

Schlott schrieb autobiografisch aus der Ich-Perspektive. „Deswegen kommt das auch so authentisch rüber“, lobte Zuhörer Martin Schäfer die Autorin. Im Gespräch mit dem Publikum kam Jutta Schlott auf ihre Anfänge als Kinderbuchautorin in der DDR-Zeit sowie auf künftige Buchprojekte zu sprechen. So sei ein weiteres Werk auf den Spuren des Malers Pablo Picasso geplant. Dieses soll auf ihrem 2009 erschienen Reisetagebuch „Spaniens Himmel“ aufbauen und sich den Jugendjahren des Künstlers sowie der Vergangenheitsreise der Autorin widmen.

Am Donnerstag, 27. April, wird in der Reihe „Live um 6“ der Freyensteiner Autor Carl-Heinz Scharpegge aus seiner Romanreihe „Korrektur eines Eides – Irren ist menschlich“ lesen.

Von Christian Bark

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