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Ostprignitz-Ruppin Awo-Seniorenzentrum öffnet die Türen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Awo-Seniorenzentrum öffnet die Türen
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00:17 10.05.2017
Brunhilde Seelig fühlt sich sehr wohl im Seniorenheim. Ihr ist, als wäre sie täglich in der Kur. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

„Hier komme ich mir so vor, als wäre ich ewig zur Kur“, sagt Brunhilde Seelig. Drei Jahre wohnt die fast 96-Jährige im Awo-Seniorenzentrum „An der Dosse“ in Wittstock – bereut hat sie diesen Schritt nie. Beim Tag der offenen Tür am Sonnabend stand sie gerne Rede und Antwort über ihr Leben im neuen Zuhause.

Anja Schönfeld,Gundula Heidenreich, und Monika Boldt (v. l.) vertiefen sich in das plattdeutsche Wörterbuch für die Pflege. Quelle: Christamaria Ruch

Alle zwei Jahre öffnet die Einrichtung ihre Türen. 65 Mitarbeiter sorgen sich um 82 Bewohner im stationären Bereich und zwölf Gäste in der Tagespflege. „Wir möchten vor allem den Tagesablauf vorstellen und damit zeigen, wie es bei uns abläuft“, sagte Gundula Heidenreich. Sie ist seit einem Jahr Betriebsleiterin, kennt das Seniorenzentrum aber schon viel länger: 24 Jahre war Heidenreich Pflegedienstleiterin. Das Seniorenzentrum gab am Sonnabend den Gästen eine Visitenkarte ab. Dabei verwandelte sich der Speise- und Mehrzweckraum in einen Parcours aus Angeboten.

Plattdeutsch gehört zum Pflegealltag

Monika Boldt, Mitarbeiterin der Tagespflege, spielte Gitarre und sang mit den Senioren plattdeutsche und andere Lieder. Auch Brunhilde Seelig und die 92-jährige Käthe Fischer sangen mit. Käthe Fischer wohnt seit 2016 im Seniorenzentrum. Monika Boldt gehört zu den vier Mitarbeitern, die beim Wittstocker Projekt „Platt in der Pflege“ die Schulbank drückten.

Die 92-jährge Käthe Fischer wohnt seit 2016 im Seniorenzentrum. Quelle: Christamaria Ruch

Schon seit mehreren Jahren sprechen sie Platt im Alltag des Seniorenzentrums. Seit einem Monat liegt das druckfrische plattdeutsche Wörterbuch mit Begleit-CD vor. „Wir haben uns natürlich die CD und das Heft geholt und das plattdeutsche Gespräch mit den Bewohnern läuft wunderbar“, so Monika Boldt. Sie baut diese plattdeutschen Passagen wie beiläufig in den Tagesablauf ein. „Damit locken wir die Senioren gut aus der Reserve und sehen, wie es ihnen damit gut geht.“ Auch Brunhilde Seelig gehört zu den Plattsprechern: „Das ist großartig, ich hätte nicht gedacht, dass ich hier mal platt sprechen kann.“

Hilfe von fünf Ehrenamtlichen

Drei Mitarbeiter der Ehrenamtsagentur, einer Tochtergesellschaft im Awo-Bezirksverband Potsdam, stellten ebenfalls ihre Angebote vor. „Fünf Ehrenamtliche sind derzeit bei uns tätig“, sagte Gundula Heidenreich. „Die Ehrenamtlichen sind das i-Tüpfelchen im Alltag, denn sie übernehmen Aufgaben, für die sonst wenig Zeit ist“, sagte Kristiane Förster, Ehrenamtskoordinatorin aus Potsdam.

Dazu zählen etwa Vorlesen, Basteln oder begleitete Spaziergänge. Laura Schuldt gehört mit 16 Jahren zum Berufsnachwuchs im Seniorenzentrum. Sie erlernt den Beruf der Altenpflegerin: „Das ist mein Wunschberuf, hier habe ich auch Schülerpraktika absolviert.“ Auch am Stand der Tagespflege oder eines Sanitätshauses konnten sich die Besucher informieren.

Mitarbeiter der Awo-Ehrenamtsagentur stellten ihre Bereiche vor. Quelle: Christamaria Ruch

Von Christamaria Ruch

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