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Awo richtet in Kyritz Kleiderkammer ein

Hilfe für Flüchtlinge Awo richtet in Kyritz Kleiderkammer ein

Die in der Region untergebrachten Flüchtlinge sind nun in Sicherheit und haben ein Dach über dem Kopf. Jedoch fehlt es vielen von ihnen an wärmender Winterbekleidung. Die Arbeiterwohlfahrt in Kyritz hat sich dieser Problematik angenommen und richtet in der Mühlenstraße 8 eine Kleiderkammer ein.

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In der Mühlenstraße 8 will die Awo ihre Kleiderkammer einrichten. Quelle: André Reichel

Kyritz. Trotz klirrender Kälte kamen am Montagabend wieder rund zwei Dutzend Bürger auf den ­Kyritzer Marktplatz, um für den Frieden zu demonstrieren. Die sechs in der Knatterstadt in der Straße der Jugend wohnenden syrischen Flüchtlinge, die sonst auch mit dabei waren, kamen diesmal nicht, denn ihnen fehlt es an warmer Winterkleidung.

Künftig will man sich neben den Montagsdemos auf dem Markt verstärkt um Flüchtlinge kümmern, verkündete Jörg Kannenberg am Montag. „Schließlich sind die bei uns ankommenden Flüchtlingsströme nur ein Resultat dort stattfindender Konflikte und davor kann man seine Augen nicht verschließen“, sagte Jörg Kannenberg weiter. Das es Bedarf an Unterstützung seitens der Flüchtlinge gibt, wissen Martin und Gisela Beckmann nur allzu gut. Die beiden beherzten Senioren engagieren sich seit geraumer Zeit privat für Flüchtlinge, indem sie unter anderen Sachspenden organisieren und an diese weiterreichen. Das auch die 37 im Karnzower Waldschulheim untergebrachten Flüchtlinge einen großen Bedarf beispielsweise an warmer Bekleidung haben, wusste die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke auf der Montagsdemo zu berichten.

Eine zentrale Sammelstelle ist effektiver

Der Wunsch Einzelner, zu helfen, ist lobenswert, aber nicht effektiv. Den Ruf nach einer zentralen Anlaufstelle, die Sachspenden für Flüchtlinge entgegennimmt und an diese weitergibt, griff die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Kyritz auf, die ab sofort in ihrem Domizil in der Mühlenstraße 8 in der Knatterstadt eine Kleiderkammer einrichten will. Die Awo-Mitarbeiterin Marita Köhn hatte die Idee dazu. Gemeinsam mit ihren beiden Mitarbeitern Bärbel Klatt und Frank Schröder sah sie sich am Dienstag den geräumigen Sport- und Übungsraum der Awo-Tagesgruppe an. „Wir haben hier genügend Platz für Kleiderspenden aller Art, die man ab sofort bei uns abgeben kann“, sagte Marita Köhn. Allerdings sei man seitens der Awo als Jugendhilfeträger personell gar nicht auf solch eine Aufgabe eingestellt. „Das müssen wir erst noch besprechen“, sagte Marita Köhn.

Dennoch können Spenden wie zum Beispiel ­Jacken, Hosen, Mützen und Schuhe bei der Awo in der Mühlenstraße 8 ab sofort montags bis freitags im Zeitraum von 9 bis 14 Uhr abgegeben werden, versichert Marita Köhn. Wie die Abholung genau geregelt werden soll, steht bis dato nicht fest. Es sollen feste Ausgabezeiten eingerichtet werden, wahrscheinlich an drei Tagen pro Woche. „Wenn dieser Punkt geklärt ist, werden wir dies bekannt geben“, sagte Marita Köhn abschließend. Kontakt:  033971/5 24 88

Die Awo-Mitarbeiter Marita Köhn, Bärbel Klatt und Frank Schröder (vl)  schauen sich die  künftige Kleiderkammer an

Die Awo-Mitarbeiter Marita Köhn, Bärbel Klatt und Frank Schröder (v.l.) schauen sich die künftige Kleiderkammer an.

Quelle: André Reichel

Von André Reichel

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