Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Awo richtet in Kyritz Kleiderkammer ein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Awo richtet in Kyritz Kleiderkammer ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:16 08.01.2016
In der Mühlenstraße 8 will die Awo ihre Kleiderkammer einrichten. Quelle: André Reichel
Anzeige
Kyritz

Trotz klirrender Kälte kamen am Montagabend wieder rund zwei Dutzend Bürger auf den ­Kyritzer Marktplatz, um für den Frieden zu demonstrieren. Die sechs in der Knatterstadt in der Straße der Jugend wohnenden syrischen Flüchtlinge, die sonst auch mit dabei waren, kamen diesmal nicht, denn ihnen fehlt es an warmer Winterkleidung.

Künftig will man sich neben den Montagsdemos auf dem Markt verstärkt um Flüchtlinge kümmern, verkündete Jörg Kannenberg am Montag. „Schließlich sind die bei uns ankommenden Flüchtlingsströme nur ein Resultat dort stattfindender Konflikte und davor kann man seine Augen nicht verschließen“, sagte Jörg Kannenberg weiter. Das es Bedarf an Unterstützung seitens der Flüchtlinge gibt, wissen Martin und Gisela Beckmann nur allzu gut. Die beiden beherzten Senioren engagieren sich seit geraumer Zeit privat für Flüchtlinge, indem sie unter anderen Sachspenden organisieren und an diese weiterreichen. Das auch die 37 im Karnzower Waldschulheim untergebrachten Flüchtlinge einen großen Bedarf beispielsweise an warmer Bekleidung haben, wusste die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke auf der Montagsdemo zu berichten.

Eine zentrale Sammelstelle ist effektiver

Der Wunsch Einzelner, zu helfen, ist lobenswert, aber nicht effektiv. Den Ruf nach einer zentralen Anlaufstelle, die Sachspenden für Flüchtlinge entgegennimmt und an diese weitergibt, griff die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Kyritz auf, die ab sofort in ihrem Domizil in der Mühlenstraße 8 in der Knatterstadt eine Kleiderkammer einrichten will. Die Awo-Mitarbeiterin Marita Köhn hatte die Idee dazu. Gemeinsam mit ihren beiden Mitarbeitern Bärbel Klatt und Frank Schröder sah sie sich am Dienstag den geräumigen Sport- und Übungsraum der Awo-Tagesgruppe an. „Wir haben hier genügend Platz für Kleiderspenden aller Art, die man ab sofort bei uns abgeben kann“, sagte Marita Köhn. Allerdings sei man seitens der Awo als Jugendhilfeträger personell gar nicht auf solch eine Aufgabe eingestellt. „Das müssen wir erst noch besprechen“, sagte Marita Köhn.

Dennoch können Spenden wie zum Beispiel ­Jacken, Hosen, Mützen und Schuhe bei der Awo in der Mühlenstraße 8 ab sofort montags bis freitags im Zeitraum von 9 bis 14 Uhr abgegeben werden, versichert Marita Köhn. Wie die Abholung genau geregelt werden soll, steht bis dato nicht fest. Es sollen feste Ausgabezeiten eingerichtet werden, wahrscheinlich an drei Tagen pro Woche. „Wenn dieser Punkt geklärt ist, werden wir dies bekannt geben“, sagte Marita Köhn abschließend. Kontakt:  033971/5 24 88

Die Awo-Mitarbeiter Marita Köhn, Bärbel Klatt und Frank Schröder (v.l.) schauen sich die künftige Kleiderkammer an. Quelle: André Reichel

Von André Reichel

Am Dienstag statteten die Sternsinger der katholischen Gemeinde „Herz Jesu“ dem Neuruppiner Bürgermeister, Jens-Peter Golde, einen Besuch im Rathaus ab und gaben ihm Gottes Segen gegen eine kleine Spende. Anschließend zogen sie weiter zur Sparkassenfiliale und zum ASB-Seniorenhaus. Das gesammelte Geld kommt der Kinderhilfe in Bolivien zugute.

08.01.2016
Ostprignitz-Ruppin Tierschutz beschäftigt mehrere Gerichte - Neuruppin: Streit um beschlagnahmte Pferde

Mehr als 160 Pferde hatte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin im März 2013 in Linow bei Rheinsberg beschlagnahmen lassen, weil die Halterin gegen Bestimmungen des Tierschutzes verstoßen haben soll. Knapp 164 000 Euro hat die Aktion gekostet. Doch bis heute ist unklar, ob der Kreis das Geld jemals erstattet bekommt. Denn die Halterin wehrt sich vor Gericht.

08.01.2016

Knapp 1700 Menschen gefällt der Facebook-Auftritt MAZ Prignitz Ruppin und täglich werden es mehr. Die meisten Fans gibt es zwar in Deutschland, einige aber auch in Aserbaidschan, Indonesien und Myanmar. Mitunter helfen Fans, vermisste Menschen zu finden, jüngst eine 53-Jährige in Neuruppin.

08.01.2016
Anzeige