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Awu OPR: Umsatzziel 2015 leicht verfehlt

Schwankende Preise, hoher Krankenstand Awu OPR: Umsatzziel 2015 leicht verfehlt

Es hätte besser sein können: Die Awu Ostprignitz-Ruppin hat ihr Umsatzziel für das Jahr 2015 knapp verfehlt. 7,17 Millionen Euro hätten es sein sollen – 200 000 weniger sind es geworden. Schuld sind unter anderem die starken Umsatzrückgänge bei der Entsorgung von Bauschutt. Aber die Awu kämpft auch mit einem hohen Krankenstand.

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Für ihre Mitarbeiter will die Awu jetzt mit den Ruppiner Kliniken ein Gesundheitsmanagement aufbauen

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Der Abfallentsorger Awu hat nicht allein mit stark schwankenden Preisen beim Verwerten von Papier und Schrott zu kämpfen, sondern ebenfalls mit einem hohen Krankenstand. Dieser liegt bei knapp 13 Prozent. „Das ist ein Problem. Es fehlt uns teilweise an Fachpersonal“, sagte Awu-Chef Matthias Noa am Donnerstag beim Kreis- und Finanzausschuss in Neuruppin. Das Unternehmen, das zu 51 Prozent dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin gehört und zu 49 Prozent der Berliner Alba AG, will deshalb gemeinsam mit den Ruppiner Kliniken ein Gesundheitsmanagement für seine Mitarbeiter aufbauen und deren betriebsärztliche Betreuung verbessern.

Noa zeichnete ein durchwachsenes Bild für das Unternehmen. So hat die Awu im vergangenen Jahr ihr Umsatzziel mit 7,17  Millionen Euro um gut 200 000 Euro verfehlt. Grund dafür sind laut Noa vor allem die Rückgänge beim Entsorgen von Bauschutt sowie bei landwirtschaftlichen Transporten. „Damit haben wir nicht gerechnet“, bekannte der Geschäftsführer. Gleichwohl fällt das Gesamtergebnis für 2015 positiv aus. Das hat zwei Gründe: So konnte die Awu-Tochter Awu-Logistik, die sich um die gelben Tonnen, die Altglassammlungen und im Altkreis Wittstock auch um das Leeren von Klärgruben kümmert, einen höheren Umsatz erzielen als gedacht. „Was die Mutter nicht geschafft hat, hat die Tochter rausgerissen“, sagte Noa. Hinzu kommt, dass die Awu immer mehr Müll von privaten Haushalten einsammelt. Besonders deutlich wird das bei den gelben Tonnen. Während im Havelland und in Oberhavel im Schnitt lediglich knapp 40 Kilo je Einwohner und Jahr an Leichtverpackungen anfallen, sind es in Ostprignitz-Ruppin 53 Kilo je Einwohner und Jahr. Damit ist der Landkreis Spitzenreiter in der Mark. Warum das so ist, kann sich Awu-Chef Noa nicht genau erklären. Es hat aber sicher auch damit zu tun, dass in den gelben Tonnen vielfach Müll landet, der in die Restabfalltonne gehört – sei es aus Unkenntnis oder mit Absicht. Denn das Leeren der gelben Tonne kostet die Mieter und Hausbesitzer nichts, das der grauen Abfallbehälter schon. Die Awu kontrolliert deshalb seit Herbst verstärkt die gelben Tonnen. Befindet sich dort Müll drin, wie Windeln, alte und kaputte Haushaltsgegenstände, Teppiche oder Essensreste, wird der Behälter nicht geleert. Vielmehr wird der Eigentümer mit einem Aufkleber auf dem Behältnis darüber informiert, dass er die falschen Sachen aus der Tonne selbst aussortieren soll. Ansonsten leert die Awu das Behältnis nur kostenpflichtig wie eine graue Restabfalltonne (die MAZ berichtete). Noa kündigte an, dass die verschärften Kontrollen der gelben Abfallbehälter fortgesetzt werden.

Ausbauen will die Awu den Winterdienst, die Straßenreinigung sowie das Entsorgen von Sonderabfällen. Zudem übernimmt sie jetzt auch für die Stadtwerke Neuruppin das Leeren der Klärgruben, die nicht an ein anderes Leerungssystem angeschlossen sind. Für dieses Jahr wagte Geschäftsführer Noa einen positiven Ausblick. Demnach lag der Umsatz in den ersten vier Monaten über dem Planansatz. Zudem hat die Awu-Logistik gute Aussichten, auch in den nächsten drei Jahren die gelben Tonnen in Ostprignitz-Ruppin leeren zu dürfen. Sie soll beim Dualen System Deutschland (DSD) das beste Ergebnis für die Region abgegeben haben, sagte Noa. Der Zuschlag wird demnach aber erst im Oktober erteilt.

Von Andreas Vogel

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