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Ostprignitz-Ruppin Awu und Busgesellschaft ORP machen mit
Lokales Ostprignitz-Ruppin Awu und Busgesellschaft ORP machen mit
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02:15 30.01.2016
Über Müll regen sich viele Leute auf. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Holger Kippenhahn ist ein Mann für klare Worte. „Machen Sie Werbung für das Portal. Die Beschwerden kommen sowieso.“ Der Bürgermeister von Heiligengrabe hatte am Mittwoch Vertreter aus allen zehn Städten, Ämtern und Gemeinden von Ostprignitz-Ruppin in den Neuruppiner Sitzungssaal geladen, um sich über Erfahrungen mit dem Portal Maerker.Brandenburg auszutauschen. Auf diesem können Bürger schnell auf verschiedenste Probleme in ihrem Ort aufmerksam machen: von der kaputten Straßenlaterne oder einem Schlagloch in einer Straße über Müllecken im Ort bis hin zum fehlenden Fahrplan an einer Bushaltestelle. Innerhalb von drei Tagen muss die Verwaltung reagieren – und wenn sie über das Portal lediglich mitteilt, dass das Problem an die zuständige Fachabteilung weitergegeben wurde. „Der Bürger soll nicht das Gefühl haben, dass auf seine Hinweise nicht reagiert wird“, sagt Kippenhahn.

Deshalb freute sich der Bürgermeister, dass auch die Abfallwirtschaftsunion (Awu) und die Busgesellschaft ORP dem Netzwerk als Unterstützer beigetreten sind. „Wir suchen viele Unterstützer, damit die gemeldeten Probleme auch schnell behoben werden können“, so Kippenhahn.

Probleme sollen schneller gelöst werden

Das trifft sich mit dem Servicegedanken von Neuruppins Awu-Chef Matthias Noa. „Wir wollen schneller Probleme abstellen und dabei auch über unsere Arbeit aufklären“, sagte Noa. Denn immer wieder stören sich Leute an den großen Awu-Fahrzeugen. „Wir müssen unsere Arbeit weiter auf der Straße machen“, so Noa. Dabei versuche die Awu schon, beim Leeren von Tonnen möglichst keine Ein- und Ausfahrten länger als nötig zu blockieren. Aber das gelingt eben nicht immer. Auch das morgendliche Leeren der Tonnen in der Neuruppiner Innenstadt sorgt regelmäßig für kurze Staus. Noa glaubt, dass es durch das Portal einen „kurzen Draht zum Bürger“ und vielleicht auch etwas mehr Verständnis gibt. Auf Letzteres setzt ebenfalls Ulrich Steffen, Chef der Busgesellschaft ORP. „Über das Portal können auch hilfreiche Hinweise kommen, durch die wir besser werden.“ Deshalb hält Steffen das Netzwerk für „eine vernünftige Geschichte“.

Der Kreis Ostprignitz-Ruppin ist mit seinen zehn Kommunen seit einem Jahr bei dem Portal. Bisher sind fast 700 Hinweise gemeldet worden. Die meisten Meldungen gab es aus Neuruppin (153), Heiligengrabe (117) und Rheinsberg (101). Meist geht es um kommunale Angelegenheiten wie Probleme mit Straßen und Wegen, um öffentliches Grün und Spielplätze oder um Vandalismus und Müll.

Hinweis: Das Portal ist zu erreichen unter maerker.brandenburg.de.

Von Andreas Vogel

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