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Awu will schärfer kontrollieren

Windeln in der gelben Tonne Awu will schärfer kontrollieren

Nirgendwo anders in Brandenburg landet mehr Müll in der gelben Tonne als in Ostprignitz-Ruppin. Das liegt daran, dass nicht wenige Menschen auch Fahrradschläuche, altes Kochgeschirr oder gebrauchte Windeln in dem Abfallbehältnis entsorgen. Das wollen der Abfallentsorger Awu und die Abfallbehörde nicht länger dulden.

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Awu-Chef Matthias Noa kontrolliert auch selbst mal, was so alles in den gelben Behältnissen landet.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Nirgendwo im Land Brandenburg landet so viel Müll in der gelben Tonne, der da nicht hineingehört, wie in Ostprignitz-Ruppin. „Im Schnitt werden bei uns im Landkreis 55 Kilo Müll je Einwohner und Jahr in der gelben Tonne gesammelt“, sagte am Mittwoch Matthias Noa, Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsunion (Awu) in Neuruppin. Der Wert liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt von knapp 30 Kilo je Einwohner und Jahr. „Wir sind leider Spitzenreiter in Brandenburg“, so Noa.

Das liegt demnach vor allem daran, dass viele Leute ihren Hausmüll einfach in der gelben Tonne entsorgen. So landen beispielsweise Filtertüten, defekte Fahrradschläuche, altes Kochgeschirr, Kunstteppiche, Sitzauflagen von Campingstühlen und sogar benutzte Windeln in dem gelben Behältnis. „Das alles hat da nichts drin zu suchen“, betonte Noa.

Viele wollen wohl beim Müllentsorgen sparen

Der Awu-Chef sieht zwei Gründe dafür, dass in Ostprignitz-Ruppin so viel Müll in der falschen Tonne landet: Zum einen die Unkenntnis, was alles nicht in den gelben Behälter gehört; zum anderen der Wunsch von nicht wenigen zu sparen. Denn im Gegensatz zur grauen Restabfalltonne müssen die Haushalte für die gelben Abfallbehälter nichts bezahlen. Die Awu sieht deshalb keine andere Möglichkeit, als den Inhalt der gelben Tonnen schärfer als bisher zu kontrollieren. „Wir sind dazu gezwungen“, so Noa. Beanstandete Tonnen, in denen sich Müll befindet wie Haushaltsgegenstände oder Spielzeug aus Kunststoff und Ähnliches, sollen stehen gelassen und der Eigentümer über den Grund informiert werden.

„Der Eigentümer kann dann entscheiden, ob er die falschen Sachen aus der Tonne selbst aussortiert oder ob das Behältnis kostenpflichtig geleert wird“, sagte Myga Chrzanowski. Die Sachgebietsleiterin der Abfallwirtschaft in der Kreisverwaltung räumt aber ein, dass diese Möglichkeit bisher nicht ausreichend genutzt wird. „Wir sollten das intensivieren.“

Entsorger setzt auf mehr Information

Darüber hinaus wollen die Awu und die Abfallbehörde nun verstärkt informieren, welche Abfälle in welche Tonnen gehören. Eigentlich steht das in der Abfall­fibel, die jeder Haushalt erhält. Zudem informieren darüber ebenfalls die zwei Abfallberater des Kreises, die sowohl in den Schulen der Region als auch bei Senioren- und Frauentreffs, in Jugendklubs, bei Arbeitsfördergesellschaften und bei Messen auftreten. Aber das scheint nicht auszureichen. „In der braunen Biotonne landen häufig Lebensmittel, die noch in einer Plastefolie verpackt sind, sowie Plastetüten“, sagte Awu-Chef Noa. Dabei gehörten diese Tüten und Verpackungen doch in die gelbe Tonne.

Noa setzt auf die Einsicht der Leute. Schließlich sei das Trennen und Recyceln der Abfälle zum Nutzen der Natur. Wer jedoch weiterhin Windeln oder alte Fahrradschläuche in die gelbe Tonne wirft, muss nun damit rechnen, dass sein Abfallbehälter nicht oder nur kostenpflichtig geleert wird.

Von Andreas Vogel

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