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Ostprignitz-Ruppin Azubi des Monats lernt in Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Azubi des Monats lernt in Rheinsberg
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18:29 07.04.2016
Eva-Maria Gatzky von der Handwerkskammer gratuliert Luise Schöning und ihrem Chef Daniel Conrad. Quelle: Frauke Herweg
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Rheinsberg

Eine ihrer ersten Aufgaben zu Beginn der Ausbildung: ein Giraffen-Wandtattoo für den Sohn ihres Chefs zu entwerfen. „Das Schöne an meinem Beruf ist, dass man immer sieht, was man produziert hat“, sagt Luise Schöning. Seit fast zwei Jahren lernt die 26-Jährige den Beruf der Schilder- und Lichtreklameherstellerin. Auf Vorschlag ihres Chefs zeichnete die Potsdamer Handwerkskammer sie am Donnerstag als Azubi des Monats aus.

„Sie hat sehr schnell gelernt und kennt sich einfach mit allen Maschinen aus“, sagt Daniel Conrad, Inhaber der Rheinsberger WMC Werbe-Medien, die Schöning gemeinsam mit dem Malereibetrieb Conrad ausbilden. Auch deshalb kann Schöning die eigentlich auf dreieinhalb Jahre angelegte Ausbildung verkürzen. Schon im Sommer wird sie ihr Gesellenstück abliefern. Conrad hat ihr angeboten, sie auch später zu übernehmen.

In der Berufsschulklasse lernen nur vier Azubis

Nur vier junge Leute lernen im Potsdamer Handwerkskammerbezirk derzeit den Beruf des Schilder-und Lichtreklameherstellers. In der Eberswalder Berufsschulklasse sitzen außer Schöning nur drei junge Männer. „Wir sind Raritäten“, sagt Schöning. Über die Gründe für diese geringe Zahl kann ihr Chef nur spekulieren. Nur wenige Betriebe bildeten wirklich aus, sagt Conrad. „Und die Berufsschule in Eberswalde ist weit weg.“

Schöning selbst hatte vor ihrer Ausbildung noch nie etwas von dem Beruf des Schilder- und Lichtreklameherstellers gehört. Eher zufällig war sie an ihren heutigen Ausbilder geraten. Bereut hat die Neuruppinerin ihre Ausbildungswahl nie. „Es ist sehr vielseitig“, sagt sie. „Mir gefällt, dass man Grafik mit etwas sehr Praktischem verbindet.“

Vor kurzem erhielt sie eine Visitenkarte, die sie selbst entworfen hatte

Schöning entwirft Visitenkarten, Flyer oder Folien für die Beschriftung von Autos und Geschäften. Vor kurzem entwickelte sie das Design für eine Ausstellung über Fliegerfrauen, die am Münchner Flughafen zu sehen war. Meistens, sagt sie, sei sie stolz auf das fertige Produkt. Vor kurzem bekam sie eine Visitenkarte in die Hand gedrückt, die sie selbst entworfen hatte. Ein gutes Gefühl.

Bevor Schöning ihre Entwürfe am Computer entwickelt, muss sie ihre Kunden beraten. „Ich erkläre, wie die Werbung aussehen könnte.“ Wichtig dabei: ein fundiertes Wissen über Schriftgeschichte und die Wirkung von Schriften. „Man muss wissen, welche Schriften für welchen Berufszweig passen“, sagt sie. „Manche Schrift geht vielleicht für einen Kindergarten, aber nicht für einen Anwalt.“

Seit Juli 2014 ehrt die Handwerkskammer Potsdam monatlich einen Lehrling als „Azubi des Monats“. „Man hört viel über Azubis, die ihre Lehre abbrechen“, sagt Eva-Maria Gatzky, Ausbildungsleiterin Berufsbildung bei der Handwerkskammer. Tatsächlich aber gäbe es viele Azubis, die sehr gute Leistungen ablieferten. Derzeit kann die Potsdamer Handwerkskammer mehr als 550 freie Lehrstellen anbieten – in mehr als 60 Berufen. „Man muss nicht in ein anderes Bundesland gehen, um eine Ausbildung zu machen“, sagt Gatzky.

Von Frauke Herweg

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