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Ostprignitz-Ruppin Babybegrüßung jetzt auch in Wusterhausen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Babybegrüßung jetzt auch in Wusterhausen
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13:56 12.03.2017
Der kleine Ole von Carina Bohnsack aus Bantikow war mit seinen gerade mal vier Monaten das jüngste Baby, das bei der Veranstaltung in Wusterhausen begrüßt wurde. Quelle: Fotos Matthias Anke
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Wusterhausen

Es ist die sogenannte Farbe der Hoffnung. Und im aktuellen Fall ist es die der Hoffnung auf wieder mehr Nachwuchs in der Großgemeinde Wusterhausen. Dass die Schals, die es dort am Sonnabend erstmals für alle Neugeborenen des Jahrgangs 2016 geschenkt gab, ausgerechnet deshalb grün sind, wurde zwar nicht gesagt. Aber: „Wir haben die Hoffnung auf wieder mehr Kinder“, erklärte Bürgermeister Roman Blank: „Unser Hauptproblem ist es ja seit Jahren, doppelt so viele Sterbefälle verzeichnen zu müssen als Geburten.“ Im Durchschnitt stehen im Gemeindegebiet stets etwa 40 Babys rund 80 Sterbefällen gegenüber.

Dennoch wird die Werbung für mehr Nachwuchs locker angegangen. „Made in Wusterhausen“ steht auf allen dieser grünen Schals gestickt. „Gezeugt in Wusterhausen“ ist damit gemeint. „Na, ob das im Detail immer so stimmt?“, bemerkte eine der anwesenden Mütter scherzend. „Egal! Immer schön tragen und ruhig damit angeben, dass man aus Wusterhausen kommt“, empfahl Blank trotzdem. Bislang hatte es seitens der Verwaltung schon Glückwunschschreiben samt Gutschein gegeben.

Babybegrüßung in Wusterhausen erfolgt jetzt nach Kyritzer Vorbild

2016 wurden 44 Kinder in Wusterhausen geboren. Zwar folgten nur die Eltern und Geschwisterchen von fünf Neugeborenen der Einladung in das 2015 vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin geschaffenen Awo-Familienzentrum „Mittendrin“ an der Domstraße. Doch für das erste Mal sei das nicht schlecht, hieß es seitens der Einrichtung, von der die Babybegrüßung dem Rathaus gegenüber erst kürzlich angeregt worden war.

Bei dem geselligen Beisammensein hatten am Samstagvormittag alle ihren Spaß. Rechts im Bild: die Koordinatorin des Awo-Familienzentrums Wusterhausen, Bettina Archut. Quelle: Matthias Anke

In Kyritz indes gibt es diese Veranstaltung schon seit Jahren. Von den Stephanus-Werkstätten geschaffene Baby-Taschen werden gefüllt und überreicht. Dort von der Stadt initiiert und sogar an zwei Terminen im Jahr veranstaltet, ist ebenso das Awo-Familienzentrum mit im Boot. „Oase“ heißt es, untergebracht im Mehrgenerationenhaus. Viele Träger der Kinder-, Jugend- und Familiensozialarbeit arbeiten dort neben- und miteinander. In Wusterhausen hingegen gibt es aufgrund der zentralen Lage das Phänomen einer „Laufkundschaft“. Darauf machte die vor Ort tätige Koordinatorin Bettina Archut aufmerksam. So hängen Infos über sämtliche Angebote unübersehbar in den großen Fenstern aus.

Bettina Archut stellte ihre Einrichtung und ihre Angebote den Gästen ausführlich vor. Auch Sandra Strunk gehört dazu, die an einigen Tagen die Arbeit in Wusterhausen unterstützt und an anderen Tagen in Kyritz, wo wiederum Roswitha Leeest als Koordinatorin wirkt.

Im Großen und Ganzen ähneln sich die Angebote in beiden Städten. So gibt es auch in Wusterhausen das beliebte Familienfrühstück. Und natürlich stehen ebenso die jahreszeitlichen Themen an. Klar: Als nächstes folgt Ostern. Am Mittwoch, 29. März, ist in der Domstraße 4 von 15 bis 17 Uhr ein Ostergeschichten-Lesekaffee vorgesehen.

Und wie in Kyritz ist bei vielem auch in Wusterhausen das „Netzwerk gesunde Kinder“ dabei. Neben Awo-Bereichsleiterin Marita Köhn stellte sich bei der Babybegrüßung daher auch Theresa Höhmann vor, die Netzwerk-Regionalkoordinatorin. Sie brachte Brotboxen als kleine Geschenke mit.

Auch Theresa Höhmann (r.) vom Netzwerk gesunde Kinder stellte sich im Awo-Familienzentrum Eltern vor. Quelle: Matthias Anke

Alle Angebote des Awo-Familienzentrums gibt es im Internet unter www.awo-opr.de, und zwar unter dem Punkt Kinder- und Jugendhilfeverbund. Aushänge finden sich ansonsten in den Kitas, der Schule, bei Ärzten und – klar – in der Domstraße 4.

Von Matthias Anke

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