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Ostprignitz-Ruppin Babyboom in den Ruppiner Kliniken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Babyboom in den Ruppiner Kliniken
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02:15 17.04.2016
Mehr als 200 Kinder erblickten von Januar bis März im Neuruppiner Krankenhaus das Licht der Welt. Quelle: DPA
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Neuruppin

Einen kleinen Babyboom erleben derzeit die Ruppiner Kliniken: Bis Ende März erblickten im Neuruppiner Krankenhaus bereits 207 Mädchen und Jungen das Licht der Welt. Das sind 20 bis 30 mehr als sonst innerhalb von drei Monaten. „Es ist ein sehr gutes erstes Quartal“, bestätigte Kliniksprecherin Verena Clasen am Donnerstag.

Demnach gibt es sonst im Schnitt zwischen 170 und 180 Geburten je Quartal in Neuruppin. Selbst im bisherigen Nachwende-Rekordjahr 2012, als 768 Babys in den Ruppiner Kliniken geboren wurden, herrschte nicht so viel Betrieb wie jetzt in den drei Entbindungsräumen. 2012 hatten 175 Mädchen und Jungen von Januar bis März das Licht der Welt erblickt. Trotz des deutlichen Geburtenanstiegs warnte Kliniksprecherin Clasen vor zu großen Erwartungen. „Es gibt keine verlässliche Prognose, wie viele Kinder in diesem Jahr bei uns geboren werden.“ Soll heißen: Es ist völlig offen, ob der bisherige Nachwende-Rekord von 768 Geburten am Jahresende gebrochen wird. Denn fast in jedem Jahr gibt es unterschiedlich viele Geburten in den jeweiligen Quartalen. „Wir hatten schon Quartale mit mehr als 200 Geburten“, sagte Clasen. Gleichwohl wurde der Baby-Rekord von 2012 bisher nicht gebrochen. Vielmehr bewegen sich die Geburtenzahlen in den Ruppiner Kliniken seit Jahren auf einem annähernd gleichen Niveau: 2013 waren 761 Kinder geboren worden, 2014 waren es 757 und im vergangenen Jahr 759. „Die Mitarbeiter der Klinik haben derzeit viel zu tun“, sagte Clasen. Aber noch gebe es keine besondere Situation.

Mutter-Kind-Zentrum soll Ende 2016 fertig sein

Diese ist aber schon in Sicht: Zum Jahresende will das Krankenhaus ein Mutter-Kind-Zentrum eröffnen. Dieses entsteht seit November im denkmalgeschützten Haus S. Die Arbeiten liegen laut Clasen im Zeitplan. Rund 4,5 Millionen Euro investieren die Kliniken, damit es werdende Familien künftig noch komfortabler im Neuruppiner Krankenhaus haben. Dann soll die Frühgeborenenstation endlich Wand an Wand mit dem Kreißsaal untergebracht sein. Außerdem sollen im Mutter-Kind-Zentrum Mütter und Väter die Möglichkeit bekommen, für die Zeit des Klinikaufenthalts gemeinsam mit ihrem Kind ein extra Zimmer beziehen zu können. Dieses bietet einen Rückzugsraum für die Familie – und bei Bedarf zugleich eine schnelle medizinische Versorgung.

Auf der Geburts- und Frühgeborenenstation, bisher im K-Haus untergebracht, arbeiten derzeit insgesamt 17 Hebammen, 19 Kinderkrankenschwestern sowie 15 Ärzte.

Von Andreas Vogel

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