Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Bachstelze beim Ornithologen gestorben

Dranse Bachstelze beim Ornithologen gestorben

Vor zwei Jahren hat Jürgen Kaatz die Bachstelze in Dranse beringt. Nun ist sie zurückgekehrt und im Abluftrohr seiner Heizung gestorben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Vogel in einer Heizung ums Leben kommt. Aber der Dranser Wiederfund ist etwas ganz Besonderes.

16909 Dranse 53.2113958 12.6428529
Google Map of 53.2113958,12.6428529
16909 Dranse Mehr Infos
Nächster Artikel
Wildniscamp: Kinder erkunden den Wald

Reste der Bachstelze und des Ringes aus der Heizung.

Quelle: Privat

Dranse. Eine vom Ornithologen Jürgen Kaatz in Dranse beringte Bachstelze ist nach zwei Jahren wieder zurückgekehrt und dort gestorben. Davon erfuhr er durch Zufall während der technischen Wartung und Reinigung der Ölheizung in seinem Hause: Der Heizungsmonteur förderte die Reste des Vogels aus dem hinteren Teil der Brennkammer der Heizungsanlage zu Tage. Im Ruß aus der Brennkammer entdeckte der Monteur auch noch einen kleinen Metallring, der zum Vogel gehörte. Dieser trug die Inschrift HIDDENSEE PD 10830.

Jürgen Kaatz erinnerte sich, im Frühjahr 2016 einmal kurz ein kratzendes Geräusch im Abluftrohr der Heizungsanlage gehört zu haben. Eine Kontrolle der Zugangsklappen im Keller ergab jedoch kein eindeutiges Ergebnis. Auf dem Dach des Hauses befindet sich eine Photovoltaikanlage, unter der alljährlich Bachstelzen brüten.

Der Hauseigentümer, selbst Beringer der Vogelwarte Hiddensee, markierte die Bachstelze am 17. Juni 2014 als Altvogel (wahrscheinlich Brutvogel unter der Photovoltaikanlage) auf seinem Grundstück.

Der jetzt aus der Brennkammer der Heizungsanlage geborgene Ring und die Reste des Vogels lassen den Schluss zu, das die Bachstelze 2016 erneut an den Beringungsort zurückkehrte, dort aber unglücklicherweise in das Abluftrohr der Heizanlage fiel, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnte.

Der kleine Metallring zeigt deutliche Abnutzungsspuren an der Innenseite. Das deutet laut Kaatz auf eine längere Tragezeit seit der Beringung hin. Dies würde erklären, dass der Vogel offenbar erst im Frühjahr 2016 ins Abluftrohr geriet, in dem Kaatz damals das Geräusch wahrgenommen hat.

Jürgen Kaatz findet es bemerkenswert, dass trotz hoher Ablufttemperaturen in der Ölheizung Reste des Vogels sowie der Ring erhalten geblieben sind. Der Heizungsmonteur berichtete, dass er ab und zu bei Wartungsarbeiten an Heizungsanlagen Reste von Vögeln aus den Brennkammern zu Tage befördert. Ein beringter Vogel war jedoch bislang nie darunter. Jürgen Kaatz sagt: „Von einem solch kuriosen Wiederfundort eines beringten Vogels habe ich bisher weder gelesen noch gehört!“

Von MAZ-online

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg