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Badeanstalt wurde 60 Jahre alt

Freyenstein Badeanstalt wurde 60 Jahre alt

Eine Sensation erlebten die Freyensteiner vor 60 Jahren. Damals erhielt die Stadt das erste Freibad im Kreis Wittstock. Ende der 1990er Jahre verlor die Badeanstalt wegen Baumängel den öffentlichen Status. Seitdem betreibt der Freizeitclub die Anlage. Doch damit dürfen nur Vereinsmitglieder auf eigene Gefahr ins Wasser springen.

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Manfred Engel (hinten 4.v.l.) war auch vor 60 Jahren dabei.

Freyenstein. Am Sonnabend feierten die Freyensteiner einen besonderen Geburtstag: Vor 60 Jahren eröffnete in ihrer Stadt das erste Freibad im damaligen Kreis Wittstock. Das Neptunfest gehörte zu den Höhepunkten dieses Jubiläums.

„Mit meinen Enkelkindern bin ich mehrmals in der Woche hier zum Baden“, sagt Manfred Engel. Der Ortsvorsteher in Freyenstein gehört zu den 70 Mitgliedern im örtlichen Freizeitclub. Dies bedeutet zugleich die Eintrittskarte zum Baden.

„Wittstock wollte damals keine Badeanstalt, der Bürgermeister Hans Roskot lehnte das ab“, weiß Engel. Umso mehr freuten sich die Freyensteiner über den Zuwachs an Infrastruktur. „Hier befand sich ursprünglich eine Gänsewiese“, sagt er. Im Rahmen einer Vollhäusergenossenschaft war es somit allen Einwohnern erlaubt, das Federvieh täglich auf dieses Areal zu kehren. „Gut 1000 Gänse waren immer hier und abends kamen die Einwohner und holten sie nach Hause.“ Dieses Geschnatter wich dann und mit viel Eigenleistung entstand an dieser Stelle die Badeanstalt. „Die Bauern holten mit ihren Leiterwagen Material aus der örtlichen Kiesgrube und schrittweise entstand die Anlage“, so Engel.

Neptun taufte Emilly

Neptun taufte Emilly.

Quelle: Christamaria Ruch

Der heute 65-Jährige kann sich noch genau an die Eröffnung erinnern: „Damals stand hier eine riesige Tribüne voller Menschen.“ Nur wenig später erlernte der damalige Steppke bei Bademeister Erwin Schröder das Schwimmen. „Zuerst kam das Freischwimmen mit 15 Minuten im Wasser, dann das Fahrtenschwimmen, wo man 45 Minuten unterwegs war und schließlich der Rettungsschwimmer“, erinnert sich Engel. Mit 14 konnte er sich den begehrten Aufnäher eines Rettungsschwimmers an die Badehose heften - und machte damit Eindruck bei den Mädchen. „Als Kinder mussten wir um 18 Uhr die Badeanstalt verlassen und abends lernten dann die Erwachsenen das Schwimmen“, so Engel.

Nur Vereinsmitglieder baden – auf eigene Gefahr

Bis heute stehen zwei Becken mit jeweils 17 mal 25 Meter Größe bereit. Im Bereich des Sprungturmes ist das Wasser 3,20 Meter tief. Wegen der baulichen Mängel verlor das Bad Ende der 1990er Jahre die Zulassung; notwendige Mittel für die Beckensanierung flossen nicht. Daher gründete sich der Freizeitclub und ausschließlich Vereinsmitglieder baden dort auf eigene Gefahr.

Von Christamaria Ruch

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