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Neuruppin Baden und mehr

Neuruppin sucht nach einem Konzept, was aus dem beliebten, aber sanierungsbedürftigen Jahnbad am Ruppiner See einmal werden könnte. Bis Ende des Jahres könnte der Plan vorliegen. Nur zum Baden ist das Seebad eigentlich zu groß. Und auf Dauer auch zu teuer.

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Glauben an das Jahnbad: Rettungsschwimmer Philipp Steiner, Bürgermeister Jens-Peter Gilde, Leiterin Marlen Steiner und Sozialdezernent Thomas Fengler (v.l.) .

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Was soll aus dem Jahnbad in Neuruppin einmal werden? Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler hofft, bis Ende des Jahres eine mögliche Antwort auf die Frage gefunden zu haben. Bis dahin könnte ein Konzept zur Zukunft des beliebten Neuruppiner Freibades vorliegen. „Wir bereiten gerade die Ausschreibung vor“, sagte Fengler am Dienstag. In der zweiten Jahreshälfte will die Stadt sie veröffentlichen.

Gesucht wird ein Gesamtkonzept. Ein Plan, der nicht nur die reine Seebadeanstalt umfasst, sondern auch die benachbarten Flächen, etwa das Gelände der alten Gärtnerei und die einstige Funkstation der Sowjetarmee. Bürgermeister Jens-Peter Golde hofft, dass sich die Flächen sinnvoll verbinden lassen. „Vielleicht kriegt man dann ja sogar eine ganzjährige Nutzung hin“, sagt Golde. Zurzeit ist das Jahnbad nur in der Badesaison geöffnet, von Mitte Mai bis Oktober. Den Rest des Jahres steht das Gelände weitgehend leer.

In den 20er Jahre wurde großzügig gebaut

Auf alten Postkarten ist zu sehen, wie beliebt die Neuruppiner Badeanstalt einst war. Die schönen Gebäude in idyllischer Lage neben dem Stadtpark waren mit ihrem wundervollen Blick über den Ruppiner See in den 30er Jahren ein gefragtes Ausflugsziel. Seine besten Jahre hat das Bad hinter sich, das ist auf den ersten Blick zu sehen. Einige Stadtverordnete fordern sogar, dass das Bad dringend saniert werden muss; sie fürchten, dass die Bausubstanz beschädigt werde könnte, wenn die Stadt nicht schnell etwas unternimmt.

Doch Gefahr für die Gebäude besteht nicht, versichert Jens-Peter Golde. „Das Dach ist überall dicht, es regnet nirgends rein.“ Er hält nichts davon, jetzt 100 000 oder 200 000 Euro für schnelle Reparaturen auszugeben. Dass sich mit weniger Geld am Zustand des Freibades wenig ändern lässt, ist klar. Aber würde eine solche Ausgabe auf Dauer etwas bringen?

Beliebt ist das Jahnbad nach wie vor, sagt die Chefin Marlen Steiner. Am 11. Mai ist das Bad in die neue Saison gestartet. Das Wasser hat 19 bis 20 Grad Celsius. „Als es in der vergangenen Woche so richtig heiß war, war hier richtig was los“, sagt Marlen Steiner. 77 Besucher haben sie und ihr Kollege Philipp Steiner am Freitag gezählt. Für einen Maitag ist das sehr gut. Neben den Badegästen kommen in der Woche jeden Abend auch Volleyballer ins Seebad, um auf den Beachvollballplätzen zu trainieren.

Ein Platz für Wohnmobile würde passen

Als das Seebad Ende der 20er Jahren errichtet wurde, haben die Architekten viele Umkleidekabinen eingeplant. „Die Kabinen benutzt heute fast keiner mehr“, sagt Marlen Steiner. Die meisten stehen ein fach leer. Golde glaubt, dass sich in einem Gesamtkonzept auch diese Räume sinnvoll nutzen ließen. Einen Caravanplatz könnte er sich vor der Tür vorstellen. Die Zahl der Urlauber, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind, steigt sprunghaft an. Neuruppin hat mit den Campingplätzen im Norden zwar einiges zu bieten. Aber manche wollen einfach auch in der Nähe der Stadt rasten, sagt der Rathauschef. Die Stellplätze am Sportcenter würden dafür auf Dauer nicht ausreichen. Im Jahnbad könnten zusätzliche Angebote für die Camper entstehen: Duschen, Toiletten, Räume mit Waschmaschinen ... Doch ob es dazu jemals kommt, ist völlig ungewiss.

Erst einmal wird im Jahnbad jedenfalls nicht gebaut. Ganz im Gegensatz zum Seebad in Alt Ruppin. Dort müssen die Handwerker jetzt ganz schnell ran. Am Montag hatte die Stadtverwaltung den Steg sperren lassen, nachdem Taucher entdeckte hatten, dass er teilweise desolat ist. Die Stadtverwaltung will den Badesteig so schnell wie möglich reparieren lassen. Wenn alles klappt, könnte der Steg schon am Mittwoch wieder benutzbar sein.

Von Reyk Grunow

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