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Bänke an Neuruppiner Schule abgefackelt

Vandalismus nimmt zu Bänke an Neuruppiner Schule abgefackelt

Am späten Mittwochabend haben auf dem Schulhof des Schinkel-Gymnasiums in Neuruppin mehrere Sitzbänke gebrannt, ein angrenzendes Holzgerüst fing Feuer. Der Schaden wird auf 6000 Euro geschätzt. Auch an der Fontane-Oberschule gab es in der Nacht zu Donnerstag einen mutmaßlichen Fall von Vandalismus.

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Die Sitzgarnitur auf dem Gelände des Schinkel-Gymnasiums wurde vermutlich in Brand gesteckt.

Quelle: Mischa Karth

Neuruppin. In der Nacht zu Donnerstag hat es in Neuruppin gleich zwei Vorfälle gegeben, die auf Vandalismus schließen lassen: eine abgefackelte Sitzgruppe am Schinkel-Gymnasium und Löcher im Sportplatz der Fontane-Oberschule. Zusammen mit einem ähnlichen Vorfall im Juli gehen Mitarbeiter der Stadt inzwischen von einer Serie mutwilliger Zerstörung aus. Die Verwaltung hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den oder die Täter zu fassen.

Was ist im Einzelnen passiert? Am Schinkel-Gymnasium haben Unbekannte am späten Mittwochabend offensichtlich eine Sitzgruppe auf dem Schulhof in Brand gesetzt. Hierdurch fing eine angrenzende Holzkonstruktion ebenfalls Feuer. Die Neuruppiner Feuerwehr rückte kurz vor Mitternacht mit kleiner Besatzung an und löschte den Brand. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 6000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen.

Faustgroße Löcher im Kunststoffbelag auf dem Sportplatz

An der Fontane-Oberschule wurde – vermutlich ebenfalls mutwillig – der Kunststoffbelag des Sportplatzes beschädigt. Mehrere faustgroße Löcher und die Überreste von Feuerwerkskörpern fanden sich noch am Donnerstag vor Ort. Der Hausmeister hatte die Schäden entdeckt.

Während Vandalismus am Schinkel-Gymnasium eher un­typisch sei, komme es gerade an der Fontane-Oberschule immer wieder zu Sachbeschädigungen, sagte Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Nord der MAZ und betonte: „Bei Graffiti können wir durch die Tags noch auf den Urheber schließen, bei Zerstörungen sind wir auf Zeugen angewiesen.“ So seien gerade in einem bewohnten Umfeld wie dem der Fontane-Schule die Anwohner angehalten, verdächtige Ereignisse zu melden. „Meistens entsteht Lärm bei Sachbeschädigungen“, sagte Röhrs. Es sei besser, die Polizei bei besonderen Vorkommnissen einmal vergeblich als gar nicht zu rufen, so Röhrs.

Auch die Karl-Liebknecht-Schule hat Schäden zu beklagen

Die Stadt, die in allen Fällen direkt oder indirekt geschädigt ist, verweist noch auf einen dritten Vorfall. Dieser ereignete sich bereits im Juli. An der Karl-Liebknecht-Grundschule war ebenfalls ein Teil des Kunststoffbelages angezündet worden – der erst kurz zuvor erneuert worden war. Zusammen mit dem Schaden an der Fontane-Oberschule addieren sich weitere Kosten von 1000 Euro.

Michaela Ott hofft nun auf die Aufmerksamkeit der Bürger, um die Fälle aufzuklären. Dass die Schulhöfe öffentlich zugänglich sind, stehe unterdessen nicht zur Debatte, sagte die Rathaus-Sprecherin. „Das wurde bewusst so gewählt, um für Kinder und Jugendliche Spielmöglichkeiten zu schaffen“, sagte Ott. Die Flächen würden auch entsprechend genutzt.

Von Mischa Karth

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