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Ostprignitz-Ruppin Bäume in Dranse beschädigt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bäume in Dranse beschädigt
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13:43 18.03.2016
Diese Linde in der Seestraße ist nicht mehr zu retten. Quelle: Björn Wagener
Dranse

Drei Linden an der Seestraße in Dranse wurden stark beschädigt. Denn offenbar Kinder haben an zwei der noch jungen Bäume ringsherum die Rinde auf 20 bis 30 Zentimetern Breite entfernt. Beim Dritten fehlt die Rinde nur zum Teil. Das heißt, es gibt noch eine durchgehende Verbindung auf einer Seite des Stammes.

Ortsvorsteher Karl Gärtner geht von einem Schaden in Höhe von rund 1500 Euro aus. Es sei eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden. Das bestätigt auch die Stadt Wittstock. Zunächst sei aber nicht vorgesehen, die betroffenen Bäume zu fällen. Vielmehr soll deren weitere Wachstumsentwicklung abgewartet werden. „Möglicherweise erholen sie sich von den Schäden“, teilt Stadt-Sprecher Jean Dibbert dazu mit.

Wenn die Rinde ringsherum fehlt, ist es vorbei

Daran glaubt der Ortsbeirat nicht. Und auch Gärtnermeister Bernd Haase aus Wittstock lässt keinen Zweifel daran, dass zumindest jene Bäume eingehen werden, bei denen die Rinde rundherum entfernt wurde. Das sei nicht zu verhindern, weil der Baum dann die Nährstoffe nicht mehr transportieren kann. „Wenn rundherum alles ab ist, ist es vorbei“, bringt es Haase auf den Punkt. So lange aber zumindest noch ein durchgehender Steg vorhanden ist, könne der Baum gerettet werden, wenn so genannte Ersatzrinde aufgetragen wird.

Die hat schon eine etwa 200 Jahre alte Buche auf dem Areal des Gutes Burghof in Horst das Leben gerettet. Im Sommer 2014 hatten auch dort Kinder die Rinde großflächig entfernt und dem Baum damit beinahe das Leben genommen. Nur die rasche Erste Hilfe verhinderte das buchstäblich in letzter Minute. „Es sieht nicht schön aus, aber der Baum lebt noch“, beschreibt Felix von Lewinski vom Gut die Situation und vermutet, dass es bei Kindern wohl Mode sei, die Rinde von Bäumen zu entfernen. Immerhin hatten sich die Kinder damals nach Bekanntwerden des Falles gemeldet und dann auch mitgeholfen, den Baum zu retten.

Auch wenn das in Dranse bei zwei der drei betroffenen Bäume nicht mehr gelingen wird, so gab Karl Gärtner jedoch seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Kinder und vielleicht auch deren Eltern die richtigen Schlüsse ziehen, damit solche Dinge künftig nicht mehr vorkommen.

Von Björn Wagener

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