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Ostprignitz-Ruppin Bagger rücken gegen Biber vor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bagger rücken gegen Biber vor
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16:36 23.03.2017
Bislang haben die Mitarbeiter des Wasser- und Bodenverbandes rund ein Viertel der Böschung gesichert. Quelle: Alexander Beckmann
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Sieversdorf

Mit der Ruhe am Graben zwischen Sieversdorf und Goldbeck ist es vorbei. Monatelang wurden die Biber dort nicht einmal mehr vom Verkehr gestört. Dafür hatten sie selbst gesorgt, indem sie die Böschung und den angrenzenden Goldbecker Weg so weit untergruben, dass der gesperrt werden musste.

Seit Montag unterbrechen nun die Dieselmotoren von Baggern die Stille. Die rücken den Nagetieren dicht auf den Pelz. Fünf Mitarbeiter des Wasser- und Bodenverbandes Dosse-Jäglitz haben sich daran gemacht, den Aktivitäten der Biber einen Riegel vorzuschieben.

Drahtgeflecht gegen Nagezahn

Auf rund 900 Metern Länge versenken sie direkt an der Böschungskante Drahtgittermatten senkrecht im Boden. Schon auf den ersten rund 150 Metern stießen die Bauleute dabei auf vier Höhlen, die bis unter die Fahrbahn reichen. Solche Stellen markieren sie, damit die Kommune, auf deren Gemarkung der Weg liegt, sich später gezielt an die Reparatur der beschädigten Bereiche machen kann. Der Gemeinde Zernitz-Lohm und der Stadt Neustadt steht da noch einiges an Arbeit bevor.

Zugleich geben die Gänge den Männern einen Hinweis darauf, ob sie mit ihren Bemühungen überhaupt richtig liegen. Der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Gernot Elftmann wirkt ganz zuversichtlich. „Es sieht gut aus“, findet er. „Mit der Unterkante der Matten sind wir einen Meter unter den Biberbauten. Das sollte reichen.“

In dem Bereich wird es nämlich sogar für die versierten Höhlenbauer sehr schwierig, neue Gänge anzulegen. Denn normalerweise steht in der Tiefe schon das Wasser. Für die jetzigen Bauarbeiten hat der Wasser- und Bodenverband den Pegel im Graben extra so weit wie möglich gesenkt.

Loch an Loch

Das offenbart nun auch recht anschaulich, wie aktiv die Biber bei Goldbeck wirklich sind. Überall in den Böschungen sind Höhleneingänge zu sehen, die sonst unterhalb der Wasseroberfläche liegen. Die Grabenkante sieht aus wie der sprichwörtliche Schweizer Käse.

Ob die jetzt aufwendig eingebauten Sperren solche Schäden künftig verhindern oder wenigstens mindern können, wird sich nach der Fertigstellung um Ostern herum erst noch zeigen müssen. Denn im Grunde handelt es sich bei dem Bau um ein Experiment. Üblicherweise wurden Sperrmatten dieser Art bislang flach auf die Böschungen gelegt und dort verankert. Das macht aber noch mehr Arbeit.

Was der Biber von all dem hält? Dirk Preuß vom Bautrupp hat die scheuen Tiere schon gesehen: „Als wir ankamen, saßen vorne am Durchlass welche im Rohr.“ Wahrscheinlich guckten sie sehr finster.

Von Alexander Beckmann

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