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Ostprignitz-Ruppin Bahn lenkt ein: Mehr Züge auf der Linie RE6
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bahn lenkt ein: Mehr Züge auf der Linie RE6
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16:13 10.02.2017
Ab Mittwoch sollen auch zwischen Wittstock, Pritzwalk und Wittenberge wieder Züge fahren. An den alten Triebwagen trat Rauch auf. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Bahnpendler, die auf die Züge des Prignitz-Expresses angewiesen sind, können aufatmen: Ab Montag sollen wieder Züge zwischen Hennigsdorf und Berlin fahren, ab Mittwoch auch zwischen Wittstock und Wittenberge. „Wir haben schneller eine Lösung gefunden als gedacht“, sagte am Freitag Jörg Werner, Marketingleiter der DB Regio Nordost.

Bahn mietet zwei Triebwagen

Die Lösung sieht so aus, dass zwischen Hennigsdorf und Berlin ab Montag elektrische Triebwagen eingesetzt werden, die von einer anderen Linie abgezogen werden. Dort fahren dann Doppelstockzüge. Für den Verkehr zwischen Wittstock, Pritzwalk und Wittenberge will die Deutsche Bahn ab Mittwoch zwei Triebwagen einsetzen, die sie bei einem anderen Verkehrsunternehmen gemietet hat. Ob es sich dabei um die Hanseatische Eisenbahngesellschaft (Hans) in Putlitz handelt, das blieb zunächst offen.

Tausende Pendler kamen zu spät

„Ich hätte mir gewünscht, dass die Bahn sich gleich um eine solche Alternative bemüht hätte“, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Denn eine Woche lang mussten tausende Pendler des Regionalexpresses RE 6 mit Verspätungen und Zugausfällen zurecht kommen. „Das ist eine Unverschämtheit und für die betroffenen Fahrgäste unzumutbar“, so Reinhardt. Auch Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos) zeigte sich fassungslos darüber, dass so etwas im 21. Jahrhundert passieren kann. „Dann muss man sich nicht wundern, wenn Reisende kein Vertrauen in die Bahn haben.“

Sowohl Reinhardt als auch Gehrmann bemängelten die Intransparenz der Deutschen Bahn. „Keiner weiß, wer die Verantwortung hat und die Entscheidung trifft, dass Züge auf einer Strecke ausfallen“, sagte der Landrat. Er forderte ein Umdenken bei der Bahn, damit sich derartige Situationen nicht wiederholen.

Plötzlich Raum am Motorblock

Das Unternehmen hatte mit seiner Wartungs- und Informationspolitik für viel Ärger und Kritik gesorgt. Denn die Bahn hatte alle Züge, die auf der Linie des Prignitz-Expresses unterwegs sind, kurzfristig in die Werkstatt beordert, nachdem an zwei Fahrzeugen plötzlich Rauch am Motorblock aufgetreten war. Die Reisenden erfuhren erst am Montag, dass es deshalb zwischen Wittstock und Wittenberge sowie zwischen Hennigsdorf und Berlin Schienenersatzverkehr gibt. Da die Busse deutlich früher abfuhren als die Züge, kamen viele Pendler zu spät zur Arbeit, zum Unterricht, zum Studium.

Ursprünglich sollte der Schienenersatzverkehr mit Bussen bis zum 26. Februar gelten. Doch der Druck auf die Bahn war wohl zu groß: Unzählige Reisende meldeten sich in den sozialen Netzwerken zu Wort, auch Landespolitiker kritisierten das Gebaren des Unternehmens.

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