Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Bahn sperrt den Seedamm erst 2020
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bahn sperrt den Seedamm erst 2020
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 09.07.2017
Die Seedammbrücke, auf der der RE6 den Ruppiner See überquert, muss saniert werden. Quelle: Christian Schmettow
Anzeige
Neuruppin

Die Bahn verschiebt die geplante Sanierung der Seedammbrücke in Neuruppin um rund anderthalb Jahre. Nach den aktuellen Plänen sollen die Arbeiten nicht mehr wie eigentlich vorgesehen Anfang 2019 stattfinden, sondern erst im Sommer 2020. Das geht aus einer Antwort von Verkehrsministerin Kath­rin Schneider (SPD) auf eine kleine Anfrage der Fraktion BVB/Freie Wähler im Landtag hervor.

Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass die Bahn 2019 die einzige Zugverbindung von Berlin nach Neuruppin sperren will (die MAZ berichtete). Bei Lokal- und Landespolitikern hatte das für Entsetzen gesorgt. Sie fürchteten, dass die Bauarbeiten den Beginn des Festjahres zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes gefährden könnten, wenn sich das Ende aus irgendeinem Grund über den geplanten Zeitraum hinaus verzögern sollte. Auf Drängen des Kreises und auch der Landesregierung hat die Bahn ihr Vorhaben verschoben. Geplant sei nun, die Strecke in der Zeit vom 30. April bis 10. August 2020 dicht zu machen. Damit soll sichergestellt sein, dass weder die Feiern zum Fontanejubiläum noch die Landesgartenschau 2019 in Wittstock durch die Bauarbeiten gefährdet werden.

2018 sollen die Gleise von Hennigsdorf und Kremmen erneuert werden

Auf Behinderungen müssen sich die Fahrgäste des RE 6 allerdings schon lange vor 2020 einstellen. Bereits 2018 will die Bahn die Gleise zwischen Hennigsdorf, Velten und Kremmen erneuern. Dafür wird die Strecke voraussichtlich in den Sommerferien vom 7. Juli bis 20. August 2018 gesperrt, heißt es aus Potsdam.

Der Landtagsabgeordnete Peter Vida schlägt vor, die Sperrung 2020 zu nutzen, um auf der Strecke des RE 6 für Verbesserung zu sorgen. Weil es zwischen Kremmen und Neuruppin nur ein Gleis gibt, können sich dort nicht zwei Züge begegnen. Schon kleine Probleme können dazu führen, dass sich Züge über Stunden verspäten oder ganz ausfallen müssen. Vida schlägt deshalb vor, eine Ausweichstelle zu bauen. Theoretisch könnte dann der Takt des Prignitz-Expresses sogar auf zwei Züge pro Stunde erhöht werden. Vida will wissen, ob der Bau 2020 möglich wäre. Knappe Antwort der Landesregierung: „Nein.“ Das will die Fraktion BVB/Freie Wähler so einfach nicht hinnehmen. Für den Herbst kündigt sie konkrete Anträge zur Änderung des Landesnahverkehrsplanes an – auch für den RE6.

Von Reyk Grunow

Gleich zwei Pfarrerinnen verlassen die Gesamtkirchengemeinde Ruppin in diesem Jahr. Ilona Kretzschmar geht im September vorzeitig in den Ruhestand, Susanne Graap wechselt als Dompredigerin nach Brandenburg (Havel). Für die Gemeinde in Neuruppin ein herber Schlag.

14.03.2018

Damit die vielen Funklöcher in Brandenburg möglichst schnell behoben werden, sollen die Planverfahren für neue Funkmasten vereinfacht werden. Das fordert die CDU-Landtagsfraktion, die am Donnerstag ihre sogenannte Funkloch-Tour im Rheinsberger Ortsteil Warenthin begann.

09.07.2017

Von außen wirkt die Rossower Dorfkirche klein und bescheiden – eben wie zahlreiche andere Feldsteinkirchen in Brandenburg. Doch im Inneren verbirgt sich ein Kunstschatz, der bereits 410 Jahre in dem Gotteshaus schlummert. Der ehemalige Hochaltar war 1607 aus dem Havelberger Dom nach Rossow gelangt, vermutlich, um ihn vor Bilderstürmern zu schützen.

09.07.2017
Anzeige