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Bahn sperrt den Seedamm erst 2020

Neuruppin Bahn sperrt den Seedamm erst 2020

Die Bahn wird die Seedammbrücke später sanieren als angekündigt. Um die Fontanefeiern und die Landesgartenschau 2019 nicht zu gefährden, wurden die Arbeiten auf 2020 verschoben. Schon 2018 wird die Strecke aber voraussichtlich für einen Monat gesperrt.

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Die Seedammbrücke, auf der der RE6 den Ruppiner See überquert, muss saniert werden.

Quelle: Christian Schmettow

Neuruppin. Die Bahn verschiebt die geplante Sanierung der Seedammbrücke in Neuruppin um rund anderthalb Jahre. Nach den aktuellen Plänen sollen die Arbeiten nicht mehr wie eigentlich vorgesehen Anfang 2019 stattfinden, sondern erst im Sommer 2020. Das geht aus einer Antwort von Verkehrsministerin Kath­rin Schneider (SPD) auf eine kleine Anfrage der Fraktion BVB/Freie Wähler im Landtag hervor.

Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass die Bahn 2019 die einzige Zugverbindung von Berlin nach Neuruppin sperren will (die MAZ berichtete). Bei Lokal- und Landespolitikern hatte das für Entsetzen gesorgt. Sie fürchteten, dass die Bauarbeiten den Beginn des Festjahres zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes gefährden könnten, wenn sich das Ende aus irgendeinem Grund über den geplanten Zeitraum hinaus verzögern sollte. Auf Drängen des Kreises und auch der Landesregierung hat die Bahn ihr Vorhaben verschoben. Geplant sei nun, die Strecke in der Zeit vom 30. April bis 10. August 2020 dicht zu machen. Damit soll sichergestellt sein, dass weder die Feiern zum Fontanejubiläum noch die Landesgartenschau 2019 in Wittstock durch die Bauarbeiten gefährdet werden.

2018 sollen die Gleise von Hennigsdorf und Kremmen erneuert werden

Auf Behinderungen müssen sich die Fahrgäste des RE 6 allerdings schon lange vor 2020 einstellen. Bereits 2018 will die Bahn die Gleise zwischen Hennigsdorf, Velten und Kremmen erneuern. Dafür wird die Strecke voraussichtlich in den Sommerferien vom 7. Juli bis 20. August 2018 gesperrt, heißt es aus Potsdam.

Der Landtagsabgeordnete Peter Vida schlägt vor, die Sperrung 2020 zu nutzen, um auf der Strecke des RE 6 für Verbesserung zu sorgen. Weil es zwischen Kremmen und Neuruppin nur ein Gleis gibt, können sich dort nicht zwei Züge begegnen. Schon kleine Probleme können dazu führen, dass sich Züge über Stunden verspäten oder ganz ausfallen müssen. Vida schlägt deshalb vor, eine Ausweichstelle zu bauen. Theoretisch könnte dann der Takt des Prignitz-Expresses sogar auf zwei Züge pro Stunde erhöht werden. Vida will wissen, ob der Bau 2020 möglich wäre. Knappe Antwort der Landesregierung: „Nein.“ Das will die Fraktion BVB/Freie Wähler so einfach nicht hinnehmen. Für den Herbst kündigt sie konkrete Anträge zur Änderung des Landesnahverkehrsplanes an – auch für den RE6.

Von Reyk Grunow

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