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Ostprignitz-Ruppin Bahnhofsfest in Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bahnhofsfest in Rheinsberg
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00:25 02.09.2015
Die beiden Draisinen waren immer im Einsatz. Quelle: Dagmar Simons
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Rheinsberg

Es wird mit den Finger geschnippt, mit den Füßen im Takt mitgewippt und manchen hält es nicht auf seinem Sitz. Beim Bahnhofsfest in Rheinsberg heizte die Gruppe „Country Buffet“ aus Mecklenburg-Vorpommern den zahlreichen Besuchern kräftig ein.

Bereits zum 17. Mal veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Rheinsberger Bahnhof gemeinsam mit dem Heimatverein Rheinsberger Seenkette an diesem Wochenende ein buntes Treiben für die ganze Familie und natürlich für Eisenbahnfans wie Marko Pfafl. Der Thüringer hat sich extra morgens um halb fünf in die Bahn gesetzt, um dabei sein zu können. Ihm hat es besonders das mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Eisenbahnmuseum angetan. „Mich interessiert die historische Technik“, sagt er. Frank Schmidt dagegen hat mit Eisenbahnen nichts am Hut. „Es ist reiner Zufall, dass ich hier bin.“ Der Berliner verbringt seinen Urlaub in der Region und hat gesehen, dass am Bahnhof etwas los ist.

Der Verein bemüht sich immer um besondere Attraktionen. An diesem Wochenende sind ein Uerdinger Schienenbus und ein LVT der hanseatischen Eisenbahn vor Ort. Bei den Kindern waren die beiden Draisinen der Renner. Die Fahrraddraisine gehört dem Verein, die Hebeldraisine ist aus Pritzwalk ausgeliehen. Vereinsmitglied Carsten Hacke als Begleitperson hat genug zu tun. Vereinschef Udo Blankenburger rechnet mit rund 500 Besuchern: „Es ist ein Kommen und Gehen.“ Das erste Bahnhofsfest wurde 1999 veranstaltet anlässlich 100 Jahre Eisenbahnstrecke Löwenberg-Rheinsberg. Mittlerweile ist es Tradition geworden, zu deren Gelingen viele freiwillige Helfer beitragen wie die Ehefrauen, die für das Kuchenbuffet backen oder die freiwillige Feuerwehr. Sie wurde geehrt, weil sie Fest bereits zum 15. Mal absichert.

Ein Tänzchen auf den Bahngleisen. Quelle: Dagmar Simons

„Die Einnahmen sichern uns das Überleben für das kommende Jahr“, sagt Blankenburger. Denn der Unterhalt des Geländes verschlingt Geld genauso wie die Instandsetzung der frisch restaurierten U-Bahn, in der eine Fotoausstellung zur historischen „Paulinenauer Bahn“ zu sehen ist. „Wir haben lange daran geschliffen und gebaut. Jetzt fehlen nur noch die original schwarzen Streifen“, sagt Blankenburger. Das wird nicht mehr lange dauern. Doch an diesem Wochenende wurde nicht gearbeitet, sondern gefeiert.

Von Dagmar Simons

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