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Bald gibt es die Biotonne auch wieder in klein

Ostprignitz-Ruppin Bald gibt es die Biotonne auch wieder in klein

In Ostprignitz-Ruppin stehen immer mehr Biotonnen. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der braunen Behälter von 1549 auf 2780. Das reicht aber noch nicht aus, um Vorgaben des Landes zu erfüllen. Auch deshalb will der Kreis ab Juli neben einem 120-Liter-Behälter nun auch wieder eine 60-Liter-Tonne anbieten.

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Die Biotonnen haben einen Filter im Deckel.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Ab Juli wird der Landkreis vermutlich wieder 60-Liter-Behälter für die Biotonne anbieten. Die Abfallbehörde in Neuruppin reagiert damit auf den Wunsch vor allem älterer Einwohner, die sich zwar gern für das Entsorgen ihrer Abfälle aus Küche und Garten eine Biotonne zulegen würden, denen aber eine 120-Liter-Tonne schlichtweg zu groß und zu schwer ist. Denn durch den Deckel, der mit einer Gummilippe gegen den Geruch versehen ist und zudem einen Filter enthält, so dass der Behälter fast wie ein Komposter wirkt, schrumpfen die Biobfälle in sich zusammen. Das hat zwar den Vorteil, dass die Tonne viele Essens- und Gartenreste aufnehmen kann. Doch der Behälter wird dadurch auch schwer. Zu schwer für einige. Denn zum Leeren muss die Tonne an den Straßenrand gezogen werden.

„Wir hatten schon viele telefonische Nachfragen, ob und wann die 60-Liter-Biotonne kommt“, sagte am Mittwoch Myga Chrzanowski, die Sachgebietsleiterin Abfallwirtschaft. Wegen der Anfragen hat der Kreistag im März den Weg für die Biotonne in klein freigemacht.

Vorgabe: 30 Kilo Bioabfall je Einwohner und Jahr

Die 60-Liter-Behältnisse sind nicht neu. Sie hatte es bis vor Kurzem im Altkreis Neuruppin gegeben. Allerdings waren die Behältnisse 2016 getauscht worden. Damals schaffte sich der Kreis die 120-Liter-Biotonnen mit dem neuartigen Deckel samt Gummilippe und Filter an (die MAZ berichtete). Nun will der Kreis auch wieder 60-Liter-Biotonnen anbieten – schon weil der Kreis die Vorgaben des Landes erfüllen will. Demnach sollen ab dem Jahr 2020 pro Einwohner und Jahr 30 Kilo Bioabfall entsorgt werden. Davon ist Ostprignitz-Ruppin mit derzeit 7,9 Kilo je Einwohner und Jahr noch gut entfernt. Wesentlich besser sieht es indes beim zweiten Teil der Vorgaben des Landes in diesem Bereich, den Grünabfällen, aus. 40 Kilo je Einwohner und Jahr sollen ab 2020 entsorgt werden. In Ostprignitz-Ruppin waren es 2016 laut der Abfallexpertin bereits 50,5 Kilo je Einwohner und Jahr.

Der Kreis erhebt keine Anschlussgebühr für die Biotonne

Um die Quote auch bei den Bioabfällen zu erhöhen, soll nun also die 60-Liter-Tonne kommen. Ausgeschrieben hat der Kreis den Auftrag bereits. Die Bewerbungen werden gerade vom Rechnungsprüfungsamt unter die Lupe genommen. Sachgebietsleiterin Chrzanowski geht davon aus, dass der Zuschlag noch in diesem Monat erteilt wird, so dass die Tonnen ab Mai produziert werden können. Haushalte, die sich eine 60-Liter-Biotonne zulegen wollen, können den Antrag schon dafür stellen, so Chrzanowski.

Die Leerungsgebühr für die 120-Liter-Biotonne beträgt derzeit 4,58 Euro, die für die 60-Liter-Tonne wird 2,29 Euro betragen. Eine Anschlussgebühr wird nicht erhoben.

Seit der kreisweiten Einführung der Biotonnen im vergangenen Jahr ist die Zahl der braunen Behältnisse deutlich gestiegen: Ende 2015 gab es 1513 Biotonnen, Ende März 2017 waren es bereits 2860.

21 Prozent mehr Biomüll entsorgt

Die Biotonne wird seit 2016 in ganz Ostprignitz-Ruppin angeboten. Zuvor gab es sie lediglich in mehreren Orten im Altkreis Neuruppin.

Seitdem ist die Zahl der braunen Behälter deutlich gestiegen: von 1549 am 1. Januar 2016 auf 2860 zum 31. März 2017.

Zugenommen hat auch die Menge an Bioabfällen: 2015 wurden 646 Tonnen in den Biobehältern entsorgt. 2016 waren es 782 Tonnen – das ist ein Plus von 21 Prozent.

In Neuruppin stehen derzeit 1359 Biotonnen, in Wittstock 180, in Kyritz 150 und in Rheinsberg 318. Auch in den Ämtern und Gemeinden gibt es eine steigende Nachfrage nach Biotonnen. Im Amt Lindow gibt es aktuell 108 Biotonnen, im Amt Neustadt 113, im Amt Temnitz 101. In der Gemeinde Fehrbellin stehen 321 braune Behälter, in der Gemeinde Heiligengrabe 60 und in der Gemeinde Wusterhausen 80.

Von Andreas Vogel

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