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Bald neue Supermarkt-Landschaft in Neustadt

Einzelhandel Bald neue Supermarkt-Landschaft in Neustadt

Den Willen, neu zu bauen und anschließend innerhalb Neustadts umzuziehen, haben jetzt gleich drei der vier in der Stadt vorhandenen Supermärkte bekundet. Dabei hat das Vorhaben von zwei Discountern den Vorteil, dass bislang brachliegende Flächen nach ungezählten Jahren des Verfalls wieder eine Zukunft bekommen. Eine der Immobilen war einst sogar ein Flüchtlingsheim.

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Im ehemaligen LPG-Wohnheim wohnten Anfang der 1990er Jahre Asylbewerber. Demnächst könnte Norma dort neu bauen.

Quelle: Matthias Anke

Neustadt. Wo seit Jahrzehnten nun schon der berüchtigte Zahn der Zeit nagt in Neustadt, könnte es schon bald wieder vorwärts gehen. So ist etwa absehbar, dass der Discounter Netto demnächst an der Prinz-von-Homburg-Straße baut, wo eine Industriebrache vor sich her gähnt. Netto würde mit seiner Filiale aus dem Wohngebiet Vogelsang auf dieses Gelände eines einstigen Möbelwerks ziehen.

Wie Bürgermeisterin Sabine Ehrlich auf MAZ-Nachfrage weiterhin erklärt, ist das Vorhaben ohne Bebauungsplan umsetzbar, da unterhalb einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern geblieben werden soll. Bauamtsleiter Wolfgang Burau weiß zudem, dass ein Bauantrag gestellt wurde, der beim Landkreis zur Entscheidung liegt. „Angesichts des bevorstehenden Winters dürfte wohl jedoch erst nächstes Jahr mit den Arbeiten begonnen werden“, sagt Burau.

Der nächste Umzug, der folgen wird, betrifft den Neustädter Edeka-Markt. Dieser beabsichtigt, hinter der Amtsverwaltung zu bauen. Das Vorhaben ist innerhalb des Planes „Bahnhofsgebäude und Bahnhofsumfeld“ berücksichtigt. Nach dem Aufstellungsbeschluss vor gut vier Jahren liegt der Entwurf jetzt vor. Die Stadtverordneten beschlossen bei ihrer Sitzung am Montagabend, den Bebauungsplan öffentlich auszulegen. Anschließend kann es an die Umsetzung gehen. Verläuft alles wie vorgesehen, wird auch in diesem Fall nächstes Jahr gebaut.

Platz für soziale Zwecke

Das dritte, nach Einschätzung der Bürgermeisterin dann zeitlich folgende Projekt, wäre der Umzug des Discounters Norma. Dieser beabsichtigt, seinen derzeitigen Standort an der Hohenofener Straße aufzugeben. An dieser Stelle kann sich die Neustädter Verwaltung dafür eine neue Bebauung für soziale Zwecke vorstellen, etwa eine Wohnbebauung für Senioren oder Kinderbetreuung angesichts der bereits nebenan tätigen Kita oder für Einzelhandelsbetriebe, die aber nicht aus dem Lebensmittelbereich kommen sollten. Das sei im Sinne des Stadtentwicklungskonzeptes. Hierfür einen Bebauungsplan aufstellen zu lassen und anschließend eine Veränderungssperre vorzunehmen, dazu kam es am Montag aus formellen Gründen aber noch nicht.

Die neue Fläche, die für Norma infrage kommt, ist ebenso seit nun schon über einem Jahrzehnt eine Brache. Dabei handelt es sich um das ehemalige Wohnheim der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) in ­Neustadt. Es wurde zuletzt Anfang der 1990er Jahre in größerem Stil genutzt, als dort Asylbewerber untergebracht waren. Mittlerweile jedoch ist die Immobilie an der ­Köritzer Straße/Ecke Segeletzer Straße dem Abriss geweiht. Für Norma bietet dieser Platz gegenüber dem aktuellen Standort den Vorteil, damit um einige Hundert Meter weiter in Richtung Innenstadt und Bahnhof vorrücken zu können.

Der einzige Neustädter Supermarkt, bei dem nun vorerst alles beim Alten bleibt, ist damit Lidl neben der Bahnunterführung.

Von Matthias Anke

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