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Ostprignitz-Ruppin Bald so schick wie lange nicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bald so schick wie lange nicht
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10:02 24.07.2013
Das Dach ist gedeckt. Die Fassade soll ihr ursprüngliches Aussehen zurückbekommen. Quelle: Alexander Beckmann
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Wusterhausen

Das ist mal ’ne Baustelle! Seit zwei Monaten geben sich die Handwerker im ehemaligen „Märkischen Hof“ und im angrenzenden Stadtsaal von Wusterhausen die Klinke in die Hand. Sie kommen sichtlich voran – und lösen damit ein Problem, das jahrelang unlösbar erschien.

Der Mann dahinter ist Hotelier Daniel Kort, der den „Mühlenhof“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite betreibt. Im vergangenen Jahr kaufte er Stadtsaal und angrenzende Gaststätte von der Kommune und nahm der damit eine schwere Last von den Schultern. Denn Wusterhausen hatte lange Zeit und in mehreren Anläufen vergeblich versucht, ein nachhaltiges Nutzungs- und Sanierungskonzept für das Investitionsobjekt zu finden. Das scheiterte nicht zuletzt am dazu nötigen finanziellen Aufwand.

Den wagt nun Daniel Kort. Ursprünglich hatte er den Baubeginn schon für Februar geplant, doch lief es dann doch nicht ganz so zügig wie erhofft. Vor allem die Erfüllung der Brandschutzauflagen erforderte einigen Vorlauf. Doch inzwischen kann sich vor allem der Saal fast schon wieder sehen lassen. Die neue, nun weiße Decke fällt ins Auge. „Es hat sich herausgestellt, dass in dem Saal überhaupt keine Wärmedämmung war“, erzählt Daniel Kort. Die alte Holzverkleidung der Decke musste komplett entfernt werden, um der Wärmedämmung, zeitgemäßen Brandschutzmaßnahmen und einer modernen Akustikdecke Platz zu machen. Die historischen Kronleuchter und Wandlampen werden wieder installiert, verspricht Kort. Hinzu kommen in die Decke integrierte Punktstrahler – angeordnet nach Sternzeichen, wie der Bauherr erklärt.

Gestern wurden die neuen Bogenfenster des Saales installiert. Die alten hatten noch eine einfache Verglasung. Das alte Parkett bleibt erhalten und wird lediglich repariert und aufgearbeitet.
Das hört sich nach viel Arbeit an, ist aber wohl nur der kleinere Teil des Gesamtkunstwerks. Die Gaststätte wurde praktisch bis auf den Rohbau entkernt – vielleicht ein bisschen weiter. Das Gebäude befand sich von der technischen Ausstattung her irgendwo auf dem Niveau der 70er Jahre, war in der Vergangenheit auch mehrfach auf recht rustikale Art umgebaut worden und in ziemlich marodem Zustand. Wusterhausen hatte angesichts des Sanierungsaufwandes schon an einen Abriss gedacht.
Daniel Kort jedoch will dem Haus sein ursprüngliches Aussehen wiedergeben. Das Dach ist inzwischen gedeckt und an der Fassade ist das Fachwerk zu sehen – in recht erbärmlichem Zustand. „Das war 60 Jahre lang zugeputzt“, berichtet Kort und verspricht: „Das wird alles wieder so hergerichtet, wie es mal war.“ Das gilt auch für die Giebelwand der einstigen Gaststätte, an der das Fachwerk irgendwann durch eine massive Mauer ersetzt worden war. Nun soll zumindest optisch der ursprüngliche Anblick wieder hergestellt werden. Kort möchte, dass der Bereich an der Einmündung der Domstraße auf die Kyritzer Straße zum sehenswerten historischen Ensemble wird.

Und natürlich will er das Haus auch nutzen – allerdings nicht als öffentliche Gaststätte. Das Erdgeschoss wird einen kleineren Veranstaltungsraum, die neuen Sanitäranlagen und die Einrichtungen zur gastronomischen Betreuung von Veranstaltungen beherbergen. Ein Durchbruch ermöglicht den direkten Zugang zum großen Saal. Ins Obergeschoss kommen fünf Gästezimmer.

 
Obwohl sich der Baubeginn wie erwähnt verzögerte, geht Kort weiterhin davon aus, dass das Wusterhausener Fußballer-Vergnügen Ende November bereits im Stadtsaal stattfinden kann – auch wenn bis dahin vielleicht noch nicht alles komplett fertig ist. Für eben solche Veranstaltungen, für Familienfeste, Hochzeitsfeiern oder Vereinstreffen investiert der Hotelier in die Gebäude. Denn der Bedarf sei zweifelsfrei vorhanden. Nur habe es ihm im „Mühlenhof“ bisher an den passenden Räumen gefehlt.
Auf die Frage nach dem Risiko wiegelt Daniel Kort ab: „Es war ja bekannt, dass das ein Riesenaufwand wird.“ Immerhin seien böse bautechnische Überraschungen bisher ausgeblieben: „So, wie das mit den Fachleuten beredet war, so ist es auch.“ Und ganz wichtig: „Die Finanzierung steht auf festen Füßen.“ Auch ohne öffentliche Förderung. Das habe er alles durchgerechnet.

Vom Baustress bleibt der Bauherr natürlich trotzdem nicht verschont. Nicht zuletzt deshalb dürfte er die Fertigstellung herbeisehnen. „Eine Eröffnungsfeier gibt’s auf jeden Fall.“

Von Alexander Beckmann

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