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Bald werden wieder Paten ausgebildet

Wittstock Bald werden wieder Paten ausgebildet

Das Netzwerk gesunde Kinder unterstützt Schwangere und junge Mütter und Familien. Dazu gehören auch Familienpaten, die ihnen in verschiedensten Alltagsfragen zur Seite stehen. Ab Oktober werden wieder neue Paten ausgebildet.

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Claudia Weinert (r.) und Michaela Strücker auf dem Basar für Babysachen am Samstag in Wittstock.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Es war eine Premiere: Erstmals fand der „Babybasar“ des Netzwerkes gesunde Kinder am Samstag am Dänicke-Haus in der Gröperstraße 20 statt. Bisher hatte es diese Märkte für Kleidung und Spielsachen für die Jüngsten immer im Martinsraum in der St.-Marienstraße gegeben. Dort seien die Bedingungen auch sehr gut gewesen, „aber wir wollten etwas präsenter sein. Letztlich finden die Dinge doch eher hier statt“, sagt Theresa Höhmann, Koordinatorin des Netzwerkes. Da das Wetter mitspielte, konnte sich der kleine Flohmarkt zwischen Dänicke-Haus und Heiliggeistkirche sogar gut sichtbar unter freiem Himmel präsentieren – mit Sitzgelegenheiten und einem kleinen Imbiss mit Obst, selbst gemachtem Holundersaft und fair gehandeltem Kaffee.

Zehn Besuche in drei Jahren

Claudia Weinert war eine der Anbieterinnen. Sie ist schon seit Jahren Familienpatin im Netzwerk, betreute insgesamt acht Familien. „Das geht bis zum dritten Lebensjahr. In dieser Zeit finden zehn Besuche statt, die meisten in der ersten Zeit. Im dritten Jahr ist es nur noch einer“, sagt sie. Dann werde mit den Eltern über alles Mögliche aus dem täglichen Leben gesprochen, übers Füttern, über Waschpulver oder Erziehungs- und Gesundheitsfragen – „zum Beispiel, ob man Mettwurst in der Schwangerschaft essen darf“, sagt sie und rät in dieser Angelegenheit zur Zurückhaltung. „Manche Mütter wollen auch einfach nur reden“, sagt sie und berichtet, dass auch sie selbst dabei immer noch dazulerne. „Mütter von Babys benutzen heute kaum noch Decken, sondern meist Schlafsäcke. Daran musste ich mich auch erst mal gewöhnen.“ Claudia Weinert mag die Arbeit als Netzwerk-Patin. „Man lernt neue Leute kennen, knüpft Kontakte und sieht, wie die Kinder sich entwickeln. Das ist schön. Mein ältestestes Patenkind besucht nun schon die 2. Klasse.“

Ein Austausch, der Vorteile bringt

Diesen Austausch mag auch Michaela Strücker, Mutter der kleinen Ronja. Sie schätzt das Netzwerk. Außerdem kämen die Kinder mit Gleichaltrigen zusammen. „Es gibt hier auch Spiele, die man den Kindern zu Hause gar nicht bieten kann, wie ein Bällebad oder Klettermöglichkeiten“, sagt sie.

Das Netzwerk gesunde Kinder verfüge derzeit über sechs Paten im Raum Wittstock. Ab Oktober würden wieder neue ausgebildet, sagt Theresa Höhmann. Das heißt, die Interessenten besuchen zehn Veranstaltungen, bei denen sich Referenten verschiedensten Themen rund um die Kindererziehung widmen. Außerdem gebe es jährlich zwei Fortbildungen und ein „großes Essen“ als Dankeschön für die Unterstützung.

Wer Familienpate werden möchte, kann sich anmelden unter Tel.: 03394/40 27 47 oder E-Mail: th.hoehmann@estaruppin.de.

Von Björn Wagener

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