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Bantikower klar gegen Schweinemast

Tierhaltung Bantikower klar gegen Schweinemast

Die Einwohner sammelten bisher über 160 Unterschriften. Die Gesprächsrunde mit Gemeindevertretern findet am 10. September statt und soll weitere Fragen klären.

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Massenhaft Schweine will niemand in Bantikow.

Quelle: dpa

Bantikow. In der Urlaubergemeinde Bantikow hat sich Unruhe breitgemacht, seit bekannt geworden ist, dass am Rande des Dorfes in Richtung Tornow eine Schweinemastanlage für 1499 Tiere entstehen könnte. Die MAZ hatte in ihrer Ausgabe vom 5. Juli berichtet, dass vom Agrarunternehmen PVA ein Antrag auf Vorbescheid für den Bau einer solchen Anlage beim Landkreis eingereicht worden ist.

Die PVA gehört zur Lindhorst-Gruppe, die eigentlich vorhatte, auf ihrem Gelände eine Photovoltaikanlage zu errichten. Dieses Ansinnen hatten die Gemeindevertreter von Wusterhausen mit großer Mehrheit abgelehnt, was in Bantikow mit erheblicher Verwunderung zur Kenntnis genommen worden war. Immerhin gilt der Wusterhausener Ortsteil als bekanntes Naherholungszentrum mit einem Campingplatz, mittlerweile drei Hotels bzw. Gaststätten und mehreren Ferienwohnungen. Die alternative Energiegewinnung passe in jedem Fall besser zu dieser Art Infrastruktur als Tierproduktion in großem Stil, so die einhellige Meinung, bekundet auch bei einer aktuellen Unterschriftensammlung mit bislang rund 160 Unterzeichnern.

 
Nicht nur Ortsvorsteher Nico Alwin empfand deutlichen Gesprächsbedarf. Folgerichtig lud er Gemeindevertreter zu einer Aussprache ein. Uwe Tackmann (Linke), Ralf Langer (Unabhängige Wähler), Astrid Hohmann (Ländlicher Raum) und Bernd Jünemann (CDU) trafen sich dazu am Montagabend mit einer kleinen Gruppe Bantikower. Vor allem Uwe Tackmann legte noch einmal dar, weshalb es zur Ablehnung des Vorhabens gekommen war. Ein Teil der beanspruchten Fläche müsste dazu umgebrochen werden und stünde damit für die landwirtschaftliche Produktion nicht mehr zur Verfügung. Dies würde aber einem früheren Beschluss der Gemeindevertretung entgegenstehen. Der sachlich geführte Gedankenaustausch machte nun unter anderem deutlich, dass es sich um Boden minderer Qualität handelt, der bereits seit Jahren nicht mehr landwirtschaftlich genutzt worden ist. „Das hat übrigens auch der Bauausschuss bei einem Vor-Ort-Termin festgestellt“, berichtete dessen Vorsitzender Ralf Langer, „und deshalb einer Photovoltaikanlage zugestimmt“.

Nach einer guten Stunde im „Hotel am Untersee“ waren sich am Montag alle Beteiligten darin einig: Das Problem gehört erneut auf die Tagesordnung einer Sitzung der Gemeindevertreter. Die beraten erstmals nach der Sommerpause am 10. September. Bis dahin soll noch einmal konkret gehandelt werden. Dazu gehört ein Lokaltermin auf dem umstrittenen Flurstück, zu dem auch Investor Jürgen Lindhorst eingeladen wird. Interessierte Dörfler sind dazu ebenfalls willkommen. Die Organisation hat Astrid Hohmann übernommen.

Bis zur Sitzung des Bauausschusses am 13. August soll ein erweiterter Kenntnisstand vorliegen, der eventuell in einen neuen Beschluss münden könnte. Die Gesprächsrunde am Montagabend empfanden alle Anwesenden als nützlich.

Von Wolfgang Hörmann

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