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Banzendorf: Orts-Chef Jörg Rönnebeck packt an

Der Dorfschrittmacher Banzendorf: Orts-Chef Jörg Rönnebeck packt an

Er ist ein Macher. Die 650-Jahr-Feier im vergangenen Jahr wäre ohne seine Bemühungen um den historischen Umzug nur halb so bunt gewesen. Jörg Rönnebeck ist Banzendorfs Ortsvorsteher und hält sein Dorf zusammen. Ihm ist es wichtig, dass sich Zugezogene und Einheimische verstehen: dafür wurde das Gemeindezentrum gemeinschaftlich in Schuss gebracht.

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Jörg Rönnebeck am Dorfgemeinschaftshaus.

Quelle: Regine Buddeke

Banzendorf. Jörg Rönnebeck ist keiner, der die Arbeit nur verteilt, um sich die Hände nicht schmutzig zu machen. Der Banzendorfer Ortsvorsteher ist eher das Gegenteil: ein Selber-Macher. Seit 2014 ruhen die Geschicke des Dorfes in seinen Händen. Etliche Dinge hat er seitdem angepackt.

Die große 650-Jahr-Feier im vergangenen Jahr war ein Riesenerfolg – den historischen Umzug mit einer Vielzahl von Kostümen aus allen Epochen hat er gemeinsam mit seiner Frau Angela Wolf in Eigenregie auf die Beine gestellt.

Auch in diesem Jahr soll es wieder etliche „Dorf-Belustigungen“ geplant: „Wir sind schon in der Planung“, so der 51-Jährige. Für das Erntefest stemmt er den Umzug. Auch eine Tombola ist geplant. Für die Livemusik hat er bereits eine Idee: „Die neuen Besitzer“ des Blumen-Hofes haben eine Band – die wollen wir haben“, sagt er und freut sich, dass solche Leute nach Banzendorf ziehen. Nicht nur Menschen, die ein Haus kaufen, ohne fest in dem Ort zu leben. Am liebsten würde er viele junge Familien mit Kindern herlocken. „Bei den Häusern, die der Gemeinde gehören, haben wir dazu schon eine Regelung gefunden“, sagt er. Für den Ortsvorsteher ist es erklärte Herzensangelegenheit, das Dorfleben bunt und abwechslungsreich zu gestalten – um den Dorfzusammenhalt zu fördern und die Neu-Banzendorfer gut in die „Ureinwohnerschaft“ einzubeziehen. „Deswegen halten wir an den Traditionen fest“, sagt er und erinnert sich an DDR-Zeiten, wo es nicht nur Bäcker, Fleischer, Arzt, Kindergarten und Frisör in Banzendorf gab, sondern auch regelmäßige Tanzveranstaltungen. Daher ist er immer am Rotieren, um zumindest das Maibaum-Aufstellen, die Frauentagsfeier, das Osterfeuer und die Weihnachtsfeiern am Laufen zu halten.

Immerhin kann sich der Ort auch wieder mit einem Gemeindezentrum schmücken. An einer alten Baracke am Ende des Dorfes, die früher zur alten Schule gehörte, wird seit vier Jahren gebaut – „mit Eigenmitteln und Eigenleistung“, sagt Jörg Rönnebeck. „Die Baracke war damals reif für den Abriss“, erinnert er sich. Jetzt strahlt der Flachbau in hellem Weiß, Blumenkübel zieren den Eingang, hinten steht eine Feuerschale. Seit zwei Jahren kann der Bau genutzt werden: für private Feiern und geselliges Beisammensein der Dörfler. „Im September haben wir die letzten Putzarbeiten beendet“, sagt der Ortschef. Zu tun sei immer noch einiges. Der jetzt als Abstellkammer genutzte Raum soll noch saniert werden. Rönnebeck freut sich über jede helfende Hand. Denn eins ist klar: „Vollendet ist das Werk noch lange nicht.“

Von Regine Buddeke

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