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Barocke Meister und ein Romantiker

Wittstock Barocke Meister und ein Romantiker

Auf Piccolotrompete und Orgel boten die Musiker Hannes Maczey und Tobias Berndt ihrem Publikum am Donnerstagabend in der Wittstocker Marienkirche ein Barockes Festkonzert. Doch neben Werken von Bach, Händel und Telemann war auch eine Sonate von Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören. Das Duo hatte gute Gründe, den Romantiker unter die barocken Meister zu mischen.

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Hannes Maczey (l.) und Tobias Berndt waren bereits zum vierten Mal in Wittstock zu Gast.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Um 1600 brach in der Kunst und Musik eine neue Zeit an. In diese Zeit des Barock nahmen die Musiker Hannes Maczey an der Piccolotrompete und Tobias Berndt an der Orgel ihr Publikum in der Wittstocker Marienkirche am Donnerstagabend mit.

Das Publikum lauschte aufmerksam und genoss

Das Publikum lauschte aufmerksam und genoss.

Quelle: Christian Bark

„Barock stammt vom portugiesischem barocco und verwies auf unregelmäßig, ja schief geformte Perlen“, erklärte Hannes Maczey. Doch diese so „schiefe“ Kunstepoche habe Meister wie Johann Sebastian Bach hervorgebracht. „Er hat mehr Stücke als die Rolling Stones, die Beatles und Dieter Bohlen zusammen geschrieben“, informierte der Musiker. Am Donnerstag spielten er und sein Kollege unter anderem Bachs Orgelsolo „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ sowie „Jesus bleibet meine Freude“. Auch folgte Georg Philipp Telemanns Suite in D-Dur. Das kräftige Orgelspiel wurde durch die klaren, wie Fanfarentöne wirkenden Einlagen der Piccolotrompete hervorragend ergänzt und erfüllten die Marienkirche mit einem Hauch von barockem Glanz.

Die barocke Kunstepoche

Der oder das Barock leitet sich vom portugiesischen barroco ab und bezeichnete ursprünglich unregelmäßig geformte Perlen. Die Kunstepoche dauerte von 1600 bis 1750. Ein bedeutender deutscher Musiker dieser Zeit ist Johann Sebastian Bach.

Am Donnerstag , 6. Juli, gibt es ein Wiederhören mit Bach in St. Marien. Kantor Uwe Metlitzky spielt ihn bei seinem Orgelkonzert ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Als das Duo zu Felix Mendelssohn Bartholdy switchte und dessen 6. Sonate über den Luther-Choral „Vater unser im Himmelreich“ anstimmen wollte, erklärte Hannes Maczey, warum sie im Barocken Festkonzert plötzlich einen Exkurs in die Romantik wagten. „Mendelssohn Bartholdy war von Bach fasziniert, hatte dessen Werke weiterentwickelt und zu seinem 14. Geburtstag die Abschrift von Bachs Matthäuspassion geschenkt bekommen“, sagte der Musiker. Der Ausflug in die Romantik war begleitet von gewaltigen und kraftvollen Orgelklängen.

Kantor Uwe Metlitzky wird das nächste Konzert am 6

Kantor Uwe Metlitzky wird das nächste Konzert am 6. Juli gestalten.

Quelle: Christian Bark

Abschließend bekam das Publikum aus Georg Friedrich Händels Oper „Publio Cornelio Scipione“, die sich an die Taten des römischen Feldherrn Scipio Africanus anlehnt, noch Marsch, Largettho und Coro zu hören. Nach regem Applaus durch die Zuhörer verabschiedete sich das Duo mit einer Zugabe. Sie spielten die Eröffnung des „Te Deum“ vom französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier. Sie wird heute oft als Fanfare bei Fernseh-Übertragungen im Rahmen der Eurovison verwendet und erfreute sich auch in Wittstock großer Bekanntheit.

Für die Musiker war es der vierte Auftritt in Wittstock, wie Hannes Maczey berichtete. Immer wieder seien sie erstaunt vom guten Klang der Orgel sowie der hervorragenden Akustik in dem Gotteshaus.

Von Christian Bark

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