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Ostprignitz-Ruppin Bauchtanz in der Turnhalle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bauchtanz in der Turnhalle
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19:03 16.03.2017
Die Kursteilnehmerinnen haben schon ihre erste Choreografie von Lehrerin Beate Nothnagel (vorn) gelernt. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

„Stellt euch vor, ihr würdet einen Pinsel hoch und runter führen“, sagt Beate Nothnagel zu den Frauen, die vor ihr stehen und sich an den Schlangenarmen versuchen. Und tatsächlich es klappt. Die Damen schlängeln mit den Armen. Einige haben dabei die Augen fest geschlossen.

Diese Übung gehört zum Bauchtanz. Beate Nothnagel ist die Kursleiterin. Sie arbeitet für die Kreisvolkshochschule Ostprignitz-Ruppin. Der neue Kurs hat gerade begonnen. Immer dienstags um 19 Uhr treffen sich die Frauen in der Turnhalle der Carl-Diercke-Schule zum Bauchtanz, man kann auch sagen orientalischen Tanz.

Ausgleich zum oftmals stressigen Alltag

Beate Nothnagel erklärt das Tanzen lieber anschaulich, als mit schwierigen Fachbegriffen. So ist das auch beim Ganzkörperschimmy. „Macht euch ganz fest und wippt hoch und runter“, sagt die Kursleiterin. Was soviel heißt, wie mit den Beinen fest auf dem Boden stehen und sich vorstellen, man drückt mit den Armen links und rechts in einen Türrahmen. Hier lernt man Muskeln seines Körpers kennen, die man sonst nie oder nicht so häufig benutzt. Das bestätigen die Kursteilnehmerinnen. Sie kommen allesamt jeden Dienstag, weil sie Spaß haben wollen und einen Ausgleich zum oftmals stressigen Alltag suchen.

Den Kurs gibt es bereits seit 2005. Damals noch unter der Leitung von Roja Gallandie. Beate Nothnagel übernahm den Kurs von ihr im Jahr 2008. Bedingung ist, dass sich mindestens zehn Mitstreiter finden. In diesem Jahr war das nicht so einfach, deshalb hatte die Volkshochschule noch einmal extra für den Kurs geworben, war von Beate ­Nothnagel zu erfahren. Die Stammtänzerinnen hatten schon befürchtet, dass der Kurs nicht stattfinden kann. Seit 2005 sind drei Frauen regelmäßig dabei. Im Jahr 2008 kamen weitere zwei dazu. 15 Frauen treffen sich nun dank der Extrawerbung jeden Dienstag zum Tanzen. Weitere Interessenten sind jederzeit willkommen. Beate Nothnagel weist darauf hin, dass der Kurs nicht für Fortgeschrittene oder Frauen geeignet ist, die mehr lernen wollen.

Lehrerin war eine Tanztherapeutin

„Der orientalische Tanz ist ursprünglich eine Vorbereitung auf die Geburt gewesen“, erzählt Beate Nothnagel. Das Becken wird geöffnet, der Beckenboden trainiert. Durch die schnellen Wechsel werden außerdem die rechte und die linke Gehirnhälfte aktiviert. „Man lernt jedes Körperteil bewusst zu spüren und getrennt vom Rest zu ­bewegen“, so die Kursleiterin. Der Bauchtanz sei ein Rundumpaket, weil man sich ganz bewusst um die Körpermitte bewegt. Beate ­Nothnagel fing vor Jahren damit an, weil sie Rückenprobleme hatte. Ihre Lehrerin war eine Tanztherapeutin.

Für die Frauen ist es nicht so wichtig, dass sie die Übungen gleich beim ersten Mal richtig tanzen: „Wir wollen Spaß haben und uns bewegen.“ Alle haben ein Tuch um die Hüfte gebunden. Bei manchen klingeln kleine Schellen daran. „Wenn man es oben richtig macht, dann klingelt nichts“, sagt Beate Nothnagel. Ein Tuch sollten die Teilnehmerinnen unbedingt tragen. Es symbolisiert Schönheit und Ästhetik und man fühlt sich weiblich. Auch die richtige Musik ist entscheidend. Wobei die Kursleiterin darauf achtet, dass sie nicht nur klassische Bauchtanzmusik spielt. „Es darf auch etwas moderner sein, wie zum Beispiel mit Songs von Shakira.“ Die klassische Bauchtanzmusik sei auf Dauer ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

Auftritt mit einer Feuershow

Beate Nothnagel arbeitet nebenberuflich für die Volkshochschule. Hauptberuflich ist sie Akkupunkturmassagetherapeutin für Pferde. Mit einer Freundin tritt sie bei Geburtstagen, Dorffesten, Hochzeiten oder Firmenfeiern mit der Feuershows als Duo „Feuermond“ auf. Außerdem kann man sie als Bauchtänzerin buchen. Die Sophiendorferin hat zwei Töchter, Sara (11) und Maja (5), die beide auch schon sehr gern das Becken zu orientalischer Musik schwingen.

Weitere Informationen zum Bauchtanzkurs gibt es bei der Regionalstelle Kyritz der Volkshochschule Ostprignitz-Ruppin, Perleberger Straße 6 im Gymnasium, zu erreichen unter 033971/3 28 08 oder per E-Mail an die Adresse vhs-kyritz@opr.de.

Von Sandra Bels

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