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Ostprignitz-Ruppin Bauer rettet 300 Rinder vor dem Flammentod
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bauer rettet 300 Rinder vor dem Flammentod
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00:16 20.04.2017
Als die Feuerwehr kam, brannte der Traktor lichterloh. Quelle: Feuerwehr Wittstock
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Heinrichsdorf

Ein lauter Knall in der Nacht am noch sehr jungen Sonnabend lässt das Landwirte-Ehepaar am Dudel bei Heinrichsdorf hochschrecken. Als der Bauer aus dem Schlafzimmerfenster blickt, entdeckt er sofort den brennenden Traktor mit Anhänger, der gleich neben dem Stall, den er dort seit einer guten Woche abgestellt hatte.

Um 0.47 Uhr wird die Feuerwehr Wittstock und die Einheit in Biesen durch die Leitstelle mit dem Hinweis auf „brennender Traktor neben Scheune“ alarmiert. Schnell machen sich 33 Feuerwehrleute mit sieben Einsatzfahrzeugen zum Dudel auf. Es besteht die Gefahr, dass das Feuer auch schnell den Stall in der Scheune erfassen kann.

Derweil begann bereits die Landwirt-Familie mit der Eindämmung des Brandes. Der Bauer kam schnell mit seinem zweiten Traktor und zog das schon unrettbar lichterloh brennende Gespann von dem Bauwerk weg. Denn in der Scheune stehen nach seinen Angaben 300 Rinder, der Schaden im Brandfall wäre unermesslich gewesen. Der Landwirt versuchte, mit Eimer und Wasser aus dem Traktoranhänger das Feuer zu löschen, musste aber nach kurzer Zeit aufgeben. Da waren die Feuerwehren aus Wittstock und Biesen schon eingetroffen und gingen sofort massiv mit Löschwasser gegen die brennende Landtechnik vor. Vom Traktor waren beide Hinterräder schon völlig weggebrannt. Der Traktor brannte aus und auch der Anhänger wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass von einem Totalverlust auszugehen ist. Am Scheunenstallgebäude sind nur leichte Brandspuren an der Fassade und an einem Teil der Dachrinne zu erkennen.

Der Traktor war nicht mehr zu retten. Quelle: Feuerwehr Wittstock

Gegenüber der Feuerwehr und der Polizei hatte der Eigentümer ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Zugmaschine seit einer guten Woche nicht mehr von ihm bewegt worden war und bis zum Brandausbruch an diesem Platz neben der Scheune abgestellt gewesen sei. Theoretisch scheint daher eine Selbstentzündung durch heiße Motorteile ziemlich unwahrscheinlich, so dass die Polizei nun auch wegen eines Anfangsverdachts von Brandstiftung ermittelt. Zumal es bei dieser Familie nicht der erste Brand war: Im Jahr 2013, als ein Brandstifter die ganze Region um Wittstock in Atem gehalten hatte, war auch am Dudel ein Silo mit Stroh abgebrannt.

Feuerwehr lobt Landwirt für begonnene Löscharbeiten

Die Samstagnacht eingesetzten Feuerwehrleute lobten das Ehepaar für seine Löschversuche, mit der Schlimmeres rechtzeitig verhindert worden war. Der Eigentümer äußerte sich erleichtert darüber, dass er von dem lauten Knall eines der überhitzten großen Traktor-Hinterreifen rechtzeitig genug geweckt worden sei und nur einen materiell überschaubaren Schaden hat.

Die Feuerwehrleute beendeten den dramatischen Löscheinsatz um 2.27 Uhr in ihren Standorten in Biesen und in Wittstock.

Von Gerd-Peter Diederich

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