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Baugenehmigung für Freibad in Sicht

Neustadt Baugenehmigung für Freibad in Sicht

Der seit 2014 diskutierte Umbau des Neustädter Freibades könnte bald beginnen. Der Bauantrag ist gestellt. Die Finanzierung scheint soweit gesichert. Doch wenn es um den künftigen Betrieb geht, sind noch viele Fragen offen.

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Seit Herbst 2014 ist das Neustädter Freibad verlassen. Das wird sich nicht vor 2018 ändern.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Der Umbau des zum Saisonende 2014 geschlossenen Neustädter Freibades scheint nun konkret zu werden. Wie Amtsdirektor Dieter Fuchs kürzlich informierte, befindet sich der Bauantrag bei der Kreisverwaltung in Arbeit. Es habe einige Nachforderungen gegeben, die aber inzwischen erfüllt worden seien. „Man sagte mir, dass es Mitte März eine Entscheidung geben könnte“, berichtete Fuchs den Stadtverordneten. Auch der Förderantrag (Leader-Programm) sei eingereicht und werde nun bearbeitet.

Laut Kostenschätzungen hat die Investition einen Umfang von rund 500 000 Euro. Dafür soll das Gelände zum Naturbad umgebaut werden. Neustadt erhofft sich damit eine deutliche Senkung der Betriebskosten. Die Wartung und der zunehmende Reparaturaufwand für das 1998 eröffnete Freibad hatten die jährlichen Ausgaben zuletzt bis weit in den sechsstelligen Bereich getrieben. Das und die sowieso schon äußerst prekäre Haushaltslage hatten die Kommune 2014 letztlich zur Schließung der Einrichtung veranlasst.

Immerhin kam man mit den anderen Gemeinden des Amtes Neustadt inzwischen zu einer Einigung hinsichtlich der Finanzierung des Eigenanteils von rund 126 000 Euro. Den muss die Stadt nun doch nicht ganz allein aufbringen: Das Amt will das als Gemeinschaftsaufgabe stemmen.

Kein tragfähiges Konzept für den Betrieb des Bades

Beim künftigen Betrieb des Bades sieht das aber anders aus. Eine finanzielle Beteiligung daran schlossen die Kommunen des Amtes aus. Neustadt muss dafür allein aufkommen. Ein wirklich tragfähiges Konzept dafür sieht Amtsdirektor Dieter Fuchs bislang nicht. „Da sind noch Ideen gefragt“, machte er den Stadtverordneten klar. Nach bisherigem Muster lasse sich das Bad künftig sicherlich nicht weiterführen. Für die Kommunalpolitik würden Fragen nach den Öffnungszeiten, nach zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten oder auch nach der grundsätzlichen Trägerschaft der Einrichtung in nächster Zeit ganz bestimmt noch zum Thema werden.

Marko Redel von der Linksfraktion der Stadtverordneten sieht das ähnlich. Er schätzt sogar ein: „Der künftige Betrieb des Bades ist das größere Problem.“ Im Grunde hätte man erst dafür ein tragfähiges Konzept finden müssen, bevor man sich mit den baulichen Details befasst. Redel machte zugleich keinen Hehl aus seinen Zweifeln dran, ob das überhaupt möglich sein wird. „Aber es ist ja noch Zeit.“

Öffnung zur Saison 2018 ist fraglich

Denn auch wenn die Baugenehmigung und der Fördermittelbescheid in den nächsten Wochen oder Monaten vorliegen sollten, erscheint es fraglich, ob das Freibad wirklich zur Saison 2018 wiedereröffnet werden kann. Schließlich gäbe es für die Bauleute noch eine ganze Menge zu tun. Ursprünglich wollte man sogar schon in ­diesem Jahr wieder baden in Neustadt.

Von Alexander Beckmann

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