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Baumfällungen am Klempowsee

Wusterhausen Baumfällungen am Klempowsee

Im Wäldchen vor dem Wusterhausener Strandbad am Klempowsee war dieser Tage ein Harvester im Einsatz. Die Holzvollerntemaschine ließ bei den Wusterhausener Besorgnis aufkommen. Sollte es dort jetzt zum Kahlschlag kommen?

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Das gewonnene Holz wartet jetzt auf seine weitere Verwertung, vorwiegend wohl zu Spanplatten.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Schwere Technik hat in den vergangenen Tagen etliche Schaulustige zum Ufer des Klempowsees gelockt. Im Wäldchen vor dem Wusterhausener Strandbad war ein Harvester im Einsatz. Die Holzvollerntemaschine mit Roland Kasper im Cockpit ließ bei vielen Befürchtungen aufkommen. Erleben wir jetzt etwa einen Kahlschlag?

Ab und an unumgänglich

Die bange Frage dürfte sich wohl dieser und jener gestellt haben. Nein, soweit ist es nicht gekommen. Es war auch nicht geplant. „Von Zeit zu Zeit müssen wir Waldflächen, die der Gemeinde gehören, durchforsten lassen. Das geschieht immer in Absprache mit dem zuständigen Förster. Jetzt war es wieder an der Zeit“, sagt Bürgermeister Roman Blank. Schilder hätten ja auch rechtzeitig darauf hingewiesen.

Für Forstunternehmer Roland Kasper hat sich die Notwendigkeit schnell erschlossen. Sein Harvester ist vorwiegend Erlen und Birken, aber auch einigen Kiefern an die Stämme gegangen. Eichen und Buchen blieben unberührt.

Viele Bäume waren „fällig“

Was gefällt wurde, erweist sich in der Waagerechten vielfach als krankes Holz. Manche Bäume zeigen im Innern deutliche Spuren von Schwamm, sind löchrig oder hohl. Sie hätten in absehbarer Zeit auch zu einer Gefahr werden können. Anderen, vor allem Birken, haben Stürme die Kronen genommen.

Bis Freitag sollten die Fällarbeiten abgeschlossen sein. Das Aufräumen dürfte noch einige Tage in Anspruch nehmen. „Besenrein wird es allerdings nicht“, dämpft Kasper allzu große Erwartungen. Was sein Vollernter gefällt und zerschnitten hat, darf er der weiteren Verarbeitung zuführen.

Ob und wann wieder aufgeforstet wird, blieb bei MAZ-Nachfrage noch ungeklärt. Fragen ergeben sich auch für etliche der Wusterhausener, die meinen, dass deutlich zu viel unter die Säge kam.

„Es sieht hier furchtbar aus, zum Teil sind ganze Löcher in den Bestand geschlagen worden“, sagt Gundula Relewitz, die mit ihrem Mann direkt am Wäldchen wohnt. Wie andere Anwohner hatten auch sie von der Gemeindeverwaltung brieflich mitgeteilt bekommen, dass im Wald gearbeitet werden soll. Gundula Relewitz ist jetzt entsetzt.

Von Wolfgang Hörmann

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