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Ostprignitz-Ruppin Baumfällungen für den A 24-Ausbau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Baumfällungen für den A 24-Ausbau
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18:22 25.09.2017
Sträucher und Bäume entlang der A 24 werden demnächst wegen des für 2018 geplanten Autobahnausbaus entfernt. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Bis jetzt blieb der geplante Ausbau der Autobahn 24 zwischen der Anschlussstelle Neuruppin und dem Dreieck Havelland sowie der A 10 von dieser Stelle bis zum Dreieck Pankow für deren Nutzer ziemlich abstrakt. Anfang Oktober wird es nun ganz konkret: Dann fallen die ersten Bäume entlang der Strecke. Die Fällarbeiten, die auf beiden Seiten der Straße in einer Tiefe von bis zu zehn Metern durchgeführt werden, sollen vor­aussichtlich bis Ende Februar dauern, kündigt das Unternehmen Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Bau (Deges) an. Die Projektmanagementgesellschaft, eine gemeinsame Firma des Bundes und der Länder, kümmert sich die Abwicklung des Autobahnausbaus, der in einer so genannten öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) erfolgt. Der Start der Bauarbeiten auf einer Gesamtlänge von 58,8 Kilometer ist dann für das kommende Frühjahr geplant.

Bis dahin werden indes nicht nur Bäume und Sträucher entfernt. Auch archäologische Grabungen und Untersuchungen sowie die Verlegung von Versorgungsleitungen sollen auf der Strecke noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.

Als Ausgleich für die Fällungen führt die Deges Aufforstungen durch, pflanzt Gehölze, entsiegelt Grundstücke und renaturiert Gewässer auf einer Fläche von mehr als 430 Hektar. Außerdem lässt das Unternehmen über 250 Ameisennester sowie zahlreiche Zauneidechsen von Fachleuten von Arealen entlang der Autobahn umsiedeln.

Die A 24 soll bis zum Jahr 2022 grundhaft erneuert werden. Dabei wird je Fahrtrichtung neben den bestehenden zwei Fahrspuren ein 3,75 Meter breiter Seitenstreifen gebaut, der bei viel Verkehr als dritte Spur freigegeben werden kann. Die A 10 wird auf sechs Fahrstreifen plus Seitenstreifen ausgebaut. Bei diesem ÖPP-Projekt sind private Unternehmen für den Bau sowie 30 Jahre Betrieb der Straße zuständig. Dafür erhalten sie regelmäßig Geld vom Staat. Wie viel genau, das hängt davon ab, ob alle Spuren auf der Strecke befahrbar bleiben oder doch Fahrbahnschäden zu Einschränkungen führen. Im Bundeshaushalt sind für das Projekt die voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von einer Milliarde Euro veranschlagt. ca

Von Celina Aniol

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