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Ostprignitz-Ruppin Baumpflege: Sicherheit kostet viel Geld
Lokales Ostprignitz-Ruppin Baumpflege: Sicherheit kostet viel Geld
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00:17 11.09.2016
Am Montag starten Baumarbeiten am Wall zwischen der Schinkelstraße und dem Tempelgarten. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Kosten für die Pflege der Bäume wachsen Neuruppin immer mehr über den Kopf. Um Gefahren, die von Bäumen ausgehen könnten, zu beseitigen, gibt die Fontanestadt erneut ein Mehrfaches dessen aus, was im Haushalt eingeplant ist. Das geht aus einer aktuellen Kostenübersicht für die Stadtverordneten hervor.

Am kommenden Montag beginnen am Wall weitere Baumpflegearbeiten. Bei Kontrollen hatten die Baumpfleger dort erheblichen Handlungsbedarf festgestellt, heißt es aus dem Rathaus. Zwischen Tempelgarten und Wall sollen deshalb mehr als hundert Bäume beschnitten werden. Einige von ihnen sind bereits von Pilzen befallen. Die schwächen das Holz so, dass die Standsicherheit nicht mehr gegeben ist; wenigstens drei große Bäume müssen deshalb gefällt werden, teilte Stadtsprecherin Michaela Ott am Donnerstag mit.

Allein die Arbeiten am Wall werden rund 43 000 Euro kosten

Baumkletterer werden in den anderen Bäumen mit Sägen alle Äste entfernen, die augenscheinlich zu einer Gefahr für Spaziergänger werden könnten. Wie lange die Fachleute dafür brauchen, ist schwer vorherzugsagen. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Arbeiten etwa vier Wochen in Anspruch nehmen könnten. Zur Sicherheit müssen dafür zwischen Tempelgarten und Schinkelstraße einige Wege durch die Wallanlagen gesperrt werden. Allein für diesen Abschnitt rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten von rund 43 000 Euro.

Die Wallanlagen wurden im 19. Jahrhundert von einer Stadtbefestigung zur Parkanlage umgestaltet. Viele Bäume sind weit über hundert Jahre alt. Quelle: Peter Geisler

Nach mehreren Unfällen hat Neuruppin seit zwei Jahren die Kontrollen der Bäume deutlich ausgeweitet. 2013 war im sehr heißen und trockenen Juli von einer Kastanie am Rheinsberger Tor ein mächtiger Ast abgebrochen und auf den Boden gestürzt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Gutachter hatte der Stadt damals bescheinigt, dass der Unfall unvorhersehbar war. Gleichzeitig warnte er aber auch, dass Neuruppin die Baumkontrollen ausweiten müsse. 2014 war ein Teil der Wallanlagen über Monate gesperrt, nachdem eine Baumkrone abgebrochen und auf einen Weg gestürzt war. Diesmal gab es keine Verletzten.

Neuruppin hat seine Kontrollen deutlich verstärkt

Die Stadtverordneten stimmten schließlich zu, zwei weitere Baumkontrolleure einzustellen. Inzwischen kümmern sich drei Fachleute um die rund 30 000 Bäume in der Fontanestadt und den Ortsteilen. Stadtverwaltung und Stadtverordnete mussten einräumen, dass Neuruppin seine Bäume offensichtlich seit vielen Jahren vernachlässigt hat. In der Folge sind die Kosten für zwingend nötige Pflege deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr hat Neuruppin 660 000 Euro ausgegeben; eingeplant waren 350 000 Euro.

Neuruppins Tiefbaufachfrau Uta Pirk hatte daraufhin im Frühjahr deutlich mehr Geld für die Baumpflege in diesem Jahr angemahnt. Der Kämmerer hat die geforderte Summe aber drastisch zusammengestrichen. Am Ende blieben 125 000 Euro übrig. Allein bis Ende August hat die Stadt bereits dreimal so viel Geld für die Baumpflege bezahlt oder als Auftrag vergeben: rund 380 000 Euro.

Von Reyk Grunow

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