Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Baumpfleger sollen auch für die NWG ran
Lokales Ostprignitz-Ruppin Baumpfleger sollen auch für die NWG ran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:16 21.09.2016
Bisher sind in Neuruppin 18 000 Bäume erfasst. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Seit Jahren hilft die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) der Fontanestadt, wenn es um Zuschüsse für das Mai- und Hafenfest, die Fontanefestspiele oder andere kulturelle Ereignisse geht. Jetzt hat sich die NWG mal an das Rathaus gewandt: Die städtische Tochter will einen Dienstleistungsvertrag mit der Stadt über das Erfassen, die Kon­trolle und die Pflege der Bäume schließen, die der NWG gehören. Die Aufgabe sollen die drei Baumpfleger der Stadt übernehmen, die NWG zahlt im Gegenzug einen festgelegten Obolus. Für das sogenannte Ersterfassen eines jeden Baumes wären das beispielsweise 16 Euro.

Ein Problem sind überschneidende Grundstücke

NWG-Chef Robert Liefke glaubt, dass der Vertrag einige bürokratische Hürden bei der Verkehrssicherheitspflicht ausräumen kann. Denn zum einen wissen weder die NWG noch die Stadt, wie viele Bäume sie genau haben. Zum anderen überschneiden sich viele Grundstücke der NWG mit städtischen: Mal gehört ein Gehweg mit angrenzenden Bäumen noch zur NWG, mal ein Spielplatz samt sprießendem Grün schon zur Stadt. Hinzu kommt, dass der Großvermieter für das Erfassen der Bäume, die der NWG gehören, jemanden einstellen und zudem ebenfalls Software anschaffen müsste. Immerhin soll regelmäßig kontrolliert werden, ob die Bäume standsicher sind und es auch nicht droht, dass plötzlich Äste abfallen.

„Es ist eine logische Sache, die NWG jetzt mit in dieses Geschäft zu nehmen“, sagte am Mittwoch Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin). Schließlich bedeute das in der Praxis lediglich, dass die städtischen Baumpfleger keinen Bogen mehr um die NWG-Bäume machen. Das sieht NWG-Chef Liefke ähnlich. „Wenn die Baumleute eh da sind, können sie auch gleich unsere Bäume begutachten.“ Über die Dokumentation der Ergebnisse sind sich die zwei Parteien ebenfalls schon einig. Die Stadt will die Berichte einmal pro Jahr für die NWG ausdrucken. „Ich finde gut, wenn man die Ressourcen gemeinsam nutzen kann“, begrüßte Andreas Dziamski (Pro Ruppin) beim Strukturausschuss den Vorstoß. Wichtig sei aber, dass die Baumpfleger ihre eigentliche Arbeit für Neuruppin nicht vernachlässigen.

Die NWG hat vielleicht 250 Bäume

Amtsleiterin Marga Reinus bezweifelt, dass diese Gefahr besteht. „Wir gehen davon aus, dass Neuruppin zwischen 22 000 bis 25 000 eigene Bäume hat und die NWG etwa 250.“ Das wäre gerade mal ein Prozent des städtischen Baumbestandes. Genaueres wissen die Experten aber erst, wenn alle Bäume von NWG und Stadt erfasst und kontrolliert sind. Derzeit sind die Baumpfleger noch dabei. Laut Reinus sind etwa 18 000 Bäume der Stadt erfasst.

Wie wichtig die regelmäßige Kontrolle des Grüns ist, hatte sich in den vergangenen Jahren mehrfach gezeigt: 2013 war im sehr heißen und trockenen Juli von einer Kastanie am Rheinsberger Tor ein mächtiger Ast abgebrochen und auf den Boden gestürzt. Mehrere Menschen wurden verletzt. 2014 war dann ein Teil der Wallanlagen über Monate gesperrt, nachdem eine Baumkrone abgebrochen und auf einen Weg gestürzt war. Diesmal gab es keine Verletzten.

Damit es nicht zu weiteren ähnlichen oder gar noch schlimmeren Unfällen kommt, hat Neuruppin die Kontrollen der Bäume deutlich ausgeweitet und zudem zwei weitere Baumkontrolleure eingestellt. Damit kümmern sich nun drei Fachleute um das Grün in der Stadt. Das kostet. Für die Baumpflege hat Neuruppin bis Ende August bereits 380 000 Euro ausgegeben.

Von Andreas Vogel

Die Biker von „Dead Land Neuruppin“ blicken auf 20 Jahre zurück und feiern ihr Jubiläum am Sonnabend auf dem Vereinsgelände in Protzen. Dort, wo einst Mähdrescher parkten, haben sich die Mitglieder ein zweites Zuhause geschaffen. Besonders stolz ist man auf das eigene Clubhaus.

21.09.2016

In welche Richtung steuert die Pflege? Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Die Linke) versucht derzeit, sich ein Bild zu machen. Am Mittwoch war sie in Neuruppin zu Gast. Die Leitung der Medizinischen Bildungsakademie skizzierte, wo der Schuh drückt – und mit welchen Maßnahmen man junge Leute für sich gewinnen will.

21.09.2016

Die derzeit gesperrte Kreuzung unweit des Kyritzer Marktplatzes soll bald wieder befahrbar sein, voraussichtlich schon ab kommenden Montag. Aktuell erfolgen dort Pflasterarbeiten. Auf Bürgerwunsch hin, wird es auch weiterhin einen Zebrastreifen an gewohnter Stelle geben.

21.09.2016