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Ostprignitz-Ruppin CDU: Parkplatz-Situation wird sich zuspitzen
Lokales Ostprignitz-Ruppin CDU: Parkplatz-Situation wird sich zuspitzen
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00:33 19.03.2018
Sämtliche Nebengebäude rund um die Alte Wäscherei am Kloster sind inzwischen abgerissen. Nun kann gebaut werden. Quelle: André Reichel
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Kyritz

Sämtliche Nebengebäude rund um die frühere Brennerei an der Kyritzer Bachstraße sind jetzt abgerissen. Für das geplante Kulturzentrum im Klosterviertel ist damit Baufreiheit geschaffen.

Nach jahrelangem Hin und Her einigten sich die Stadtverordneten Ende Februar auf ein entsprechendes Bau- und Raumnutzungskonzept, unterlegt mit neuen Kostenrechnungen. Doch vor allem die Bedenken aus den Reihen der CDU-Fraktion reißen nicht ab.

Das zeigte sich auch beim jüngsten Stammtisch des Stadtverbands im Café Schröder am Marktplatz. Alles drehte sich dort um die Folgekosten, die nach Inbetriebnahme des Kulturzentrums auf die Stadt zukommen werden.

CDU-Fraktionschef Freier: Brauchen wir das wirklich?

Fraktionschef Jürgen Freier stellte eingangs die geplanten Dimensionen des Kulturzentrums infrage: „Brauchen wir das wirklich in der Größe, obwohl es in Kyritz das Kulturhaus und das Mehrgenerationenhaus gibt?“, fragte Freier in die Runde.

Der schon oft geäußerten Furcht vor später kaum zu bewältigenden Unterhaltungskosten aber schließt sich nun ein weiterer Kritikpunkt an: Die künftige Parkplatzsituation in dem Areal sei bislang nur unzureichend besprochen worden, moniert die CDU.

Laut Freier wird es künftig in der Johann-Sebastian-Bach-Straße vor der einstigen Brennerei und vor dem Museum im ebenso zu sanierenden Klausurflügel keinerlei Parkplätze mehr geben. „Das wird sicher nicht nur für die Besucher des Kulturzentrums ein Problem“, sagte Freier.

Wo sollen die ganzen Gäste parken?

Auch an die Pflegedienste, die in der gegenüberliegenden Häuserzeile „Klosterblick“ Patienten zu versorgen haben, dachte er in dem Zusammenhang. Überhaupt sei unklar, wo die ganzen Gäste parken sollen, mit denen für das Kulturzentrum gerechnet wird.

Freier kritisierte insbesondere, dass es keine verlässlichen Zahlen zum Betrieb des künftigen Museums gäbe. „Uns werden hohe Einnahmen und schöngerechnete Ausgaben vorgegaukelt. An all dem habe ich berechtigte Zweifel.“

Einer Übersicht zufolge, die die Stadt im Vorfeld der Beschlussfassung zum Klosterkonzept vor einem Jahr vorgelegt hatte, kalkuliert die Verwaltung jährliche Einnahmen des Klosters von fast 97 000 Euro.

CDU: Einnahmen sind schöngerechnet

Allein mit 15 000 Eintrittsgeld für das Museum wird gerechnet und mit 20 000 Euro Eintrittsgeld für Veranstaltungen. Museumsshop und Touristeninfo sollen gar 30 000 Euro einspielen.

An solche Summen glaubt Freier aber nicht. „Ich habe mich im gut ausgestatteten und touristisch äußerst günstig gelegenen Havelberger Museum umgesehen und dort trotzdem nur wenige Besucher gezählt. Nicht anders war es in Pritzwalk.“

Eine ähnliche Erfahrung machte Konstantin Normann. Der CDU-Stadtverordnete war jüngst mit der Kyritzer Museums-AG in Prenzlau, um sich das dortige Museum im Kloster anzusehen. „Trotz schönen Wetters waren wir sowohl im Museum als auch im Café die einzigen Besucher.“

Verwaltung weist Vorwurf der Schönrechnerei zurück

Freier sieht sich bestätigt: „Wenn unser Museum in Kyritz später einen ähnlichen Zuspruch hat, werden wir wohl kaum mit so vielen Einnahmen wie angegeben rechnen dürfen.“

In der Verwaltung jedoch verwahrt man sich vor dem Vorwurf, „hohe Einnahmen und schöngerechnete Ausgaben“ vorzugaukeln. „Wir haben uns mit verschiedenen Museen in der Region und auch darüber hinaus verständigt“, erklärt Rathaussprecherin Doreen Wolf.

Demnach seien alle Zahlen „mit kritischem Blick“ entstanden und überdies „vorsichtig geschätzt“. Ähnlich wurde das in diversen Ausschusssitzungen schon mehrfach erläutert.

Stadtsprecher: Parkplatzfrage ist schwierig

Zur Parkplatzfrage sagt Doreen Wolf: „Ja, es stimmt, dass es direkt an der Bachstraße keine Parkplätze mehr wie bisher geben wird.“ Es werde aber nach Lösungen gesucht. So würden etwa mit Blick auf das angrenzende Gelände des Alten Speichers Gespräche mit den Anrainern geführt.

Zudem verweist die Rathaussprecherin darauf, dass es diesbezüglich keinen Zeitdruck gebe. Die avisierte Bauzeit für das Areal insgesamt liege schließlich – und bekanntlich – bei etwa fünf Jahren.

Von André Reichel

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